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	<title>Allgemein Archive - Jannike Stöhr</title>
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	<lastBuildDate>Mon, 09 Jun 2025 15:12:32 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Allgemein Archive - Jannike Stöhr</title>
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		<title>Gefühle zeigen lernen – 6 wirkungsvolle Strategien für mehr emotionale Klarheit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jannike Stöhr]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Jun 2025 15:12:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Du denkst viel. Du analysierst, reflektierst, beobachtest – auch dich selbst. Doch wenn es um Gefühle geht, spürst du eine Lücke. Nicht, weil sie fehlen. Sondern weil du sie kaum benennen kannst. Noch seltener zeigst du sie. Vielleicht geht es dir wie Nora – Wissenschaftlerin, reflektiert, wach. Sie liebt die Tiefe, das Denken. Doch in [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://jannikestoehr.com/gefuehle-zeigen-strategien-coaching/">Gefühle zeigen lernen – 6 wirkungsvolle Strategien für mehr emotionale Klarheit</a> erschien zuerst auf <a href="https://jannikestoehr.com">Jannike Stöhr</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-start="256" data-end="480">Du denkst viel. Du analysierst, reflektierst, beobachtest – auch dich selbst. Doch wenn es um Gefühle geht, spürst du eine Lücke. Nicht, weil sie fehlen. Sondern weil du sie kaum benennen kannst. Noch seltener zeigst du sie.</p>
<p data-start="482" data-end="697">Vielleicht geht es dir wie Nora – Wissenschaftlerin, reflektiert, wach. Sie liebt die Tiefe, das Denken. Doch in letzter Zeit spürt sie: Da ist etwas unter der Oberfläche. Etwas, das gesehen werden will. Sie sagt:</p>
<blockquote data-start="698" data-end="793">
<p data-start="700" data-end="793">„Ich kann mich präzise ausdrücken – aber nicht, wenn es um das geht, was ich wirklich fühle.“</p>
</blockquote>
<p data-start="795" data-end="826">Und damit ist sie nicht allein.</p>
<p data-start="828" data-end="1066">Gefühle zu zeigen, fällt vielen schwer – besonders Menschen mit hohem intellektuellem Anspruch. Dabei sind Gefühle kein Gegensatz zu Verstand. Im Gegenteil: Sie sind der Schlüssel zu innerer Klarheit, Verbindung und beruflicher Erfüllung.</p>
<p data-start="1068" data-end="1203">In diesem Artikel erfährst du, warum es oft schwerfällt, Gefühle zu zeigen – und wie du es lernen kannst.</p>
<h2 data-start="51" data-end="114">Warum wir kaum Gefühle zeigen – ein wissenschaftlicher Blick</h2>
<p data-start="116" data-end="412">Gefühle sind eine biologische Grundausstattung des Menschen. Und doch tun wir uns oft schwer, sie zu zeigen. Gerade in akademischen, leistungsorientierten oder rational geprägten Umfeldern wie dem von Nora gilt: Denken ist erwünscht, Fühlen ist oft sekundär. Warum eigentlich?</p>
<p data-start="414" data-end="592">Die Forschung zeigt: Es gibt mehrere Ursachen, warum Menschen Gefühle nur schwer ausdrücken – oder sie selbst kaum benennen können. Drei Konzepte helfen, das besser zu verstehen:</p>
<h3 data-start="599" data-end="656">1. <strong data-start="606" data-end="656">Alexithymie: Wenn Gefühle keine Sprache finden</strong></h3>
<p data-start="658" data-end="901">Der Begriff <em data-start="670" data-end="683">Alexithymie</em> bedeutet wörtlich „Gefühlsblindheit“. Er beschreibt keine Krankheit, sondern eine Persönlichkeitsausprägung, bei der Menschen Schwierigkeiten haben, Gefühle wahrzunehmen, zu differenzieren und sprachlich auszudrücken.</p>
<p data-start="903" data-end="1167">Die Toronto Alexithymia Scale (Bagby et al., 1994), ein etabliertes Selbstbericht-Instrument, zeigt:</p>
<p data-start="903" data-end="1167">👉 Zwischen 5 und 17 % der Bevölkerung weisen eine erhöhte Ausprägung alexithymischer Merkmale auf – je nach Studie und Population.</p>
<p data-start="903" data-end="1167">Hinweise deuten darauf hin, dass solche Tendenzen in kognitiv anspruchsvollen, stark rationalisierten Berufsfeldern wie Wissenschaft oder IT überdurchschnittlich häufig auftreten können. Ein klarer kausaler Zusammenhang ist jedoch nicht belegt.</p>
<p data-start="1169" data-end="1192"><strong data-start="1169" data-end="1192">Typische Anzeichen:</strong></p>
<ul data-start="1193" data-end="1426">
<li data-start="1193" data-end="1267">
<p data-start="1195" data-end="1267">Du weißt oft nicht, <em data-start="1215" data-end="1220">was</em> du fühlst – nur, <em data-start="1238" data-end="1244">dass</em> du dich unwohl fühlst.</p>
</li>
<li data-start="1268" data-end="1364">
<p data-start="1270" data-end="1364">Du beschreibst körperliche Zustände („Ich bin angespannt“) statt Emotionen („Ich bin wütend“).</p>
</li>
<li data-start="1365" data-end="1426">
<p data-start="1367" data-end="1426">Um emotionale Entscheidungen zu treffen, brauchst du lange.</p>
</li>
</ul>
<p data-start="1428" data-end="1582">Die gute Nachricht: Alexithymie ist veränderbar. Durch gezieltes Training – und Coaching – lässt sich der Zugang zu eigenen Emotionen deutlich verbessern.</p>
<h3 data-start="1589" data-end="1657">2. <strong data-start="1596" data-end="1657">Emotionale Invalidierung: Wenn Fühlen gelernt werden muss</strong></h3>
<p data-start="1659" data-end="1947">Viele Menschen haben nie gelernt, dass es sicher ist, Gefühle zu zeigen. In ihrer Kindheit wurden sie z. B. für emotionale Ausdrücke getadelt („Stell dich nicht so an“), übergangen oder ignoriert. Die Folge: Sie verinnerlichten, dass Gefühle unerwünscht, irrational oder gefährlich seien.</p>
<p data-start="1659" data-end="1947">Die Psychologin Marsha Linehan prägte dafür den Begriff „<strong>emotionale Invalidierung</strong>“: Wenn emotionale Reaktionen immer wieder abgewertet oder ignoriert werden, ziehen sich Betroffene oft emotional zurück. Er stammt ursprünglich aus der Dialektisch-Behavioralen Therapie, wo es eine zentrale Rolle in der Entstehung emotionaler Dysregulation bei Borderline-Störungen spielt.</p>
<p data-start="1659" data-end="1947">Im weiteren psychologischen Verständnis kann wiederholte Abwertung emotionaler Reaktionen – auch im Alltag – dazu führen, dass Menschen sich emotional zurückziehen und Gefühle als unzuverlässig oder unerwünscht erleben.</p>
<p data-start="1659" data-end="1947">Diese Dynamik kann tief wirken – auch noch im Erwachsenenleben. Sie ist keine Seltenheit und kann verändert werden.</p>
<p data-start="2212" data-end="2232"><strong data-start="2212" data-end="2230">Beispiel Nora:</strong></p>
