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	<title>Jannike Stöhr, Autor bei Jannike Stöhr</title>
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	<title>Jannike Stöhr, Autor bei Jannike Stöhr</title>
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		<title>WOOP Methode &#8211; Ziele setzen und in 4 Schritten erreichen</title>
		<link>https://jannikestoehr.com/woop-methode/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jannike Stöhr]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Dec 2022 10:35:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Um Ziele zu erreichen, gibt es inzwischen eine Fülle von Methoden, die Dich bei der Planung und Umsetzung unterstützen sollen. Eine Möglichkeit, Dich mit wenigen und einfachen Schritten in Richtung eines Traumes zu begeben, ist die WOOP Methode. Was macht die WOOP Methode so besonders? Die WOOP Methode wurde von der Psychologieprofessorin Gabriele Oettingen entwickelt, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://jannikestoehr.com/woop-methode/">WOOP Methode &#8211; Ziele setzen und in 4 Schritten erreichen</a> erschien zuerst auf <a href="https://jannikestoehr.com">Jannike Stöhr</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Um <b>Ziele zu erreichen</b>, gibt es inzwischen eine Fülle von Methoden, die Dich bei der Planung und Umsetzung unterstützen sollen. Eine Möglichkeit, Dich mit wenigen und einfachen Schritten in Richtung eines Traumes zu begeben, ist die <b>WOOP Methode</b>.</p>
<p><script class="podigee-podcast-player" src="https://player.podigee-cdn.net/podcast-player/javascripts/podigee-podcast-player.js" data-configuration="https://mein-naechster-job.podigee.io/170-woop-wie-du-in-4-schritten-deine-ziele-erreichst/embed?context=external"></script></p>
<h2>Was macht die WOOP Methode so besonders?</h2>
<p>Die WOOP Methode wurde von der <b>Psychologieprofessorin </b><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gabriele_Oettingen"><b>Gabriele Oettingen</b></a> entwickelt, die Anfang der 90er Jahre mit der Forschung zum Thema Zielerreichung begann. Damals war es gängige Praxis einfach zu empfehlen “positiv zu denken” und anschließend auf das Ergebnis zu warten. Oettingen stellte dagegen fest, dass dies nicht ausreicht oder sogar negativen Einfluss haben kann.</p>
<h3>Positiv denken alleine reicht nicht aus!</h3>
<p>Noch heute gibt es einen großen populärwissenschaftlichen Diskurs über die Macht des “positiven Denkens” und der “Manifestation durch Wünschen”. Es ist jedoch schon lange bekannt, dass das einfache Herbeiwünschen von Dingen und Situationen diese nicht unbedingt erreichbarer macht. Im Gegenteil: es gibt sogar den Effekt des <b>Ausruhens auf den vermeintlich bereits erreichten Zielen</b>, die im Gehirn durch die häufige Auseinandersetzung fälschlicherweise als “erreicht” abgehakt werden.</p>
<p>Wir brauchen also einen Schritt mehr, um aus reinem Wunschdenken echte Ziele und daraus folgende Aktionen zu formen. “<b>Ziele sind Träume mit Datum</b>” und um diese zu erreichen, können die <b>vier Schritte</b> der WOOP Methode eine große Hilfe sein.</p>
<h3>Die Brücke zwischen Wunsch und Zielerreichung</h3>
<p>Am Anfang steht auch hier der Wunsch &#8211; ein <b>Traum oder eine Vision</b>, die Du erreichen möchtest. Hier bleiben wir aber nicht stehen, sondern formen daraus eine erstrebenswerte Zielsituation, identifizieren mögliche Hindernisse und planen dann die Schritte, die zur Erreichung des Wunsches notwendig sein werden.</p>
<h2>Die 4 Schritte erklärt (W-O-O-P)</h2>
<p>WOOP ist ein Akronym, das die vier Schritte beschreibt, die Dir auf dem Weg zu einer Wunscherfüllung helfen sollen: <b></b></p>
<ul>
<li aria-level="1"><b>W</b>ish = Wunsch</li>
<li aria-level="1"><b>O</b>utcome = Ergebnis</li>
<li aria-level="1"><b>O</b>bstacle = Hindernis</li>
<li aria-level="1"><b>P</b>lan = Plan</li>
</ul>
<h3>Schritt 1: W für Wunsch (wish)</h3>
<p>Im ersten Schritt formulierst Du den Wunsch, den Du gerne erreichen möchtest. Dabei ist es wichtig, einen tatsächlich <b>erreichbaren Wunsch</b> zu wählen. Ich meine damit nicht “stapel tief, studieren kannst du mit Ende 40 eh vergessen” (was nicht stimmt), sondern eher ganz neutrale Kriterien wie etwa “Ab einem Alter von 30 Jahren werde ich nicht mehr in die Ausbildung zur Astronautin zugelassen &#8211; dieser Berufswunsch ist daher für micht nicht möglich”.</p>
<p>In letzterem Fall könntest Du Dir aber vielleicht überlegen, was Dich am Beruf der Astronautin fasziniert und daraus einen anderen <b>Wunsch ableiten</b>. Das könnte etwa “ich möchte mich wissenschaftlich mit dem Weltall befassen” sein.</p>
<p>Für das erste Mal empfehle ich Dir, zu Übungszwecken mit einem kleineren Wunsch zu beginnen. Ich denke dabei an die Größenordnung von “Ich möchte ein Buch zu Ende lesen” oder “Ich möchte ein wichtiges Gespräch führen”.</p>
<p><i>Formuliere Deinen Wunsch und schreibe ihn am besten auf ein Blatt Papier.</i></p>
<h3>Schritt 2: O für Ergebnis (objective)</h3>
<p>Im zweiten Schritt stellst Du Dir nun vor, <b>wie es im besten Fall sein wird</b>, wenn Du Deinen Wunsch erfüllt hast. Du hast das wichtige Gespräch geführt oder das Buch beendet &#8211; wie geht es dir damit? Schließe an dieser Stelle gerne die Augen und begib Dich so gut wie möglich mit allen Deinen Sinnen in die Situation. Stell Dir dazu die folgenden Fragen (und ignoriere die, die Dir nicht passend erscheinen oder sich nicht gut anfühlen):</p>
<ul>
<li aria-level="1">Kannst Du Dich vor Deinem inneren Auge sehen? Wie fühlst Du Dich in diesem Moment?</li>
<li aria-level="1">Was hat sich für Dein Leben geändert?</li>
<li aria-level="1">Wie verhalten sich Deine liebsten Menschen um Dich herum?</li>
<li aria-level="1">Was denkst Du über Dich in diesem Moment?</li>
</ul>
<p><i>Schwelge ruhig für einen Moment in den guten Gefühlen und stell Dir alle Details vor, die Dir einfallen. Anschließend kommst Du wieder in die Gegenwart und machst Dir Notizen zu Deinem Ergebnis.</i></p>
<h3>Schritt 3: O für Hindernis (obstacle)</h3>
<p>Mit der schönen Vision vor Augen widmen wir uns im dritten Schritt <b>möglichen Problemen und Hindernissen</b>, die Dir auf dem Weg zu Deinem Wunsch begegnen können. Hierbei geht es weniger um Ereignisse von außen (wir wollen an dieser Stelle nicht in einen &#8222;Was wäre, wenn alles schlimm wird”-Modus verfallen), sondern vielmehr um <b>innere Hürden</b>.</p>
<p>Die Frage ist: Was hat Dich bisher daran gehindert, Dein Ziel zu erreichen? Ist es Angst vor Konfrontationen oder Versagensangst? Hast Du verinnerlicht, dass Du Dein Ziel nicht verdient hättest?</p>
<p>Dieser Schritt kann die meiste Zeit in Anspruch nehmen. Wenn Du noch nicht viel Erfahrung mit Deinen internalisierten Glaubenssätzen und dem Ursprung von Unsicherheiten und Änsten hast, kann ein <a href="https://jannikestoehr.com/coaching/">professionelles Coaching</a> Dir möglicherweise weiterhelfen.</p>