<blockquote data-start="2233" data-end="2356">
<p data-start="2235" data-end="2356">„Ich bin in einem sehr leistungsorientierten Haushalt groß geworden. Gefühle galten als Privatsache – oder als Schwäche.“</p>
</blockquote>
<h3 data-start="2363" data-end="2428">3. <strong data-start="2370" data-end="2428">Soziokulturelle Normen: Wer darf wann wie viel fühlen?</strong></h3>
<p data-start="2430" data-end="2722">Auch unsere Kultur beeinflusst, wie offen wir mit Gefühlen umgehen. In vielen westlichen Gesellschaften gelten Rationalität, Objektivität und Kontrolle als besonders wertvoll – vor allem im Berufsleben. Gefühle? Gelten schnell als „unprofessionell“, „zu persönlich“ oder „schlecht steuerbar“.</p>
<p data-start="2430" data-end="2722">Arlie Hochschild (1983) beschreibt sogenannte „Gefühlsregeln“: kulturell geprägte Vorgaben, welche Emotionen in bestimmten Rollen als angemessen gelten. Wer diesen Regeln stets entsprechen will, kann sich innerlich entfremden.</p>
<p><strong>Beobachtbare Tendenzen:</strong></p>
<ul data-spread="false">
<li>Frauen wird oft zu viel, Männern zu wenig emotionaler Ausdruck zugeschrieben.</li>
<li>In bestimmten Berufen (z. B. Wissenschaft, Beratung) sind Emotionen unterbewertet.</li>
<li>Je höher der Anspruch an Kontrolle, desto stärker die Selbstzensur.</li>
</ul>
<p data-start="2430" data-end="2722">In ihrer Forschung zur Emotionsarbeit unterscheidet Hochschild dabei zwischen <em data-start="2250" data-end="2266">surface acting</em> (Gefühle zeigen, die man nicht fühlt) und <em data-start="2309" data-end="2322">deep acting</em> (Gefühle innerlich anpassen).</p>
<p data-start="2430" data-end="2722">Gerade in beruflichen Kontexten kann diese „Emotionsarbeit“ zur inneren Entfremdung führen, wenn man sich dauerhaft nicht authentisch zeigen darf.</p>
<p data-start="3182" data-end="3360">Gefühle zu zeigen ist keine Frage der Willenskraft – sondern der Erlaubnis, des Trainings und der inneren Sicherheit. Genau hier setzt Coaching an.</p>
<h2 data-start="52" data-end="117">Strategie 1: Gefühle benennen – der erste Schritt zur Klarheit</h2>
<p data-start="119" data-end="309">Gefühle zu zeigen beginnt nicht beim Sprechen. Es beginnt beim Spüren. Und beim Benennen.<br data-start="208" data-end="211" />Denn was du nicht benennen kannst, kannst du nicht teilen – weder mit dir selbst noch mit anderen.</p>
<p data-start="311" data-end="396"><strong data-start="311" data-end="329">Daniel Goleman</strong>, Psychologe und Autor des Buches <a href="https://www.dtv.de/buch/eq.-emotionale-intelligenz-36020" target="_blank" rel="noopener"><em data-start="363" data-end="387">Emotionale Intelligenz</em></a>, sagt:</p>
<blockquote data-start="397" data-end="511">
<p data-start="399" data-end="511">„Die Fähigkeit, die eigenen Gefühle zu erkennen und zu benennen, ist die Grundlage aller emotionalen Kompetenz.“</p>
</blockquote>
<p data-start="513" data-end="678">Das klingt einfach. Ist es aber nicht – zumindest nicht für Menschen, die gewohnt sind, Dinge logisch zu analysieren statt sie zu <em data-start="643" data-end="651">fühlen</em>. Doch du kannst es lernen.</p>
<h3 data-start="685" data-end="723">Warum ist das Benennen so wichtig?</h3>
<p data-start="725" data-end="1034">Das Gehirn verarbeitet Gefühle anders als Gedanken. Ohne klare Begriffe bleiben Emotionen diffus – sie äußern sich dann als innere Unruhe, Rückzug oder körperliche Symptome. Durch das Benennen holst du sie ins Bewusstsein. Das aktiviert den präfrontalen Cortex – dein Zentrum für Selbststeuerung und Empathie.</p>
<p data-start="1036" data-end="1064">🧠 <strong data-start="1039" data-end="1064">Das bedeutet konkret:</strong></p>
<ul data-start="1065" data-end="1160">
<li data-start="1065" data-end="1088">
<p data-start="1067" data-end="1088">Du reduzierst Stress,</p>
</li>
<li data-start="1089" data-end="1113">
<p data-start="1091" data-end="1113">gewinnst Kontrolle und</p>
</li>
<li data-start="1114" data-end="1160">
<p data-start="1116" data-end="1160">schaffst Verbindung – zu dir und anderen.</p>
</li>
</ul>
<h3 data-start="1167" data-end="1198">Übung: Das Gefühls-Inventar</h3>
<p data-start="1200" data-end="1290">Diese einfache Coaching-Übung hilft dir, deine emotionale Selbstwahrnehmung zu trainieren:</p>
<p data-start="1292" data-end="1373"><strong data-start="1292" data-end="1332">Schritt 1: Täglich 3–5 Minuten Pause</strong><br data-start="1332" data-end="1335" />Halte kurz inne. Atme. Und frage dich:</p>
<ul data-start="1374" data-end="1502">
<li data-start="1374" data-end="1399">
<p data-start="1376" data-end="1399">„Was fühle ich gerade?“</p>
</li>
<li data-start="1400" data-end="1438">
<p data-start="1402" data-end="1438">„Wo in meinem Körper spüre ich das?“</p>
</li>
<li data-start="1439" data-end="1502">
<p data-start="1441" data-end="1502">„Wie intensiv ist das Gefühl – auf einer Skala von 1 bis 10?“</p>
</li>
</ul>
<p data-start="1504" data-end="1642"><strong data-start="1504" data-end="1553">Schritt 2: Nutze eine Gefühlsliste (s. unten)</strong><br data-start="1553" data-end="1556" />Statt allgemeiner Begriffe wie „schlecht“ oder „komisch“, suche nach präzisen Wörtern:</p>
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<div class="_tableWrapper_16hzy_14 group flex w-fit flex-col-reverse" tabindex="-1">
<table class="w-fit min-w-(--thread-content-width)" data-start="1644" data-end="1969">
<thead data-start="1644" data-end="1686">
<tr data-start="1644" data-end="1686">
<th data-start="1644" data-end="1658" data-col-size="sm">Grundgefühl</th>
<th data-start="1658" data-end="1686" data-col-size="md">Differenzierte Ausdrücke</th>
</tr>
</thead>
<tbody data-start="1730" data-end="1969">
<tr data-start="1730" data-end="1785">
<td data-start="1730" data-end="1744" data-col-size="sm">Wut</td>
<td data-start="1744" data-end="1785" data-col-size="md">genervt, frustriert, empört, verletzt</td>
</tr>
<tr data-start="1786" data-end="1845">
<td data-start="1786" data-end="1800" data-col-size="sm">Traurigkeit</td>
<td data-start="1800" data-end="1845" data-col-size="md">enttäuscht, einsam, resigniert, erschöpft</td>
</tr>
<tr data-start="1846" data-end="1909">
<td data-start="1846" data-end="1860" data-col-size="sm">Freude</td>
<td data-start="1860" data-end="1909" data-col-size="md">lebendig, berührt, erleichtert, hoffnungsvoll</td>
</tr>
<tr data-start="1910" data-end="1969">
<td data-start="1910" data-end="1924" data-col-size="sm">Angst</td>
<td data-start="1924" data-end="1969" data-col-size="md">nervös, angespannt, unsicher, überfordert</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<div class="sticky end-(--thread-content-margin) h-0 self-end select-none">
<div class="absolute end-0 flex items-end"></div>
</div>
</div>
</div>
<p data-start="1971" data-end="2034">Je präziser dein Vokabular, desto differenzierter dein Erleben.</p>
<h3 data-start="137" data-end="195">Mini-Selbsttest: Wie gut erkennst du deine Gefühle?</h3>
<p data-start="197" data-end="230">Kreuze an, was auf dich zutrifft:</p>
<div class="_tableContainer_16hzy_1">
<div class="_tableWrapper_16hzy_14 group flex w-fit flex-col-reverse" tabindex="-1">
<table class="w-fit min-w-(--thread-content-width)" data-start="232" data-end="713">
<thead data-start="232" data-end="255">
<tr data-start="232" data-end="255">
<th data-start="232" data-end="242" data-col-size="md">Aussage</th>
<th data-start="242" data-end="247" data-col-size="sm">Ja</th>
<th data-start="247" data-end="255" data-col-size="sm">Nein</th>
</tr>
</thead>
<tbody data-start="280" data-end="713">
<tr data-start="280" data-end="354">
<td data-start="280" data-end="345" data-col-size="md">Ich spüre oft eine diffuse Anspannung, weiß aber nicht, warum.</td>
<td data-col-size="sm" data-start="345" data-end="349">☐</td>
<td data-col-size="sm" data-start="349" data-end="354">☐</td>
</tr>
<tr data-start="355" data-end="451">
<td data-start="355" data-end="442" data-col-size="md">Für meine Gefühle verwende ich meist nur 2–3 Begriffe (z. B. müde, okay, gestresst).</td>
<td data-col-size="sm" data-start="442" data-end="446">☐</td>
<td data-col-size="sm" data-start="446" data-end="451">☐</td>
</tr>
<tr data-start="452" data-end="533">
<td data-start="452" data-end="524" data-col-size="md">Ich kann anderen schwer erklären, wie ich mich gerade wirklich fühle.</td>
<td data-col-size="sm" data-start="524" data-end="528">☐</td>
<td data-col-size="sm" data-start="528" data-end="533">☐</td>
</tr>
<tr data-start="534" data-end="610">
<td data-start="534" data-end="601" data-col-size="md">Wenn es in Gesprächen emotional wird, wechsle ich oft das Thema.</td>
<td data-col-size="sm" data-start="601" data-end="605">☐</td>
<td data-col-size="sm" data-start="605" data-end="610">☐</td>
</tr>
<tr data-start="611" data-end="713">
<td data-start="611" data-end="704" data-col-size="md">Ich halte Gefühle eher für privat und rede ungern darüber – auch mit engen Bezugspersonen.</td>
<td data-col-size="sm" data-start="704" data-end="708">☐</td>
<td data-col-size="sm" data-start="708" data-end="713">☐</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<div class="sticky end-(--thread-content-margin) h-0 self-end select-none">
<div class="absolute end-0 flex items-end"></div>
</div>
</div>
</div>
<p data-start="715" data-end="732"><strong data-start="715" data-end="730">Auswertung:</strong></p>
<ul data-start="733" data-end="1122">
<li data-start="733" data-end="827">
<p data-start="735" data-end="827"><strong data-start="735" data-end="748">0–1 × Ja:</strong> Du hast bereits einen guten Zugang zu deinen Gefühlen – vertiefe ihn weiter.</p>
</li>
<li data-start="828" data-end="963">
<p data-start="830" data-end="963"><strong data-start="830" data-end="843">2–3 × Ja:</strong> Deine emotionale Selbstwahrnehmung kann gestärkt werden – Coaching oder Journaling könnten dich gezielt unterstützen.</p>
</li>
<li data-start="964" data-end="1122">
<p data-start="966" data-end="1122"><strong data-start="966" data-end="979">4–5 × Ja:</strong> Es lohnt sich, deinen Gefühlszugang behutsam neu zu entwickeln. Du bist damit nicht allein – viele kognitiv starke Menschen empfinden ähnlich.</p>
</li>
</ul>
<p data-start="2589" data-end="2730">Im nächsten Abschnitt schauen wir uns an, wie du Gefühle auch <strong data-start="2651" data-end="2664">nonverbal</strong> zeigen kannst – mit deinem Gesicht, deiner Stimme, deinem Körper.</p>
<h2 data-start="51" data-end="114">Strategie 2: Körpersprache &amp; Mimik – Gefühle sichtbar machen</h2>
<p data-start="116" data-end="218">Nicht nur Worte zeigen, wie es dir geht. Dein Körper spricht – auch dann, wenn du es nicht bemerkst.</p>
<p data-start="220" data-end="497">Die Art, wie du dich bewegst, wie du atmest, wie du sitzt, wie du schaust – all das sendet Signale. An andere, aber auch an dich selbst. Die gute Nachricht: Du kannst lernen, diese Signale bewusster zu nutzen. Und dadurch emotional präsenter zu wirken – ohne dich zu verbiegen.</p>
<h3 data-start="504" data-end="556">Warum Körpersprache wirkt – auch auf dich selbst</h3>
<p data-start="558" data-end="801">Forschungen zur sogenannten <strong>Facial Feedback Hypothese</strong> (Strack et al., 1988) haben untersucht, ob Gesichtsausdrücke unser Gefühlsleben beeinflussen.</p>
<p data-start="558" data-end="801">Die erste Studienlage war positiv – später zeigte sich jedoch: Der Effekt ist kleiner als gedacht und nicht immer eindeutig nachweisbar.</p>
<p data-start="558" data-end="801">Dennoch spricht einiges dafür, dass bewusste Mimik, Körperhaltung und Atmung unsere innere Verfassung beeinflussen können – vor allem, wenn wir das bewusst einsetzen und wir offen dafür sind.</p>
<p data-start="803" data-end="937"><strong data-start="803" data-end="819">Kurz gesagt:</strong><br data-start="819" data-end="822" />Körpersprache kann ein Türöffner für mehr emotionale Klarheit sein.</p>
<h3 data-start="944" data-end="1001">Selbstwahrnehmung stärken: Körpersprache reflektieren</h3>
<p data-start="1003" data-end="1135">Beobachte dich selbst in einem typischen Arbeitskontext – z. B. beim Zoom-Call, im Meeting oder bei einem Gespräch mit Kolleg:innen.</p>
<p data-start="1137" data-end="1148">Frage dich:</p>
<ul data-start="1149" data-end="1323">
<li data-start="1149" data-end="1190">
<p data-start="1151" data-end="1190">Wie sitze ich? Offen oder verschlossen?</p>
</li>
<li data-start="1191" data-end="1256">
<p data-start="1193" data-end="1256">Wie klingt meine Stimme, wenn ich aufgeregt oder gestresst bin?</p>
</li>
<li data-start="1257" data-end="1323">
<p data-start="1259" data-end="1323">Was macht mein Blick? Suche ich Kontakt – oder vermeide ich ihn?</p>
</li>
</ul>
<p data-start="1325" data-end="1418">Nutze dafür gern dein Smartphone (Selfie-Video) oder bitte eine Vertrauensperson um Feedback.</p>
<h3 data-start="1425" data-end="1465">Übung: Mikrobewegung bewusst steuern</h3>
<p data-start="1467" data-end="1493">Probiere folgende Impulse:</p>