<p><i>Nimm Dir Zeit, Deine Hürden kennenzulernen und schreib Dir auch diese mit auf Dein Blatt Papier.</i></p>
<h3>Schritt 4: P für Plan (plan)</h3>
<p>Nun kommen wir zum letzten Schritt: Basierend auf Deinem Ziel und den möglichen Hindernissen, kannst du nun einen Plan fassen. Welche Schritte sind notwendig und womit kannst Du anfangen? Gibt es Menschen, die Du um Hilfe bitten kannst? Gibt es etwas, an dem Du arbeiten solltest, bevor Du bereit bist, die ersten Schritte zu gehen?</p>
<p><i>Schreib Dir Deine Pläne auf und berückstichtige dabei auch Deine Hindernisse (“Wenn mir dies passiert, möchte ich so reagieren.”).</i></p>
<h2>Fazit &#8211; erreichbare Ziele werden mit der WOOP Methode greifbar</h2>
<p>Die <a href="https://zeitzuleben.de/woop-methode/">WOOP-Methode</a> ist aus heutiger Sicht nicht mehr neu und innovativ. Sie wurde in weiten Teilen vom Modell der “SMART”-Ziele abgelöst und weist viele Überschneidungen auf. Dennoch besticht WOOP mit ihrer <b>Einfachheit</b> und bietet damit eine sehr gute Grundlage, um Visionen und Ziele für sich selbst in erreichbare Schritte zu teilen und ihnen damit in schnellen Schritten näherzukommen.</p>
<p><b>Viel Erfolg bei Deinem nächsten Ziel! </b></p>
<blockquote><p>PS: Wenn Du alleine nicht mehr weiterkommst und Dir ein erfüllenderes Berufsleben wünschst, schau gerne in meinem <a href="https://jannikestoehr.com/online-kurs/">nächsten Kurs</a> vorbei oder abonnier meinen <a href="https://jannikestoehr.com/podcast/">Podcast mit Themen rund ums Thema “erfülltes Arbeitsleben”</a>.</p></blockquote>
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			</item>
		<item>
		<title>Big Five der Persönlichkeit &#8211; wie kann der Test Dir helfen?</title>
		<link>https://jannikestoehr.com/big-five-persoenlichkeit/</link>
					<comments>https://jannikestoehr.com/big-five-persoenlichkeit/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jannike Stöhr]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Nov 2022 12:04:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Modell der “Big Five” stammt aus der Persönlichkeitspsychologie und kategorisiert Menschen in fünf Hauptanteile ihrer Persönlichkeit. Im Englischen wird es auch als das OCEAN-Modell bezeichnet, was für die englisch-sprechenden Menschen unter uns eine gute Merkhilfe für die fünf Persönlichkeitsdimensionen ist: Openness: Offenheit für Erfahrungen / Aufgeschlossenheit Conscientiousness: Gewissenhaftigkeit / Perfektionismus Extraversion: Geselligkeit / Extravertiertheit [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Modell der “Big Five” stammt aus der Persönlichkeitspsychologie und kategorisiert Menschen in fünf Hauptanteile ihrer Persönlichkeit. Im Englischen wird es auch als das OCEAN-Modell bezeichnet, was für die englisch-sprechenden Menschen unter uns eine gute Merkhilfe für die fünf Persönlichkeitsdimensionen ist:</p>
<ul>
<li aria-level="1"><b><i>O</i></b><i>penness</i>: Offenheit für Erfahrungen / Aufgeschlossenheit</li>
<li aria-level="1"><b><i>C</i></b><i>onscientiousness</i>: Gewissenhaftigkeit / Perfektionismus</li>
<li aria-level="1"><b><i>E</i></b><i>xtraversion: </i>Geselligkeit / Extravertiertheit</li>
<li aria-level="1"><b><i>A</i></b><i>greeableness: </i>Rücksichtnahme / Kooperationsbereitschaft</li>
<li aria-level="1"><b><i>N</i></b><i>euroticism: </i>emotionale Labilität / Verletzlichkeit</li>
</ul>
<p>Die Big Five haben eine lange Geschichte der Weiterentwicklung und Anpassung hinter sich, sodass die Beschreibungen je nach zugezogener Quelle variieren können. Damit sich die Auslegungen ebenfalls unterschiedlich. Für diese Darstellung beziehe ich mich auf Costa und McCrae (<i>P. Borkenau &amp; F. Ostendorf: NEO-Fünf-Faktoren Inventar nach Costa und McCrae (NEO-FFI). Manual (2. Aufl.). Göttingen: Hogrefe, 2008</i>.).</p>
<h2>Die Big Five &#8211; welche Merkmale treffen auf Dich zu?</h2>
<p>Um herauszufinden, welche Merkmale bei Dir schwach oder stark ausgeprägt sind, kommen verschiedene Fragebögen zum Einsatz. Am häufigsten kommt das <b>NEO-PI-R</b> (<a href="https://www.researchgate.net/publication/273432248_NEO-PI-R_NEO-Personlichkeitsinventar_nach_Costa_und_McCrae_Revidierte_Fassung">NEO-Persönlichkeitsinventar, revidierte Fassung</a>) zum Einsatz. Dabei werden 240 Fragen gestellt, die in der Summe eine Gewichtung der fünf Persönlichkeitsmerkmale ausgibt sowie jeweils sechs Facetten der einzelnen Merkmale. <a href="http://www.typentest.de/limesurvey/index.php">Hier geht es zu einem Online-Test.</a></p>
<h3><b>O</b>penness: Offenheit für neue Erfahrungen, Aufgeschlossenheit</h3>
<p>Mit dem Faktor “Offenheit” wird das <strong>Interesse an neuen Erfahrungen und Erlebnissen</strong> sowie das Ausmaß dessen beschrieben.</p>
<p>Wer hohe Offenheitswerte hat, sieht sich als neugierig, oft werden Gefühle sehr deutlich wahrgenommen und sie sind experimentierfreudig. Es fällt ihnen leicht Normen zu hinterfragen und immer wieder neue Werte in Bezug auf soziale, moralische und politische Themen auszubilden.</p>
<p>Menschen mit niedrigen Werten beim Faktor Offenheit dagegen neigen eher zu konservativen Werten und Verhaltensweisen. Sie bleiben lieber in bekannten Gefilden und nehmen ihre Emotionen gleichbleibender und teilweise gedämpft wahr.</p>
<h3><b>C</b>onscientiousness: Gewissenhaftigkeit, Perfektionismus</h3>
<p>Bei der “Gewissenhaftigkeit” wird der Grad an <strong>Selbstkontrolle und Zielstrebigkeit</strong> gemessen.</p>
<p>Personen mit hohen Werten handeln in der Regel sehr organisiert, planen genau und versuchen Aufgaben so effektiv wie möglich zu erledigen. Sie werden als sehr zuverlässig wahrgenommen und übernehmen Verantwortung.</p>
<p>Wer niedrige Gewissenhaftswerte aufweist, handelt weniger sorgfältig und schätzt Spontanität. Sie neigen zur Ungenauigkeit in der Ausführung.</p>
<h3><b>E</b>xtraversion: Geselligkeit, Begeisterungsfähigkeit</h3>
<p>Bei der Extraversion wird das zwischenmenschliche Verhalten beleuchtet. Dabei steht die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Introversion_und_Extraversion">Extraversion im Kontrast zur Introversion</a>.</p>
<p>Extravertierte Menschen sind sehr <strong>gesellig und aktiv</strong>. Sie orientieren sich vorwiegend an anderen Personen, sind gesprächig und darüber hinaus empfänglich für Anregungen von anderen Menschen in ihrem Umfeld.</p>
<p>Introvertierte Personen sind eher zurückhaltend im sozialen Miteinander. Sie sind gerne unabhängig und können einen großen Teil ihrer Zeit gerne alleine verbringen. Introvertierte Menschen können ebenfalls aktiv sein, leben das dann jedoch häufig alleine aus und weniger in der Gesellschaft mit Gleichgesinnten.</p>
<h3><b>A</b>greeableness: Verträglichkeit</h3>