<ul data-start="1495" data-end="1827">
<li data-start="1495" data-end="1603">
<p data-start="1497" data-end="1603"><strong data-start="1497" data-end="1521">Atmung verlangsamen:</strong> Bewusst tief in den Bauch atmen – das senkt Stress und erhöht emotionale Präsenz.</p>
</li>
<li data-start="1604" data-end="1727">
<p data-start="1606" data-end="1727"><strong data-start="1606" data-end="1631">Mini-Gesten zulassen:</strong> Ein Nicken, ein zartes Stirnrunzeln, ein leises „Mhm“ – sie zeigen, dass du emotional mitgehst.</p>
</li>
<li data-start="1728" data-end="1827">
<p data-start="1730" data-end="1827"><strong data-start="1730" data-end="1754">Augenkontakt halten:</strong> Gerade im Gespräch über Gefühle wichtig – ohne zu starren, aber präsent.</p>
</li>
</ul>
<p data-start="2240" data-end="2429">Körpersprache ist keine Technik zum Beeindrucken – sondern eine Einladung zur Echtheit. Wenn du lernst, dich auch nonverbal zu zeigen, wirkst du nahbarer, klarer und oft auch glaubwürdiger.</p>
<h2 data-start="51" data-end="103">Strategie 3: Worte finden – sprich, was du fühlst</h2>
<p data-start="105" data-end="291">Viele Menschen glauben, Gefühle seien irrational. Doch in Wahrheit fehlt oft nur die Sprache dafür. Denn Gefühle brauchen Worte, um verstanden zu werden – von dir selbst und von anderen.</p>
<p data-start="293" data-end="451">Im Coaching erleben wir immer wieder: Wenn Menschen beginnen, ihre Gefühle konkret auszusprechen, verändert sich die Dynamik. Im Inneren – und im Miteinander.</p>
<blockquote data-start="453" data-end="542">
<p data-start="455" data-end="542">„Ich habe mich nicht gesehen gefühlt“ ist viel kraftvoller als „Das Gespräch war blöd.“</p>
</blockquote>
<h3 data-start="549" data-end="581">Warum Sprache Gefühle stärkt</h3>
<p data-start="583" data-end="989">Sprache macht Gefühle greifbar. Sie ordnet das innere Erleben und schafft Verbindung.<br data-start="668" data-end="671" />In der Kommunikationspsychologie spricht man hier vom Modell der <strong data-start="736" data-end="757">Selbstoffenbarung</strong> (Schulz von Thun, 1981):</p>
<p data-start="583" data-end="989">Jede Aussage enthält – bewusst oder unbewusst – eine Botschaft über den inneren Zustand des Sprechenden. Wer diese Ebene klar und achtsam nutzt, gewinnt Einfluss auf sein Gegenüber – ohne zu manipulieren.</p>
<p data-start="991" data-end="1004"><strong data-start="991" data-end="1004">Beispiel:</strong></p>
<ul data-start="1005" data-end="1069">
<li data-start="1005" data-end="1069">
<p data-start="1007" data-end="1069">„Ich bin gerade überfordert, weil mir das Thema wichtig ist“</p>
</li>
</ul>
<blockquote data-start="1070" data-end="1096">
<p data-start="1072" data-end="1096">wirkt verbindender als</p>
</blockquote>
<ul data-start="1097" data-end="1147">
<li data-start="1097" data-end="1147">
<p data-start="1099" data-end="1147">„Das ist alles zu viel, ihr hört mir eh nie zu.“</p>
</li>
</ul>
<h3 data-start="1154" data-end="1194">Übung: Fühl-Wort-Vokabular erweitern</h3>
<p data-start="1196" data-end="1333">Viele Menschen nutzen nur 3–5 Gefühlsworte regelmäßig („gut“, „schlecht“, „nervig“, „okay“ …). Das macht Kommunikation stumpf und unklar.</p>
<p data-start="1335" data-end="1381"><strong data-start="1335" data-end="1344">Tipp:</strong> Führe ein kleines „Wort-Tagebuch“:</p>
<ul data-start="1382" data-end="1570">
<li data-start="1382" data-end="1469">
<p data-start="1384" data-end="1469">Notiere täglich 1–2 konkrete Gefühle, die du erlebt hast – und was sie ausgelöst hat.</p>
</li>
<li data-start="1470" data-end="1570">
<p data-start="1472" data-end="1570">Verwende dazu eine Gefühlswort-Liste (z. B. „berührt“, „enttäuscht“, „verlegen“, „hoffnungsvoll“).</p>
</li>
</ul>
<p data-start="1572" data-end="1708">🎯 <strong data-start="1575" data-end="1584">Ziel:</strong> Du entwickelst ein differenziertes Gefühlsvokabular. Und stärkst so deine Fähigkeit, über das zu sprechen, was dich bewegt.</p>
<h3 data-start="1715" data-end="1758">Mini-Übung: Ich-Botschaften formulieren</h3>
<p data-start="1760" data-end="1863">Nimm eine aktuelle Situation, in der du dich geärgert oder zurückgezogen hast.<br data-start="1838" data-end="1841" />Formuliere zwei Sätze:</p>
<ol data-start="1865" data-end="1929">
<li data-start="1865" data-end="1892">
<p data-start="1868" data-end="1892">Was hast du <strong data-start="1880" data-end="1891">gefühlt</strong>?</p>
</li>
<li data-start="1893" data-end="1929">
<p data-start="1896" data-end="1929">Was hat das in dir <strong data-start="1915" data-end="1928">ausgelöst</strong>?</p>
</li>
</ol>
<p data-start="1931" data-end="1944"><strong data-start="1931" data-end="1944">Beispiel:</strong></p>
<ul data-start="1945" data-end="2082">
<li data-start="1945" data-end="2026">
<p data-start="1947" data-end="2026">„Ich habe mich verunsichert gefühlt, weil ich keine Rückmeldung bekommen habe.“</p>
</li>
<li data-start="2027" data-end="2082">
<p data-start="2029" data-end="2082">„Ich war wütend, weil mein Beitrag übergangen wurde.“</p>
</li>
</ul>
<p data-start="2084" data-end="2232">💡 Wichtig: Es geht nicht darum, Recht zu haben – sondern dich selbst klarer zu zeigen. Nur dann kann dein Gegenüber verstehen, was bei dir ankommt.</p>
<p data-start="2239" data-end="2465"><strong data-start="2239" data-end="2266">Fazit dieser Strategie:</strong><br data-start="2266" data-end="2269" />Sprache ist Macht – besonders, wenn sie emotional präzise ist. Nicht um zu kontrollieren, sondern um dich zu zeigen. Du bist nicht zu sensibel – du bist wahrnehmungsfähig. Und das ist eine Stärke.</p>
<p data-start="2467" data-end="2643">Im nächsten Abschnitt lernst du eine Methode kennen, mit der du deine Gefühle vertiefen kannst – ganz ohne Gesprächspartner: <strong data-start="2617" data-end="2642">emotionales Schreiben</strong></p>
<p data-start="2520" data-end="2698">
<h2 data-start="51" data-end="123">Strategie 4: Emotionales Schreiben – Gefühle auf dem Papier verstehen</h2>
<p data-start="125" data-end="346">Nicht jeder Mensch spricht gern über seine Gefühle. Manche denken lieber in Ruhe nach – andere brauchen Zeit, bevor sie sich öffnen können. Für viele ist Schreiben daher der beste Einstieg in die emotionale Selbstklärung.</p>
<blockquote data-start="348" data-end="450">
<p data-start="350" data-end="450">„Beim Schreiben finde ich Wörter, die ich im Gespräch nie nutzen würde.“</p>
</blockquote>
<p data-start="452" data-end="621">Diese Erfahrung machen viele. Denn Schreiben schafft Abstand und gleichzeitig Nähe: Du trittst in einen inneren Dialog mit dir selbst – ehrlich, unzensiert, verbindlich.</p>