<p>Genau wie bei der Extraversion geht es bei der Verträglichkeit ebenfalls um den Umgang und das Miteinander mit anderen Menschen.</p>
<p>Wer hohe Verträglichkeitswerte hat, ist häufig für Selbstlosigkeit und Altruismus bekannt. Anderen Menschen wird mit viel <strong>Mitgefühl und Wohlwollen</strong> begegnet und Vertrauen fällt ihnen leicht. Wenn es zu Meinungsverschiedenheiten kommt, geben sie oft nach oder suchen einen Kompromiss.</p>
<p>Niedrige Verträglichkeitswerte sind misstrauischer und verhalten sich eher wettbewerbsorientiert als kooperativ. Sie gehen gerne in Konflikte und scheuen sich nicht vor Konfrontationen.</p>
<h3><b>N</b>euroticism: Neurotizismus, Verletzlichkeit</h3>
<p>Der Faktor “Neurotizismus” zeigt das Erleben negativer Emotionen auf und wird manchmal auch als <strong>emotionale Labilität</strong> bezeichnet.</p>
<p>Menschen mit einem hohen Neurotizismuswert erleben sich in vielen Situationen ängstlich, nervös oder angespannt. Sie erleben häufig Momente der Unsicherheit und werden verlegen. Einmal ausgelöst bleiben die Emotionen teilweise lange präsent, sodass sie dazu tendieren sich mehr Sorgen zu machen und in stressigen Situationen überzureagieren.</p>
<p>Wer niedrige Werte aufweist, ist eher in sich ruhend, stabil und erlebt seltener Gefühle von Unsicherheit und Verletzlichkeit.</p>
<h2>Sind meine Big Five für mein Arbeitsleben gut oder schlecht?</h2>
<p>Wie so viele Persönlichkeitstests, können auch die Big Five helfen, die eigenen <strong>Stärken und Veranlagungen besser zu verstehen</strong>. Wichtig ist dabei zu sagen, dass die Skala wertneutral zu verstehen ist &#8211; ein niedriger Wert ist nicht unbedingt besser oder schlechter als ein hoher Wert, sondern als Orientierungspunkt zu verstehen.</p>
<p>Wenn Deine Arbeit Dich stark auslaugt, obwohl Du Deine Firma und das Miteinander schätzt, könnte es sein, dass Dein Job “einfach” nicht zu Dir passt und nicht Deinen Anlagen entspricht. Beispielsweise kann eine Anstellung in der Kundenbetreuung einer wunderbaren Firma noch so schön sein; wenn sie von einer introvertierten Person besetzt ist, wird sie damit vermutlich nicht auf Dauer glücklich werden.</p>
<p>Ein besonderes Augenmerk möchte ich auf den Wert <b>Verträglichkeit</b> legen. Im ersten Moment würden wir vermutlich besonders hohe Werte als sympathisch und “gut” bewerten. Aber gerade als weiblich sozialisierte Person ist es mir wichtig, dass eine hohe Verträglichkeit eben auch oft das Überschreiten eigener Grenzen beinhaltet. Darüber hinaus wird es in unserer aktuellen Gesellschaft nicht belohnt, sich immer zurückzunehmen. Viele Menschen lernen daher sogar gezielt weniger verträglich zu sein und sich auch einmal kompetitiv zu verhalten.</p>
<h3>Einmal neurotisch, immer neurotisch? Wir können unsere Eigenschaften verändern</h3>
<p>In verschiedenen Studien wurde erwiesen, dass ein gewisser Prozentsatz der Eigenschaften erblich ist. Der Anteil liegt dabei je nach Studie und Persönlichkeitsfaktor bei etwa 45-55%. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass unsere Erfahrungen und Umwelt einen ebenso großen Einfluss auf unser Abschneiden bei den Big Five haben.</p>
<p>Ich habe es bereits weiter oben angedeutet: in Coachings und Therapien werden häufig Strategien erarbeitet, <strong>Glaubenssätze verändert und das eigene Selbst durch Reflektion und neue Betrachtungen verändert</strong>. Dabei ist nicht selten sogar eine Änderung in den Persönlichkeitswerten ein erklärtes Ziel: “Ich möchte gelassener in Konfliktsituaionen bleiben können.” oder auch “Ich wünsche mir mehr geistige Flexibilität und möchte mich mehr trauen.” sowie “Ich möchte mich in meinem Job durchsetzen lernen und nicht mehr übersehen werden.”.</p>
<p>Dass wir unsere Persönlichkeitsmerkmale bewusst (in einem gewissen Rahmen) verändern können, lässt bereits vermuten, dass diese sich auch unbewusst verändern können. Tatsächlich nehmen mit <strong>steigendem Lebensalter die Kontrolliertheit und Resilienz</strong> immer weiter zu. Dies kann positiv und erwünscht sein, aber auch zu Unzufriedenheit führen.</p>
<h2>Kritik an den Big Five: was sagt mir das Ergebnis überhaupt?</h2>
<p>Das Modell der Big Five ist sehr gut untersucht und mit vielen Studien belegt. Einschränkend muss jedoch angebracht werden, was auf alle Persönlichkeitstests zutrifft:</p>
<ol>
<li aria-level="1"><b>Die Tests beruhen in der Regel auf Selbsteinschätzung</b><br />
Wir müssen im Kopf behalten, dass wir uns bei den Big Five ebenso wie bei anderen Persönlichkeitstests selbst beurteilen. Wir haben jedoch in der Regel erst mit viel Übung einen realistischen Blick auf uns und dieser wird auch dann keine wissenschaftlich messbare Wahrheit sein. Der eigene Blick wird natürlich bei guten Fragebögen berücksichtigt, man sollte sich dennoch der Einschränkung bewusst sein.</li>
<li aria-level="1"><b>Persönlichkeiten sind so individuell wie jede einzelne Person</b><br />
Modelle sind eben das: eine Möglichkeit Annäherungen an das eigene Selbst zu finden. Sie können aber (egal wie ausführlich sie werden) niemals eine vollumfängliche Einschätzung einer Persönlichkeit abbilden. So interessant daher die Kategorisierung des Selbst ist, so vorsichtig sollten wir mit einer absoluten Identifikation mit den Ergebnissen sein.</li>
</ol>
<p>Bei der Bewertung des eigenen Ergebnisses sollten wir diese Punkte im Kopf haben. Dann bieten die Gewichtungen der Persönlichkeitsanteile jedoch einen sehr guten Startpunkt für Dialoge mit sich selbst, für Veränderungen sowie eine größere Empathie für die eigenen Wesenszüge.</p>
<h2>Fazit: eine tolle Unterstützung, aber nicht zu statisch sehen!</h2>
<p>Die Big Five sind eine gute Grundlage, um sich und die eigenen Stärken besser kennenzulernen. Sieh es dennoch als einen Richtwert und versuche Dich nicht zu sehr mit den Ergebnissen zu identifizieren. Und behalte im Kopf: die Ausprägung der Ergebnisse kannst Du mit <a href="https://jannikestoehr.com/coaching/">Coachings</a> und Arbeit an Dir selbst in eine andere Richtung bewegen.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Hochstapler-Syndrom: So erkennst und überwindest du es</title>
		<link>https://jannikestoehr.com/hochstapler-syndrom/</link>
					<comments>https://jannikestoehr.com/hochstapler-syndrom/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jannike Stöhr]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Nov 2022 13:58:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast "Kopf • Herz • Erfolg"]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>“Hoffentlich merken die anderen nicht, dass ich gar nicht so gut bin, wie sie glauben.” Hast du diesen oder ähnliche Sätze schon einmal gedacht? Es gibt sicher für jeden Menschen Situationen, in denen wir die eigenen Fähigkeiten hinterfragen und uns weniger zutrauen, als wir eigentlich leisten können. Bei manchen Menschen treten diese Situationen allerdings sehr [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://jannikestoehr.com/hochstapler-syndrom/">Hochstapler-Syndrom: So erkennst und überwindest du es</a> erschien zuerst auf <a href="https://jannikestoehr.com">Jannike Stöhr</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>“Hoffentlich merken die anderen nicht, dass ich gar nicht so gut bin, wie sie glauben.” Hast du diesen oder ähnliche Sätze schon einmal gedacht? Es gibt sicher für jeden Menschen Situationen, in denen wir die eigenen Fähigkeiten hinterfragen und uns weniger zutrauen, als wir eigentlich leisten können.</p>
<p>Bei manchen Menschen treten diese Situationen allerdings sehr häufig aus und gehören fest zu ihrem Alltag dazu &#8211; selbst dann, wenn sie Tätigkeiten nachgehen, die sie objektiv betrachtet überdurchschnittlich gut können oder für die sie hervorragend qualifiziert sind.</p>
<p>Aufgrund unserer Gesellschaftsstruktur und der Sozialisation sind vor allem Frauen vom sogenannten &#8222;Imposter-Syndrom&#8220; betroffen. Sie führen Erfolge seltener auf sich selbst und ihre Arbeit zurück, sondern viel mehr auf Glück oder Zufall.</p>
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<h2><b>Woher kommt das Gefühl der Unzulänglichkeit beim Hochstapler-Syndrom?</b></h2>
<p>Die meisten Forschungsarbeiten, die sich mit den Ursachen des Hochstapler-Syndroms auseinandersetzen, konzentrieren sich auf die konkreten Umstände eines Individuums. Dabei wird das Phänomen auf den persönlichen Selbstwert zurückgeführt und als individuelle Folge dessen betrachtet. Wer einen <b>geringeren Selbstwert</b> hat, wird eher dazu neigen wenig Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu haben und sich damit tendenziell häufiger wie ein*e Hochstapler*in fühlen.</p>
<p>Wer den Ursprung jedoch wirklich ergründen möchte, muss einen Schritt zurücktreten und sich unsere <b>Gesellschaft</b> als Ganzes ansehen. Dass überwiegend <b>Frauen sowie Angehörige marginalisierter Gruppen</b> betroffen sind (Feenstra et al), ist weder ein Zufall noch auf eine biologische Tatsache zurückzuführen, sondern lässt sich auf die Rolle der Frau in unserer nach wie vor patriarchal geprägten Gesellschaft zurückführen.</p>
<h3><b>Prägung in der Kindheit &#8211; der Einfluss von Gender, Rassifizierung und Diskriminierung</b></h3>
<p>Bereits in der Kindheit und Jugend wird der Grundstein dafür gelegt, in welchen Bereichen ein Mensch sich sicher und selbstbewusst fühlt und wie die eigenen Fähigkeiten artikuliert werden dürfen und sollen. Aller Aufgeklärtheit zum Trotz werden Mädchen nach wie vor hauptsächlich Spiele aus dem Bereich des <b>Care-Takings</b> präsentiert (Puppen, “Mama spielen” mit kleinen Küchen, Tragetaschen und Kinderwagen, Spiel mit Tieren, die umsorgt werden), während Jungen überproportional mit kompetitiven, <b>kämpferischen und lauteren Spielen</b> unterhalten werden.</p>
<p>Das Thema ist groß, sodass ich es nur auf der Oberfläche anschneiden kann. Dennoch wird vermutlich in dieser Betrachtung schon deutlich, dass unsere Arbeitskultur in vielen Bereichen die Menschen belohnt, die lauter, von sich überzeugt, kompetitiv und mit Fokus auf das eigene Vorankommen agieren. Diese Eigenschaften werden männlich sozialisierten Menschen in deutlich höherem Maße vermittelt und von außen zugeschrieben. Neben dem Geschlecht werden auch rassifizierende Merkmale für die Zuschreibung von Kompetenzen und Eigenschaften verwendet, was Schwarze Menschen oder POC ebenfalls mit mehr Widerständen konfrontiert. Je mehr <b>Diskriminierungserfahrungen</b> gemacht werden, desto schwieriger ist es, am Glauben an die eigenen Kompetenzen festzuhalten.</p>
<h3><b>Die Geschichte des Hochstapler-Syndroms &#8211; es ist gar nicht so neu!</b></h3>
<p>Schon 1978 veröffentlicht Dr. Pauline R. Clance und Dr. Suzanne A. Imes ein Buch, in dem sie sich mit beruflich erfolgreichen Frauen beschäftigen. Die meisten dieser Frauen führen schon hier ihre Erfolge auf <b>Glück und Zufälle</b> zurück. Ein deutliches Zeichen dafür, dass das Phänomen nicht neu ist, sondern tief verankert ist.</p>
<p>Dr. Pauline Rose Clance beschäftigt sich weiter mit dem Hochstapler-Syndrom und veröffentlichte in den 1980er Jahren eine besonders <a href="https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fpsyg.2019.00671/full" target="_blank" rel="noopener">entwickelte Skala</a>, nach der sich die verschiedenen Stufen des Imposter-Syndroms einteilen lassen. Die <b>Clance Imposter Phenomenon Scale (CIP)</b> unterteilt das Syndrom in 6 unterschiedliche Stufen.</p>
<ol>
<li aria-level="1">Hochstapler Zyklus</li>
<li aria-level="1">Bedürfnis, etwas Besonderes oder am besten zu sein</li>
<li aria-level="1">Charakteristika von Superman oder Superwoman</li>
<li aria-level="1">Angst vor Misserfolgen</li>
<li aria-level="1">Abstreiten von Fähigkeiten oder Abwerten von Lob</li>
<li aria-level="1">Angst- und Schuldgefühle aufgrund von Erfolgen</li>
</ol>
<p>Mithilfe eines Fragebogens der CIP kann ermittelt werden, ob nach diesen Kriterien ein Imposter-Syndrom vorliegt. Dieser kann z.B. <a href="http://impostortest.nickol.as/" target="_blank" rel="noopener">hier</a> gemacht werden.</p>
<h2><b>Wie sich das Hochstapler-Syndrom äußert &#8211; findest Du Dich darin wieder? </b></h2>
<p>Vielleicht hast Du nach den bisherigen Ausführungen schon eine Ahnung, ob Du Dich als  vom Hochstapler-Syndrom betroffen einschätzen würdest oder eher nicht. Eventuell hattest Du auch im Vorfeld bereits davon gehört und Dir ein Bild machen können.</p>
<p>Damit Du Dich Deinen Ängsten stellen und Dein Selbstwert stärken kannst, solltest Du zunächst erkennen können, ob und in welchem Ausmaß Du Deine Fähigkeiten unterschätzt und Deine Erfolge nicht auf Dich selbst zurückführst. Daher hier eine Liste an möglichen Symptomen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):</p>
<ul>
<li aria-level="1">Du hast das Gefühl, nur wenn Du absolut <b>perfekte Arbeit</b> leistest, kann Deine Arbeit zufriedenstellend sein.</li>
<li aria-level="1">Du hast das Gefühl, dass Deine Erfolge nicht Deinen Fähigkeiten geschuldet sind, sondern sich auf <b>glückliche Umstände</b> oder andere Personen zurückführen lassen.</li>
<li aria-level="1">Du zweifelst an Dir selbst und stellst höhere Ansprüche an Dich selbst als an andere.</li>
<li aria-level="1">Du stellst Dich selbst, Deine Gesundheit und Dein Wohlbefinden hinten an, um noch mehr arbeiten und leisten zu können.</li>
<li aria-level="1">Du gibst Dich nach außen stärker, als Du Dich eigentlich fühlst.</li>
<li aria-level="1">Du hast oft das Gefühl, nur<b> so zu tun, als</b> wüsstest Du, was Du tust &#8211; auch bei Dingen, in denen Du bereits Routine hast und Erfolge erzielt hast.</li>
<li aria-level="1">Du hältst Abstand von Kolleg*innen, da Du Angst hast, es könnte jemand herausfinden, dass Du Deinem Job nicht gewachsen bist.</li>