<h3 data-start="628" data-end="683">Warum Schreiben wirkt – wissenschaftlich betrachtet</h3>
<p data-start="685" data-end="944">Die Psychologin <strong data-start="701" data-end="722">Pennebaker (1997)</strong> zeigte in zahlreichen Studien:<br data-start="753" data-end="756" />Emotionales Schreiben reduziert Stress, verbessert das Immunsystem und fördert Klarheit über das eigene Erleben. Bereits <strong data-start="877" data-end="919">15 Minuten pro Tag an 3 Tagen in Folge</strong> zeigen messbare Effekte.</p>
<p data-start="946" data-end="979">Das gilt besonders dann, wenn du:</p>
<ul data-start="980" data-end="1161">
<li data-start="980" data-end="1029">
<p data-start="982" data-end="1029">über emotional bedeutsame Erfahrungen schreibst</p>
</li>
<li data-start="1030" data-end="1095">
<p data-start="1032" data-end="1095">Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen miteinander verbindest</p>
</li>
<li data-start="1096" data-end="1161">
<p data-start="1098" data-end="1161">dir <strong data-start="1102" data-end="1111">nicht</strong> zu viele Gedanken über Stil oder Grammatik machst</p>
</li>
</ul>
<h3 data-start="1168" data-end="1201">Übung: Der 3&#215;3-Schreibprozess</h3>
<p data-start="1203" data-end="1329">📝 <strong data-start="1206" data-end="1216">Dauer:</strong> 9 Minuten – jederzeit möglich<br data-start="1246" data-end="1249" />🔁 <strong data-start="1252" data-end="1264">Wirkung:</strong> Selbstklärung, emotionale Entlastung, Vorbereitung auf Gespräche</p>
<p><strong data-start="1331" data-end="1363">1. Schritt: 3 Minuten Rohtext</strong></p>
<ul data-start="1364" data-end="1490">
<li data-start="1364" data-end="1389">
<p data-start="1366" data-end="1389">Was bewegt dich gerade?</p>
</li>
<li data-start="1390" data-end="1443">
<p data-start="1392" data-end="1443">Welche Emotion dominiert – und woran merkst du das?</p>
</li>
<li data-start="1444" data-end="1490">
<p data-start="1446" data-end="1490">Welche Gedanken kreisen dazu in deinem Kopf?</p>
</li>
</ul>
<p data-start="1492" data-end="1528"><strong data-start="1492" data-end="1528">2. Schritt: 3 Minuten Körperbezug</strong></p>
<ul data-start="1529" data-end="1639">
<li data-start="1529" data-end="1566">
<p data-start="1531" data-end="1566">Wo im Körper spürst du dein Gefühl?</p>
</li>
<li data-start="1567" data-end="1598">
<p data-start="1569" data-end="1598">Wie verändert sich dein Atem?</p>
</li>
<li data-start="1599" data-end="1639">
<p data-start="1601" data-end="1639">Gibt es Spannung, Wärme, Kälte, Druck?</p>
</li>
</ul>
<p data-start="1641" data-end="1677"><strong data-start="1641" data-end="1677">3. Schritt: 3 Minuten Integration</strong></p>
<ul data-start="1678" data-end="1811">
<li data-start="1678" data-end="1716">
<p data-start="1680" data-end="1716">Was nimmst du aus dem Schreiben mit?</p>
</li>
<li data-start="1717" data-end="1768">
<p data-start="1719" data-end="1768">Was willst du mit dir selbst oder anderen teilen?</p>
</li>
<li data-start="1769" data-end="1811">
<p data-start="1771" data-end="1811">Welche Handlung wäre ein erster Schritt?</p>
</li>
</ul>
<p data-start="1813" data-end="1918">Du kannst diesen Prozess auch mit einem Timer durchführen – oder als Teil deiner Abendroutine etablieren.</p>
<h3 data-start="1925" data-end="1958">Extra-Tipp: Emotions-Tagebuch</h3>
<p data-start="1960" data-end="2068">Lege dir ein kleines Notizbuch oder digitales Journal an, in dem du folgende Fragen regelmäßig beantwortest:</p>
<ol data-start="2070" data-end="2205">
<li data-start="2070" data-end="2102">
<p data-start="2073" data-end="2102">Was habe ich heute <em data-start="2092" data-end="2101">gefühlt</em>?</p>
</li>
<li data-start="2103" data-end="2140">
<p data-start="2106" data-end="2140">Was hat dieses Gefühl <em data-start="2128" data-end="2139">ausgelöst</em>?</p>
</li>
<li data-start="2141" data-end="2175">
<p data-start="2144" data-end="2175">Wie habe ich <em data-start="2157" data-end="2174">darauf reagiert</em>?</p>
</li>
<li data-start="2176" data-end="2205">
<p data-start="2179" data-end="2205">Was hätte ich <em data-start="2193" data-end="2204">gebraucht</em>?</p>
</li>
</ol>
<p data-start="2207" data-end="2318">Schon nach wenigen Wochen erkennst du Muster. Und gewinnst emotionale Klarheit, die im Gespräch oft noch fehlt.</p>
<p data-start="2325" data-end="2518"><strong data-start="2325" data-end="2352">Fazit dieser Strategie:</strong><br data-start="2352" data-end="2355" />Schreiben ist ein stiller, aber kraftvoller Weg, sich selbst zu begegnen. Ohne Publikum, ohne Performance. Nur du und dein inneres Erleben – ehrlich, nah, klärend.</p>
<h2 data-start="60" data-end="137">Strategie 5: Integration in den Alltag und Beruf – emotional präsent leben</h2>
<p data-start="139" data-end="381">Viele Menschen glauben, Gefühle zeigen passe nicht in den Berufsalltag. Zu viel Risiko, zu wenig Kontrolle, zu emotional.<br data-start="260" data-end="263" />Doch das Gegenteil ist wahr: Wer mit sich selbst im Kontakt ist, wirkt authentischer, klarer und oft sogar souveräner.</p>
<p data-start="383" data-end="505"><strong data-start="383" data-end="505">Emotional präsent zu sein bedeutet nicht, alles zu zeigen – sondern zu spüren, was da ist, und es bewusst zu dosieren.</strong></p>
<p data-start="507" data-end="606">Gerade im Jobumfeld ist das eine echte Kompetenz – und in vielen modernen Berufen längst erwünscht.</p>
<h3 data-start="613" data-end="659">Warum Gefühle am Arbeitsplatz wichtig sind</h3>
<p data-start="661" data-end="850">Eine Umfrage von McKinsey (2023) zeigt: Viele Menschen wünschen sich am Arbeitsplatz mehr echte Kommunikation – auch über persönliche Gefühle.</p>
<p data-start="661" data-end="850"><br data-start="5440" data-end="5443" />Das bestätigt auch die psychologische Forschung zur sogenannten „psychologischen Sicherheit“ (z. B. Amy Edmondson, 1999): Teams arbeiten besser, wenn sich alle sicher fühlen, ehrlich zu sprechen – auch über Unsicherheiten oder Stress.</p>
<p data-start="852" data-end="877"><strong data-start="852" data-end="877">Das bedeutet konkret:</strong></p>
<ul data-start="878" data-end="1128">
<li data-start="878" data-end="957">
<p data-start="880" data-end="957">Menschen fühlen sich verbundener, wenn auch „Unangenehmes“ angesprochen wird.</p>
</li>
<li data-start="958" data-end="1042">
<p data-start="960" data-end="1042">Teams arbeiten besser, wenn Gefühle nicht unterdrückt, sondern reflektiert werden.</p>