<li aria-level="1">Das Gefühl und die Angst, jemand könnte herausfinden, dass Deine Kompetenz nicht die ist, die Dir von außen zugeschrieben wird, ist allgegenwärtig.</li>
<li aria-level="1"><b>Lob macht Dir Angst</b>, denn so steigen die Erwartungen, die andere an Dich stellen.</li>
<li aria-level="1">Schlechte Leistungen überwiegen in Deiner Erinnerung und stellen die guten Leistungen in den Schatten.</li>
<li aria-level="1">Deine psychische Gesundheit beginnt unter den oben genannten Symptomen zu leiden.</li>
</ul>
<p>All diese Gefühle deuten darauf hin, dass du unter dem Hochstapler-Syndrom leiden könntest. Da es sich dabei nicht um eine offizielle Diagnose handelt, sondern um einen beschreibenden Begriff für ein beobachtetes Phänomen, gibt es hier keine scharfe Grenze. Vielmehr sollen die Punkte der Orientierung dienen, um sich daraufhin mit Maßnahmen zur <b>Verbesserung des eigenen Wohlbefindens</b> zu beschäftigen.</p>
<h3><b>Psychische Erkrankungen können Folge oder Ursache des Hochstapler-Syndroms sein</b></h3>
<p>Wie bereits erwähnt handelt es sich beim Hochstapler-Syndrom nicht um eine psychologische Diagnose. Dennoch können einige der aufgelisteten Symptome auch bei manifesten psychischen Erkrankungen auftreten.</p>
<p>So kann etwa eine <b>Depression</b> zu einem temporär stark verminderten Selbstwertgefühl führen. Neben den oben genannten Symptomen würden dann allerdings auch weitere Symptome einer klinischen Depression dazukommen und es sollte eine Psychiaterin oder eine Psychologin aufgesucht werden.</p>
<p>Gleichzeitig können lang anhaltende Gefühle der Unzulänglichkeit und der Angst entlarvt zu werden, mit der Zeit etwa zu einer <b>Erschöpfungsdepression</b> (Burnout) führen. Auch hier sollte frühzeitig auf professionelle Unterstützung zurückgegriffen werden.</p>
<h2><b>Was können Unternehmen und Arbeitgeber*innen tun?</b></h2>
<p>Die Auswirkungen des Hochstapler-Syndroms können für Unternehmen gravierend sein. Die Anzahl der von Burnout Betroffenen kann ansteigen. Mitarbeitende, die unter dem Syndrom leiden, können ihr volles Potenzial nicht ausschöpfen und bleiben damit in ihren Fähigkeiten und ihrem Beitrag für die Firma hinter ihren Möglichkeiten zurück.</p>
<p>Erschwerend kommt hinzu, dass betroffene Personen in der Regel nicht offen über ihre Situation reden oder sich gar an ihre Vorgesetzte wenden. Daher ist es wichtig, eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich Menschen öffnen und sich sicher fühlen können. Folgende Maßnahmen können dabei helfen.</p>
<h3><b>Klare Ziele und Erwartungen formulieren</b></h3>
<p>Schon, wenn ein*e neue*r Mitarbeiter*in dazukommt, ist es wichtig, sich im Team zusammenzusetzen und ganz klare Ziele zu formulieren. Hierbei geht es sowohl um die Ziele des Mitarbeitenden als auch um die Erwartungen des Teams an das neue Mitglied. Wichtig ist hierbei eine Kommunikation auf Augenhöhe, die es ermöglicht, in regelmäßigen Abständen <a href="https://jannikestoehr.com/growth-mindset-stetige-entwicklung-mehr-erfolg-durch-lebenslanges-lernen/">neu zu evaluieren und Ziele anzupassen</a>.</p>
<p><b>Kommunikationskanäle öffnen und regeln</b></p>
<p>Die Wege der Kommunikation müssen klargestellt und vermittelt werden. Das bietet Sicherheit. Ein direkter Kommunikationspartner für neue Teammitglieder ist sinnvoll, um Sicherheit zu gewinnen und einen konstanten Austausch mit wenigen Hürden  zu ermöglichen. Neben arbeitsbezogener Kommunikation ist auch das Aufzeigen und Öffnen von Räumen wichtig, die einen “Plausch an der Kaffeemaschine” ermöglichen und unterstützen. Durch entspannte Möglichkeiten zum Austausch werden Beziehungen geschlossen, die eine vertrauensvolle Atmosphäre unterstützen und den Menschen als Individuum wahrnehmbar machen..</p>
<h3><b>Weiterentwicklung unterstützen und fördern</b></h3>
<p>Interessen an beruflichen Weiterbildungen sollten, soweit es möglich ist, unterstützt  werden. Durch die Förderung eigener Interessen und Ziele erhöht sich die wahrgenommene Wertschätzung innerhalb des Unternehmens und die individuellen Kompetenzen werden gestärkt.</p>
<h3><b>Eine gute Feedbackkultur</b></h3>
<p>Feedback ist wichtig, dabei sollte sowohl konstruktives als auch positives Feedback immer wieder und regelmäßig gegeben werden. Das hilft dabei, den Selbstwert der Kollegen zu fördern und ein besseres Gefühl für die eigenen Leistungen zu bekommen. Die Motivation wird zudem ebenfalls deutlich erhöht, wenn gute Leistungen hervorgehoben und honoriert werden.</p>
<h2><b>Was kannst Du als Betroffene*r des Hochstapler-Syndroms selbst tun?</b></h2>
<p>Das Hochstapler-Syndrom setzt sich für jeden aus sehr unterschiedlichen Komponenten zusammen, die auf den eigenen Erfahrungen und Prägungen beruhen. Solltest Du das Gefühl haben, dass dich das Syndrom sehr stark in Deiner Lebensqualität einschränkt, empfehle ich Dir ein Termin bei einem Coach oder die Suche nach einem Therapieplatz.</p>
<p>Ein paar Stichworte, die als Hilfestellung dienen können:</p>
<ul>
<li aria-level="1">Rufe Dir immer wieder Erfolge ins Gedächtnis und mache Dir Deinen eigenen Anteil daran bewusst. Führe zum Beispiel ein <b>Erfolgstagebuch</b>, um Deine täglichen kleinen und großen Erfolge zu würdigen.</li>
<li aria-level="1">Fange an, persönliche <b>Meilensteine zu feiern</b> und nicht einfach erleichtert abzuhaken. Zeige Dir selbst Wertschätzung für Deine Erfolge, stoße darauf an oder veranstalte eine kleine Party &#8211; ganz wie es Dir gut tut.</li>
<li aria-level="1">Verdränge Deine Gefühle nicht, sondern nimm sie wahr und erkenne sie an. Sollte es zu überfordernd sein, suche Dir dafür Unterstützung.</li>
<li aria-level="1">Sprich mit einer vertrauten Person über Deine Gefühle. Du wirst sehen, dass Du nicht alleine bist und es vermutlich mehr Menschen so geht wie Dir.</li>
<li aria-level="1">Ein Begleiter im Unternehmen als <b>aktiver Mentor</b> kann vieles erleichtern. Wenn Deine Unternehmenskultur es zulässt, kannst Du Dir auch ganz offen positives Feedback wünschen. Das könnte zum Beispiel so klingen: “Ich bin mir manchmal unsicher, ob meine Ergebnisse so sind wie erwartet, darum würde ich mich über positive Resonanz nach gelungener Arbeit sehr freuen. Das gibt mir Sicherheit und motiviert mich für die Zukunft.”</li>
<li aria-level="1"><b>Vergleiche Dich nicht</b> mit deinen Kolleg*innen, sondern akzeptiere, dass jeder andere Stärken hat. Tausche Dich stattdessen mit ihnen aus, lerne von ihnen und Du wirst sehen, dass auch sie etwas von Dir lernen können.</li>
<li aria-level="1"><b>Reflektiere Dich selbst</b> und erkenne an, wenn Du merkst, dass Du unter dem Hochstapler-Syndrom leidest. So kannst du den ersten Schritt aus der Spirale nehmen und Schritt für Schritt selbstbewusster werden.</li>
</ul>
<blockquote><p>Übrigens: Falls Du am Ende deiner Überlegungen merkst, dass Du in Deinem jetzigen Beruf einfach nicht am richtigen Platz bist &#8211; entweder aufgrund des konkreten Arbeitgebers oder weil Du Dich auch inhaltlich verändern möchtest: Schau Dich doch mal in meinem <a href="https://jannikestoehr.com/online-kurs/">Onlinekurs</a> um!</p></blockquote>
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		<title>Kognitive Dissonanz &#8211; wie sie im Job entsteht und was du aus ihr lernen kannst</title>
		<link>https://jannikestoehr.com/kognitive-dissonanz/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jannike Stöhr]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Aug 2022 12:25:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kognitive Dissonanz &#8211; wie sie im Job entsteht und was du aus ihr lernen kannst Warst du schon einmal in der Situation, dass deine Gedanken und Gefühle nicht mit deinen Handlungen übereinstimmen? Dass du eine Unstimmigkeit in deinem Leben bemerkt hast, die du unbedingt auflösen wolltest? Dann hast du das Phänomen der kognitiven Dissonanz bereits [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h1><b>Kognitive Dissonanz &#8211; wie sie im Job entsteht und was du aus ihr lernen kannst</b></h1>
<p>Warst du schon einmal in der Situation, dass deine <b>Gedanken und Gefühle nicht mit deinen Handlungen übereinstimmen</b>? Dass du eine Unstimmigkeit in deinem Leben bemerkt hast, die du unbedingt auflösen wolltest? Dann hast du das Phänomen der <b>kognitiven Dissonanz</b> bereits am eigenen Leib erfahren.</p>
<p>Um aus der Passivität in die Handlungsfähigkeit zu kommen, ist es hilfreich, sich der inneren Widersprüche und ihrer Ursachen bewusst zu sein. Auf dieser Erkenntnis aufbauend kann dann gezielt an den verschiedenen Anteilen gearbeitet werden, die in (scheinbarem) Gegensatz zueinander stehen.</p>
<h2><b>Definition der kognitiven Dissonanz: das Gegenteil von Konsistenz</b></h2>
<p>Grundsätzlich streben die meisten Menschen danach, ihre <b>Einstellungen</b>, Gedanken und das eigene Weltbild in Einklang zu bringen mit <b>Verhalten</b> und <b>Emotionen</b>. Wenn alles zueinander passt und von den gleichen Werten geprägt ist, zeigt sich das in einer ruhigen und stimmigen Gefühlslage.</p>
<p>Gibt es ein Gefühl, eine Art zu handeln oder Gedanken, die in Kontrast stehen, kann es zu innerer Unruhe und einem Gefühl von Unentschlossenheit kommen. Es handelt sich dann um eine kognitive Dissonanz.</p>
<p>Unbewusst oder bewusst tun wir nun vieles, um diese Dissonanz abzubauen. Wer sich den eigenen Widersprüchen nicht stellt, wird dabei vermutlich verstärkt dazu neigen sich Ausreden und Erklärungen zurechtzulegen, die zumindest an der Oberfläche wieder eine Harmonie herstellen, ohne etwas an der Ursache zu verändern.</p>
<h2><b>Kognitive Dissonanz: Zwei Beispiele, die viele kennen</b></h2>
<h3><b>Der Raucher: Gewohnheiten, deren Änderung die Gesundheit stärken</b></h3>
<p><i>Dem Beispiel möchte ich voranstellen, dass wir beim Rauchen neben einer kognitiven Dissonanz auch mit einer körperlichen und psychischen Abhängigkeit zu tun haben, was die Situation natürlich zusätzlich schwierig macht.</i></p>
<p>Stell dir vor du wärst ein starker Raucher oder eine starke Raucherin. Durch die Warnungen auf den Zigarettenpackungen, aber auch durch Aufklärungskampagnen und deine Freund*innen oder die Familie weißt du genau, dass Rauchen nicht gut ist. Es ist teuer, es ist gesundheitsschädlich und die Kleidung riecht oft unangenehm.</p>
<p>All das stört dich, denn du hast vor, ein langes und <b>gesundes Leben</b> zu führen sowie etwas mehr <b>Geld</b> zur Seite zu legen, um dir einen schönen Urlaub leisten zu können. Obendrein kannst du Zigarettenrauch-<b>Geruch</b> nicht leiden.</p>
<p>Diese drei Faktoren stimmen also nicht mit deiner Einstellung bzw. deinem Weltbild überein. Du befindest dich also mitten in einer kognitiven Dissonanz. Was passiert nun?</p>
<p>Im Idealfall erkennst du die Dissonanz ganz bewusst und beschließt, mit dem Rauchen aufzuhören. Das ziehst du durch, vielleicht mit Unterstützung im Außen, und kommst so zurück zu einer <b>kognitiven Konsistenz</b>.</p>
<p>Häufig kommt es dagegen aber zu einem anderen Phänomen: viele Menschen mit Süchten finden sich entweder mit ihrem Schicksal ab (“Ich bin eben süchtig, da kann ich nichts gegen machen”) oder sie reden sich ein, dass ihre Sucht eigentlich gar nicht so schlimm sei. Hierbei handelt es sich um <b>Schutzmechanismen</b>, die zumindest zeitweise vor dem unangenehmen Gefühl der kognitiven Dissonanz schützen können.</p>
<h3><b>Als Arbeitnehmer*in: unpassende oder wenig erfüllende Arbeitsstellen</b></h3>
<p>Wenn du bemerkst, dass du schon seit langer Zeit keinen beruflichen Sprung mehr nach oben gemacht hast oder dich deine Tätigkeit nicht erfüllt, kann eine ähnliche kognitive Dissonanz entstehen wie auch beim Beispiel des Rauchens.</p>
<p>Im Arbeitskontext kann es sich zum Beispiel um folgende Konflikte handeln:</p>
<ul>
<li aria-level="1">Ich möchte gerne <b>mehr verdienen</b>, glaube aber gleichzeitig nicht daran, dass ich es wert bin.</li>
<li aria-level="1">Mir ist <b>umweltbewusstes Handeln</b> sehr wichtig geworden, aber ich bin immer noch beim Ölkonzern in der PR-Abteilung angestellt.</li>
<li aria-level="1">Ich finde den positiven Umgang mit Menschen sehr wichtig, bleibe aber in einem Team, das mich oder andere nicht <b>wertschätzend</b> behandelt.</li>
</ul>
<p>Die Beispiele habe ich bewusst plakativ und überdeutlich gewählt. Ich bin mir aber sicher, dass sie im Kleinen auch in jedem noch so erfüllenden Arbeitsverhältnis und auch in jeder Selbstständigkeit vorkommen. Frag dich einmal selbst: wo kennst du solche Widersprüche zwischen deinen Wünschen und Gedanken und dem, was du in deiner Arbeit tust?</p>
<h2><b>Ich spüre die kognitive Dissonanz &#8211; was nun?</b></h2>
<p>Begreife das Einsetzen einer <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kognitive_Dissonanz">kognitiven Dissonanz</a> also nicht als Rückschritt, sondern als Chance. Sobald du bemerkst, dass deine Einstellung und die Job-Situation um dich herum nicht zusammenpassen, kannst du entweder deine innere Einstellung oder deine Umgebung ändern<b>. </b>Sicherlich kann das im Arbeitsumfeld ein schwieriger Prozess sein, aber sich diesem zu stellen lohnt sich.</p>
<p>So läuft die Auseinandersetzung mit der eigenen kognitiven Dissonanz im Berufsleben im Idealfall ab:</p>
<ul>
<li aria-level="1"><b>Die kognitive Dissonanz setzt ein. </b>Du fühlst, dass etwas in deinem Leben nicht stimmt, du bist unzufrieden oder innerlich unruhig.</li>
<li aria-level="1"><b>Du wirst dir der kognitiven Dissonanz bewusst </b>und fängst an zu reflektieren. An welchen Stellen bemerkst du die Schere zwischen deinem Inneren und deinem Äußeren? Was sind die Ursachen für die Dissonanz und wie kannst du aus dieser Situation das Beste machen?</li>