</li>
<li data-start="1043" data-end="1128">
<p data-start="1045" data-end="1128">Menschen in Führungsrollen mit emotionaler Intelligenz gelten als vertrauenswürdiger.</p>
</li>
</ul>
<p data-start="1130" data-end="1317">Gefühle im Job zu zeigen, kann also nicht nur verbindend sein, sondern die Zusammenarbeit fördern.</p>
<p data-start="1130" data-end="1317">Gerade in Feldern wie <strong data-start="1152" data-end="1228">Bildung, Gesundheit, Sozialwesen, Beratung, Coaching oder Nachhaltigkeit</strong> sind emotionale Ausdruckskraft und Selbstkenntnis zentrale Fähigkeiten – keine Schwäche.</p>
<h3 data-start="1324" data-end="1378">Berufsliste: Wo emotionale Intelligenz gefragt ist</h3>
<div class="_tableContainer_16hzy_1">
<div class="_tableWrapper_16hzy_14 group flex w-fit flex-col-reverse" tabindex="-1">
<table class="w-fit min-w-(--thread-content-width)" data-start="1380" data-end="1844">
<thead data-start="1380" data-end="1412">
<tr data-start="1380" data-end="1412">
<th data-start="1380" data-end="1393" data-col-size="sm">Berufsfeld</th>
<th data-start="1393" data-end="1412" data-col-size="md">Typische Rollen</th>
</tr>
</thead>
<tbody data-start="1447" data-end="1844">
<tr data-start="1447" data-end="1527">
<td data-start="1447" data-end="1469" data-col-size="sm">Coaching &amp; Beratung</td>
<td data-col-size="md" data-start="1469" data-end="1527">Karrierecoach, systemischer Coach, Resilienztrainer:in</td>
</tr>
<tr data-start="1528" data-end="1600">
<td data-start="1528" data-end="1552" data-col-size="sm">Bildung &amp; Entwicklung</td>
<td data-col-size="md" data-start="1552" data-end="1600">Dozent:in, Personalentwickler:in, Trainer:in</td>
</tr>
<tr data-start="1601" data-end="1665">
<td data-start="1601" data-end="1618" data-col-size="sm">Soziale Arbeit</td>
<td data-start="1618" data-end="1665" data-col-size="md">Sozialpädagog:in, Psycholog:in, Mediator:in</td>
</tr>
<tr data-start="1666" data-end="1750">
<td data-start="1666" data-end="1692" data-col-size="sm">Gesundheit &amp; Prävention</td>
<td data-col-size="md" data-start="1692" data-end="1750">Therapeut:in, Gesundheitscoach, Achtsamkeitstrainer:in</td>
</tr>
<tr data-start="1751" data-end="1844">
<td data-start="1751" data-end="1777" data-col-size="sm">Nachhaltigkeit &amp; Wandel</td>
<td data-col-size="md" data-start="1777" data-end="1844">Projektmanager:in für soziale Innovation, CSR-Verantwortliche:r</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<div class="sticky end-(--thread-content-margin) h-0 self-end select-none">
<div class="absolute end-0 flex items-end"></div>
</div>
</div>
</div>
<p data-start="1846" data-end="2004"><strong data-start="1846" data-end="1858">Hinweis:</strong> In vielen dieser Berufe werden emotionale Kompetenzen inzwischen explizit gesucht – etwa als „Soft Skills“, „People Skills“ oder „Selbstführung“. Darüber hinaus ist emotionale Intelligenz in jeder Zusammenarbeit mit anderen Menschen von Vorteil.</p>
<h3 data-start="2011" data-end="2065">Alltagstaugliche Tools für mehr emotionale Präsenz</h3>
<p data-start="2067" data-end="2123"><strong data-start="2070" data-end="2097">Emotionale Morgenfrage:</strong> „Wie bin ich heute da?“ <span style="font-size: 16px;">Schreibe dir morgens 2–3 Sätze als Start in den Tag.</span></p>
<p data-start="2180" data-end="2282"><strong data-start="2183" data-end="2204">Meeting-Check-in:</strong> Ein Satz zum emotionalen Status (z. B. „Ich bin heute müde, aber motiviert“).</p>
<p data-start="2284" data-end="2339"><strong data-start="2287" data-end="2310">Mini-Retrospektive:</strong> Abends 3 Fragen beantworten:</p>
<ul data-start="2340" data-end="2437">
<li data-start="2340" data-end="2369">
<p data-start="2342" data-end="2369">Was habe ich heute gefühlt?</p>
</li>
<li data-start="2370" data-end="2398">
<p data-start="2372" data-end="2398">Wann war ich ganz bei mir?</p>
</li>
<li data-start="2399" data-end="2437">
<p data-start="2401" data-end="2437">Was möchte ich morgen anders machen?</p>
</li>
</ul>
<p data-start="2439" data-end="2534">Diese kleinen Routinen wirken leise, aber stark – und verankern emotionale Kompetenz im Alltag.</p>
<blockquote data-start="2581" data-end="2755">
<p data-start="2583" data-end="2755">„Gefühle sind kein Störfaktor. Sie sind ein inneres Navigationssystem – wenn wir lernen, es zu lesen, finden wir unseren Weg.“<br data-start="2709" data-end="2712" />– Jannike Stöhr, systemische Business-Coach</p>
</blockquote>
<p data-start="2762" data-end="2983">Damit hast du nun alle 6 Strategien kennengelernt – praxisnah, wissenschaftlich fundiert und direkt anwendbar.</p>
<p data-start="2762" data-end="2983">Wenn du deine <strong data-start="151" data-end="219">emotionale Intelligenz gezielt im beruflichen Kontext entwickeln</strong> möchtest – etwa für mehr Klarheit, Verbindung oder für deine Entwicklung zur Führungskraft – dann schau dir gern unser <a href="https://jannikestoehr.com/coaching-team/" target="_blank" rel="noopener">Coaching-Angebot</a> an. Wir begleiten dich individuell, fundiert und mit viel Feingefühl.</p>
<h2 data-start="141" data-end="188">FAQ: Häufige Fragen zum Thema Gefühle zeigen</h2>
<h3 data-start="195" data-end="273"><strong data-start="199" data-end="273">Wie kann ich lernen, Gefühle zu zeigen, wenn ich das nie gelernt habe?</strong></h3>
<p data-start="275" data-end="483">Viele Menschen haben in ihrer Kindheit oder im Berufsleben nie erfahren, dass Gefühle willkommen sind. Die gute Nachricht: Emotionaler Ausdruck ist trainierbar – wie ein Muskel. Beginne mit kleinen Schritten:</p>
<ul data-start="485" data-end="627">
<li data-start="485" data-end="530">
<p data-start="487" data-end="530">Gefühle schriftlich festhalten (Journaling)</p>
</li>
<li data-start="531" data-end="576">
<p data-start="533" data-end="576">In sicheren Gesprächen Ich-Botschaften üben</p>
</li>
<li data-start="577" data-end="627">
<p data-start="579" data-end="627">Mit einem Coach oder in Peergruppen reflektieren</p>
</li>
</ul>
<p data-start="629" data-end="715">Der Schlüssel ist: Druck rausnehmen. Gefühle zeigen ist ein Prozess – kein Wettbewerb.</p>
<h3 data-start="722" data-end="792"><strong data-start="726" data-end="792">Ist es im Berufsleben überhaupt angebracht, Gefühle zu zeigen?</strong></h3>
<p data-start="794" data-end="898">Ja – solange es authentisch und situativ angemessen geschieht. Emotional kompetente Menschen wirken oft:</p>
<ul data-start="900" data-end="954">