<li aria-level="1"><b>Du beseitigst die Dissonanz </b>&#8211; und zwar bewusst und aktiv. Dieser Schritt muss nicht immer radikal sind. Oft hilft es schon die richtige Richtung mit kleinen Veränderungen einzuschlagen. Das kann sogar schon ein mittelfristiger Plan sein, wie du dich auf einen erfüllenden Job zu bewegst. Fange dabei gerne erstmal mit kleinen Schritten an, die dich deinem Ziel näher bringen wie etwa ein Wochenendkurs oder einfach nur eine Notification bei geeigneten Jobangeboten. Alternativ kommt vielleicht auch eine Veränderung im Privaten in Frage, die den Widerspruch erträglicher macht. Hier kommt es sehr auf den speziellen Fall an sowie auf deine berufliche und finanzielle Situation.</li>
<li aria-level="1"><b>Du veränderst nachhaltig etwas in deinem (Berufs-)Leben. </b>Entweder gehst du auf die Suche nach einem neuen Job, du stellst in deinem aktuellen Unternehmen die Weichen für eine Karriere nach deinen Vorstellungen oder du findest einen anderen Ausgleich, der dir ermöglicht deine Gefühle und deine Handlungen in Einklang zu bringen.</li>
</ul>
<h2><b>Fazit: Finde erste Schritte, um deine Dissonanzen aufzulösen</b></h2>
<p>Wir Menschen neigen oft dazu, kognitive Dissonanzen nicht aufzulösen, sondern mit schützenden Glaubenssätzen zu überlagern (wie etwa im Beispiel des Rauchens: “Es ist ja eh nicht zu ändern und auch gar nicht schlimm”). So können wir Entlastung erfahren vom häufig anstrengenden Weg der Selbstreflexion und des (oftmals kleinschrittigen) Weges hin zu einem Einklang von unseren Werten und Gefühlen mit unseren Handlungen.</p>
<p>Gerade in der Arbeitswelt ist das sehr weit verbreitet, was an der Wichtigkeit eines bestehenden Einkommens sowie dem Stellenwert von Erwerbsarbeit in unserer Gesellschaft liegt. Die Angst davor die eigene Situation finanziell zu verschlechtern hindert uns daher häufig vor Maßnahmen, um unsere Arbeit erfüllender zu gestalten.</p>
<p>Wenn du bemerkst, dass deine Einstellungen nicht mit deinem Arbeitsumfeld harmonieren, dein Verhalten im Job nicht mit deinem Weltbild zusammenpasst, dann ist es Zeit, etwas zu ändern und die kognitive Dissonanz aufzulösen. Dabei kannst du auch in kleinen Schritten vorgehen.</p>
<blockquote><p>Solltest du dabei Hilfe benötigen, melde dich sehr gerne für ein <a href="https://jannikestoehr.com/Coaching/">Einzelcoaching</a> oder für mein <a href="https://jannikestoehr.com/online-kurs/">intensives Onlineprogramm</a> hin zu einem erfüllenden Job. Ich freue mich auf dich!</p></blockquote>
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		<title>Innere Kündigung &#8211; woher kommt sie und was nun?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jannike Stöhr]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Jun 2022 10:00:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die innere Kündigung ist ein Phänomen, das nach Angaben der letzten Gallup-Studie rund 5 Millionen Arbeitnehmer*innen in Deutschland aus eigener Erfahrung kennen. Auch wenn die veröffentlichten Zahlen mit Vorsicht zu genießen sind und sicher nicht die gesamte Realität abbilden: sollte es dir genauso gehen, bist du nicht alleine. Wenn du über eine Kündigung nachdenkst, deine [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die innere Kündigung ist ein Phänomen, das nach Angaben der letzten Gallup-Studie rund 5 Millionen Arbeitnehmer*innen in Deutschland aus eigener Erfahrung kennen. Auch wenn die veröffentlichten Zahlen mit Vorsicht zu genießen sind und sicher nicht die gesamte Realität abbilden: sollte es dir genauso gehen, bist du nicht alleine.</p>
<p>Wenn du über eine Kündigung nachdenkst, deine Arbeit keine Freude und Motivation mehr weckt, ist dies ein sicheres Zeichen, dass du etwas verändern solltest.</p>
<h2><b>Definition “Innere Kündigung”: worum geht es hier genau?</b></h2>
<p>Die innere Kündigung ist nicht mit der realen Kündigung der Arbeitsstelle gleichzusetzen. Es handelt sich vielmehr um eine Vorstufe, in der Arbeitnehmer*innen auch über lange Perioden gefangen sein können. Der Zustand schleicht sich in der Regel über einen <b>längeren Zeitraum</b> ein und ist Folge <b>wiederholter negativer Erfahrungen</b>. Dabei kann es sich um fehlende Wertschätzung, mangelhafte Entlohnung oder ein schlechtes soziales Umfeld handeln.</p>
<h3><b>Welche Ursachen können zu einer inneren Kündigung führen?</b></h3>
<p>Wie auch die betroffenen Menschen sind die Ursachen für eine innere Kündigung vielfältig. Allen ist aber eine Sache gemein: Frustration und Unzufriedenheit haben sich eingeschlichen, weil sich bestimmte Erwartungen an Unternehmen und Vorgesetzte nicht erfüllt haben.</p>
<p>Zu den Ursachen gehören:</p>
<ul>
<li aria-level="1">fehlende oder keine Aufstiegsmöglichkeiten</li>
<li aria-level="1">mangelnde Förderung und keine Möglichkeiten zur Weiterbildung</li>
<li aria-level="1">keine Anerkennung der erbrachten Leistungen</li>
<li aria-level="1">ein unangemessenes Gehalt</li>
<li aria-level="1">ein unsicherer Arbeitsplatz</li>
<li aria-level="1">ein destruktives Arbeitsklima</li>
<li aria-level="1">eine unausgewogene Work-Life-Balance</li>
<li aria-level="1">überfordernde oder unterfordernde Tätigkeiten</li>
</ul>
<h3><b>Wie erkennst du eine innere Kündigung bei dir und anderen?</b></h3>
<p>Wer bereits innerlich gekündigt hat, fühlt sich dem eigenen Unternehmen nicht mehr so verbunden wie am Anfang der Tätigkeit. Das Engagement lässt nach. Aus “Dienst nach Vorschrift” wird irgendwann eine Spirale aus Prokrastination, fehlender Kreativität, Gleichgültigkeit und sinkender Produktivität.</p>
<p>Von außen bleibt diese Entwicklung in vielen Fällen länger unsichtbar, sodass Kolleg*innen und Vorgesetzte in der Regel erst (zu) spät davon erfahren. Im Privatleben sieht es dagegen oft anders aus: Gespräche über den unangenehmen Job nehmen zu, bittere Kommentare häufen sich &#8211; doch oft bleiben Handlungen aus, die zu einer Verbesserung führen können.</p>
<h2><b>Du hast innerlich gekündigt: wie geht es jetzt weiter?</b></h2>
<p>Die eigenen Bedürfnisse und die Erwartungen innerhalb eines Arbeitsfeldes passen nicht immer automatisch zusammen. Häufig ist eine aktive Abstimmung nötig, um eine gute Balance zwischen allen Beteiligten zu erreichen. Eine innere Kündigung entsteht häufig dann, wenn genau diese Abstimmung nicht erfolgt ist oder keinen Erfolg bringt. Dies führt zu vielen wahrgenommenen Widerständen im Alltag und irgendwann zu Resignation.</p>
<p>Für nachlassende Motivation musst du dich niemals schämen. Die Frage ist, wie du mit ihr umgehst. Betreibe zunächst <b>Ursachenforschung</b> (vielleicht findest du dich in einer der beispielhaften Ursachen bereits wieder?). Anschließend hast du drei Möglichkeiten:</p>
<ol>
<li aria-level="1"><a href="#neuer-zugang">Finde einen anderen emotionalen Zugang zu deiner Arbeit</a></li>