<li data-start="900" data-end="917">
<p data-start="902" data-end="917">glaubwürdiger</p>
</li>
<li data-start="918" data-end="934">
<p data-start="920" data-end="934">empathischer</p>
</li>
<li data-start="935" data-end="954">
<p data-start="937" data-end="954">führungsstärker</p>
</li>
</ul>
<p data-start="956" data-end="1145">Gerade in modernen Arbeitsumfeldern ist <strong data-start="996" data-end="1022">emotionale Intelligenz</strong> eine Schlüsselkompetenz – und kein Zeichen von Schwäche. Wichtig ist dabei: Gefühle ausdrücken, ohne andere zu überrollen.</p>
<h3 data-start="1152" data-end="1224"><strong data-start="1156" data-end="1224">Was, wenn andere meine Gefühle nicht ernst nehmen oder abwerten?</strong></h3>
<p data-start="1226" data-end="1376">Das passiert leider – besonders in unempathischen Umfeldern.<br data-start="1286" data-end="1289" />Wichtig: Deine Gefühle sind <em data-start="1317" data-end="1331">nicht falsch</em>, nur weil andere sie nicht einordnen können.</p>
<p data-start="1378" data-end="1388">Was hilft:</p>
<ul data-start="1389" data-end="1631">
<li data-start="1389" data-end="1445">
<p data-start="1391" data-end="1445">Deine Gefühle zuerst für <strong data-start="1416" data-end="1445">dich selbst zu validieren</strong></p>
</li>
<li data-start="1446" data-end="1559">
<p data-start="1448" data-end="1559">In Gesprächen Grenzen zu setzen („Ich merke, das Thema ist mir wichtig – auch wenn es für dich ungewohnt ist.“)</p>
</li>
<li data-start="1560" data-end="1631">
<p data-start="1562" data-end="1631">Emotionale Kompetenz als persönliche Stärke zu sehen, nicht als Makel</p>
</li>
</ul>
<p data-start="1633" data-end="1729">Manchmal zeigt dir genau diese Reaktion: Du bist in einem Umfeld, das nicht (mehr) zu dir passt.</p>
<h3 data-start="1736" data-end="1783"><strong data-start="1740" data-end="1783">Kann ich meine Gefühle zu stark zeigen?</strong></h3>
<p data-start="1785" data-end="2092">Es gibt keinen objektiven Maßstab für „zu viel Gefühl“. Aber es gibt Situationen, in denen ein ungefilterter Ausdruck (z. B. Wut, Tränen) ungewollte Folgen haben kann.<br data-start="1952" data-end="1955" />Coaching hilft dir, zwischen <strong data-start="1984" data-end="2000">unterdrücken</strong> und <strong data-start="2005" data-end="2022">überschwemmen</strong> einen Mittelweg zu finden: emotional klar, selbstwirksam und dosiert.</p>
<p data-start="2094" data-end="2195">Das nennt man <strong data-start="2108" data-end="2136">emotionale Selbstführung</strong> – eine Fähigkeit, die dich innerlich und äußerlich stärkt.</p>
<h3 data-start="2202" data-end="2280"><strong data-start="2206" data-end="2280">Welche Bücher oder Ressourcen helfen mir, Gefühle zu zeigen und besser zu verstehen?</strong></h3>
<p data-start="2282" data-end="2369">Hier ein paar Empfehlungen, die wissenschaftlich fundiert und zugleich alltagsnah sind:</p>
<ul data-start="2371" data-end="2717">
<li data-start="2371" data-end="2419">
<p data-start="2373" data-end="2419"><strong data-start="2373" data-end="2392">Daniel Goleman:</strong> <em data-start="2393" data-end="2417">Emotionale Intelligenz</em></p>
</li>
<li data-start="2420" data-end="2470">
<p data-start="2422" data-end="2470"><strong data-start="2422" data-end="2438">Brené Brown:</strong> <em data-start="2439" data-end="2468">Verletzlichkeit macht stark</em></p>
</li>
<li data-start="2471" data-end="2526">
<p data-start="2473" data-end="2526"><strong data-start="2473" data-end="2496">Marshall Rosenberg:</strong> <em data-start="2497" data-end="2524">Gewaltfreie Kommunikation</em></p>
</li>
<li data-start="2527" data-end="2620">
<p data-start="2529" data-end="2620"><strong data-start="2529" data-end="2550">Arlie Hochschild:</strong> <em data-start="2551" data-end="2618">Gefühlsarbeit – zur Kommerzialisierung des menschlichen Ausdrucks</em></p>
</li>
<li data-start="2527" data-end="2620"><strong>Lisa Feldman Barrett:</strong> Wie Gefühle entstehen &#8211; Eine neue Sicht auf unsere Emotionen</li>
<li data-start="2621" data-end="2717">
<p data-start="2623" data-end="2717"><strong data-start="2623" data-end="2640">Podcast-Tipp:</strong> <em data-start="2641" data-end="2654">Hotel Matze</em> – oft mit emotional reflektierten Gästen und tiefen Gesprächen</p>
</li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a href="https://jannikestoehr.com/gefuehle-zeigen-strategien-coaching/">Gefühle zeigen lernen – 6 wirkungsvolle Strategien für mehr emotionale Klarheit</a> erschien zuerst auf <a href="https://jannikestoehr.com">Jannike Stöhr</a>.</p>
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		<title>Mentale Stärke entwickeln: So bleibst du fokussiert &#038; gelassen</title>
		<link>https://jannikestoehr.com/mentale-staerke/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jannike Stöhr]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Jun 2025 10:54:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fühlst du dich im Alltag manchmal zerrissen – zwischen Entscheidungen, Erwartungen und dem Wunsch, endlich Klarheit zu haben? Vielleicht merkst du, dass du vieles kannst, aber nichts sich dauerhaft richtig anfühlt. Du funktionierst, doch innerlich fehlt dir der Fokus. Genau hier kann mentale Stärke ein Schlüssel sein: Sie hilft dir, klarer zu denken, gelassener zu [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://jannikestoehr.com/mentale-staerke/">Mentale Stärke entwickeln: So bleibst du fokussiert &#038; gelassen</a> erschien zuerst auf <a href="https://jannikestoehr.com">Jannike Stöhr</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-start="345" data-end="816">Fühlst du dich im Alltag manchmal zerrissen – zwischen Entscheidungen, Erwartungen und dem Wunsch, endlich Klarheit zu haben? Vielleicht merkst du, dass du vieles kannst, aber nichts sich dauerhaft richtig anfühlt. Du funktionierst, doch innerlich fehlt dir der Fokus. Genau hier kann mentale Stärke ein Schlüssel sein: Sie hilft dir, klarer zu denken, gelassener zu handeln und wieder in Verbindung mit dir selbst zu kommen.</p>
<p data-start="818" data-end="1163">Mentale Stärke bedeutet nicht, sich zusammenzureißen oder härter zu arbeiten. Im Gegenteil: Sie ermöglicht dir, inmitten von Komplexität und Druck bei dir zu bleiben. Statt dich im Gedankenkarussell zu verlieren, gewinnst du Handlungsfähigkeit zurück – Schritt für Schritt, mit Strategien, die alltagstauglich und wissenschaftlich fundiert sind.</p>