<li style="text-align: left;" aria-level="1"><a href="#veraenderung">Ändere Aspekte deiner Arbeit, die dich stressen oder blockieren</a></li>
<li aria-level="1"><a href="#jobwechsel">Suche dir einen anderen Job</a></li>
</ol>
<h3 id="neuer-zugang"><b>1. Einen neuen Zugang finden &#8211; manchmal reicht ein Perspektivwechsel</b></h3>
<p>Der erste Schritt sollte immer die Frage sein: “<b>Woher kommen die Gefühle, die ich meiner Arbeit gegenüber habe? Kann ich sie ändern?”</b> Dabei geht es nicht darum, den eigenen Frust, Ärger oder die Resignation einfach herunterzuschlucken und zu versuchen, stattdessen glücklich und liebevoll auf die frustrierende Arbeit zu schauen. Ein furchtbarer Gedanke!</p>
<p>Vielmehr ist es wichtig, den eigenen Blick zu weiten. Schaue aus der Vogelperspektive auf dein Leben:  bist du nur im Job unzufrieden? Oder zieht sich ein roter Faden auch durch andere Bereiche deines Lebens? Vielleicht gibt es ein Thema, das du mit dir selbst ausmachen möchtest, bevor du Veränderungen im Außen vornimmst?</p>
<p>Ein Beispiel zur Verdeutlichung: wer gerade in einer tiefen Krise steckt, sieht sich häufig mit emotionalen Reaktionen konfrontiert, die aus Konflikten der Vergangenheit stammen, die nicht aufgearbeitet wurden. Daraus kann sich eine Überforderung auch mit Dingen einstellen, die gelöst betrachtet sogar Freude machen würden.</p>
<p>Wenn du den Verdacht hast, dass es da etwas gibt, das du näher beleuchten möchtest, könnte ein <a href="https://jannikestoehr.com/karrierecoaching-dein-weg-in-ein-erfuelltes-arbeitsleben/">(Karriere-)Coaching</a> oder (je nach Problemstellung) eine Psychotherapie sinnvoll sein.</p>
<h3 id="veraenderung"><b> 2. Stoße Veränderungen an, die dir guttun</b></h3>
<p>Wenn du dich mit den Ursachen für deine innere Kündigung befasst hast, sind dir vermutlich bereits erste Gedanken für Lösungen gekommen. Was würdest du dir an <b>Veränderungen</b> wünschen? Welche <b>Bedürfnisse</b> hast du, die derzeit keine Berücksichtigung finden? Wie kannst du Dinge in deinem Unternehmen bewegen? Welche Perspektiven hast du derzeit?</p>
<p>Vorrangiges Ziel ist es, die Motivation im jetzigen Job wiederzufinden. Dabei können je nach Ursache sehr unterschiedliche Dinge helfen. So könnten etwa <a href="https://jannikestoehr.com/job-enlargement-der-ausweg-aus-einem-monotonen-arbeitsverhaeltnis/">Job Enlargement</a> (die Ausweitung des eigenen Aufgabenbereichs), andere Arbeitszeiten, eine veränderte Kommunikation oder eine Gehaltsanpassung gute Stellschrauben sein.</p>
<p>Arbeitgeber*innen ist sehr daran gelegen, dass ihre Angestellten in ihrem Unternehmen bleiben, denn ein Jobwechsel ist für dein Unternehmen sehr teuer. Wenn du bemerkst, dass bei dir eine innere Kündigung einsetzt, <b>suche das Gespräch</b> mit deinen Vorgesetzten.</p>
<p>Habe ein wenig Geduld: nachhaltige Veränderungen brauchen Zeit und die ersten Impulse müssen nicht immer die sein, die am Ende den Erfolg bringen. Wichtig ist es <b>im Gespräch mit sich selbst und den Verantwortlichen zu bleiben</b>, um das Bestmögliche für alle Seiten zu erreichen und langfristig passende Lösungen zu erschaffen.</p>
<h3 id="jobwechsel"><b>3. Ein Jobwechsel steht an</b></h3>
<p>Du hast keine Perspektive mehr in deinem Unternehmen gesehen, deine Bedürfnisse blieben auf der Strecke und deine Motivation wollte einfach nicht mehr zurückkehren. Damit du wieder <b>ins Wachstum kommen</b> kannst und nicht im ungeliebten Job stecken bleibst, ist die Kündigung unumgänglich.</p>
<p>Mit der Kündigung hast du den Grundstein für eine erfüllende Karriere gelegt. Jetzt heißt es, die Weichen für die Zukunft stellen. Und sich endlich wieder lebendig fühlen. Bevor du anfängst, Jobportale nach passenden Tätigkeiten für dich zu durchforsten und fleißig Bewerbungen zu schreiben, frage dich:</p>
<h4><b>Was ist mir wirklich wichtig? </b></h4>
<p>Durch die Beschäftigung mit dir selbst und deinen Bedürfnissen, wirst du herausfinden, was dich im Leben antreibt, was du wirklich brauchst und was du willst. Auf Basis dieser Erkenntnisse kannst du nach deiner Kündigung gezielt handeln und eine Karriere anstreben, die dich wirklich glücklich macht, dich erfüllt &#8211; und die dir neue Motivation verschafft.</p>
<blockquote><p>Mein Kurs „Rein in den richtigen Job“ hat das Potenzial dein Leben zu verändern! Gemeinsam mit 9 TeilnehmerInnen machst du dich auf den Weg zum Job, der dich erfüllt.<br />
<strong><a href="https://jannikestoehr.com/online-kurs/">Jetzt auf die Warteliste eintragen</a> </strong></p></blockquote>
<h4><b>Welche Optionen habe ich?</b></h4>
<p>Nach einer Kündigung hast du die Möglichkeit, deine Karriere in ganz neue Bahnen zu lenken oder einfach ein*e passendere Arbeitgeber*in für dich zu finden.</p>
<p>Die Suche nach einem <b>ähnlichen Job wie bisher in einer neuen Unternehmenskultur</b> ist dann sinnvoll, wenn du bisher mit deinem Job zufrieden warst und dir lediglich das Arbeitsumfeld Energie raubte. Sei dabei von Anfang an offen und sprich bereits im Bewerbungsgespräch an, welche Dinge dir wichtig ist. Brauchst du regelmäßige Feedbackgespräche? Ist dir viel Freiraum beim Arbeiten wichtig? Fühlst du dich unwohl, wenn du jeden Tag ins Büro fahren musst? Daraus können sich wichtige Anforderungen ergeben, die du von Anfang an ansprechen solltest. Denk daran: nicht nur du bewirbst dich, auch die Firma muss dir etwas für deine Arbeitskraft bieten.</p>
<p>Wenn du einen ganz neuen Weg einschlagen möchtest, hast du zunächst ganz andere Entscheidungen zu treffen. Vielleicht bildest du dich weiter, fängst eine <b>Ausbildung</b> oder ein <b>Fernstudium</b> an. Oder du bringst das Know-how schon mit und kannst direkt in einem anderen Tätigkeitsbereich aktiv werden.</p>
<blockquote><p>Wenn Du das Gefühl hast, dass Dich zu viele Dinge interessieren und es Dir schwer fällt, Dich für ein Spezialgebiet zu entscheiden: vielleicht bist du eine Scanner-Persönlichkeit?</p>
<p>⭐  Mein Workbook „Wie du als Mensch mit vielen Interessen beruflich ankommen kannst“ findest du <a href="https://jannikestoehr.com/workbook-fuer-scanner-persoenlichkeiten/">hier</a>.</p></blockquote>
<h2>Fazit: Begreife die innere Kündigung als Chance</h2>
<p>Die innere Kündigung hat großes Potenzial, eine <b>Chance zur Verbesserung</b> zu sein. In dir wird ein Prozess gestartet, der dir mehr Klarheit über deine Bedürfnisse und Wünsche sowie mehrere Handlungsoptionen eröffnet, die dich weiter wachsen lassen.</p>
<p>Stelle die Weichen für eine erfüllende (und vielleicht sogar ganz neue) Karriere!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://jannikestoehr.com/innere-kuendigung/">Innere Kündigung &#8211; woher kommt sie und was nun?</a> erschien zuerst auf <a href="https://jannikestoehr.com">Jannike Stöhr</a>.</p>
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