<p data-start="1165" data-end="1508">In diesem Artikel erfährst du, wie du mentale Stärke gezielt aufbauen kannst. Du bekommst praktische Übungen, einen Selbsttest und einen klaren Überblick über das, was wirklich wirkt. Wenn du gerade das Gefühl hast, dich beruflich oder persönlich neu sortieren zu wollen – aber dir noch der innere Halt fehlt – dann bist du hier genau richtig.</p>
<h3 data-start="1871" data-end="1929">Was mentale Stärke ist – und warum du sie brauchst</h3>
<p data-start="1931" data-end="2257">Mentale Stärke beschreibt deine Fähigkeit, unter Druck, Stress oder Ungewissheit ruhig, handlungsfähig und klar zu bleiben. Sie hilft dir dabei, mit Herausforderungen besser umzugehen, dich nicht von Zweifeln oder äußeren Erwartungen lähmen zu lassen – und deinen eigenen Weg zu verfolgen, auch wenn er gerade noch unklar ist.</p>
<p data-start="2259" data-end="2561">Dabei geht es nicht darum, Gefühle zu unterdrücken oder immer „funktionieren“ zu müssen. Es geht darum, mit innerer Stabilität und Selbstvertrauen durch schwierige Phasen zu navigieren. Mentale Stärke bringt dich nicht weg von deinen Emotionen – sie hilft dir, sie zu verstehen und sinnvoll zu steuern.</p>
<h4 data-start="2563" data-end="2594">Was sagt die Wissenschaft?</h4>
<p data-start="2596" data-end="2764">Ein bekanntes Modell zur mentalen Stärke stammt aus der Psychologie des Leistungssports: das <a href="https://www.ambition.co.uk/blog/2017/02/the-4-cs-of-mental-toughness?source=google.com" target="_blank" rel="noopener"><strong data-start="2689" data-end="2702">4C-Modell</strong></a> (Clough et al., 2002). Es unterscheidet vier Kernkompetenzen:</p>
<ul data-start="2766" data-end="3127">
<li data-start="2766" data-end="2847">
<p data-start="2768" data-end="2847"><strong data-start="2768" data-end="2792">Control (Kontrolle):</strong> Du kannst deine Gedanken und Gefühle bewusst lenken.</p>
</li>
<li data-start="2848" data-end="2944">
<p data-start="2850" data-end="2944"><strong data-start="2850" data-end="2881">Commitment (Verpflichtung):</strong> Du bleibst an deinen Zielen dran – auch wenn es schwer wird.</p>
</li>
<li data-start="2945" data-end="3043">
<p data-start="2947" data-end="3043"><strong data-start="2947" data-end="2979">Challenge (Herausforderung):</strong> Du nimmst Veränderungen als Chance wahr, nicht als Bedrohung.</p>
</li>
<li data-start="3044" data-end="3127">
<p data-start="3046" data-end="3127"><strong data-start="3046" data-end="3079">Confidence (Selbstvertrauen):</strong> Du glaubst an dich – auch wenn andere zweifeln.</p>
</li>
</ul>
<p data-start="3129" data-end="3283">Diese vier Bereiche zeigen: Mentale Stärke ist nichts, was du „hast oder nicht hast“. Sie ist eine Fähigkeit, die du trainieren kannst – wie einen Muskel.</p>
<h4 data-start="3285" data-end="3342">Warum mentale Stärke gerade beruflich so wichtig ist</h4>
<p data-start="3344" data-end="3821">Wenn du viele Interessen und Talente hast, aber ständig das Gefühl, dich verzettelst oder nicht „ankommst“, dann kennst du wahrscheinlich diesen inneren Druck. Vielleicht stehst du vor einer beruflichen Veränderung, vielleicht willst du aus einem Job aussteigen, der nicht mehr zu dir passt. In solchen Übergangsphasen brauchst du mentale Stärke, um bei dir zu bleiben und gute Entscheidungen zu treffen – ohne dich von Angst, Zweifeln oder äußeren Meinungen steuern zu lassen.</p>
<p data-start="3823" data-end="3861">Mentale Stärke unterstützt dich dabei:</p>
<ul data-start="3863" data-end="4115">
<li data-start="3863" data-end="3912">
<p data-start="3865" data-end="3912">Prioritäten zu setzen, ohne dich zu verlieren</p>
</li>
<li data-start="3913" data-end="3956">
<p data-start="3915" data-end="3956">Selbstzweifel in Klarheit zu verwandeln</p>
</li>
<li data-start="3957" data-end="4011">
<p data-start="3959" data-end="4011">Mutige Schritte zu gehen, ohne dich zu überfordern</p>
</li>
<li data-start="4012" data-end="4066">
<p data-start="4014" data-end="4066">Kreative Lösungen zu entwickeln – auch unter Druck</p>
</li>
<li data-start="4067" data-end="4115">
<p data-start="4069" data-end="4115">Gelassen auf äußere Erwartungen zu reagieren</p>
</li>
</ul>
<blockquote data-start="4117" data-end="4202">
<p data-start="4119" data-end="4202"><strong data-start="4119" data-end="4202">„Mentale Stärke ist nicht das Gegenteil von Sensibilität – sie ist ihre Basis.“</strong></p>
</blockquote>
<h4 data-start="4204" data-end="4270">Mentale Stärke, Resilienz und Reizverarbeitung – was ist was?</h4>
<p data-start="4272" data-end="4299">Hier eine kurze Einordnung:</p>
<ul data-start="4301" data-end="4603">
<li data-start="4301" data-end="4402">
<p data-start="4303" data-end="4402"><strong data-start="4303" data-end="4322">Mentale Stärke:</strong> Deine Fähigkeit, mit Herausforderungen aktiv und lösungsorientiert umzugehen.</p>
</li>
<li data-start="4403" data-end="4486">
<p data-start="4405" data-end="4486"><strong data-start="4405" data-end="4419">Resilienz:</strong> Deine Fähigkeit, dich nach Rückschlägen wieder zu stabilisieren.</p>
</li>
<li data-start="4487" data-end="4603">
<p data-start="4489" data-end="4603"><strong data-start="4489" data-end="4510">Reizverarbeitung:</strong> Wie du äußere Eindrücke (z. B. Lärm, Kritik, Konflikte) emotional und kognitiv verarbeitest.</p>
</li>
</ul>
<p data-start="4605" data-end="4798">Wenn du eher empfindsam bist, vieles wahrnimmst und oft grübelst, dann ist mentale Stärke besonders wertvoll für dich. Sie hilft dir, deine Wahrnehmung zu nutzen – ohne dich darin zu verlieren.</p>
<h3 data-start="104" data-end="174">Die Wissenschaft dahinter – was mentale Stärke wirklich stärkt</h3>
<p data-start="176" data-end="506">Mentale Stärke klingt im Alltag oft wie ein Modewort – dabei steht dahinter ein breites wissenschaftliches Fundament aus Psychologie, Neurobiologie und Persönlichkeitsforschung. Wenn du besser verstehen möchtest, <strong data-start="389" data-end="438">wie du mentale Stärke gezielt aufbauen kannst</strong>, lohnt sich ein Blick auf die wichtigsten Modelle und Erkenntnisse.</p>
<h4 data-start="508" data-end="594">Heidelberger Kompetenztraining (HKT) – mentale Stärke als systematische Fähigkeit</h4>
<p data-start="596" data-end="934">Das <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Heidelberger_Kompetenztraining_zur_Entwicklung_mentaler_St%C3%A4rke" target="_blank" rel="noopener">Heidelberger Kompetenztraining</a> wurde ursprünglich für Leistungssituationen (z. B. Schule, Sport, Studium) entwickelt, lässt sich aber sehr gut auf den beruflichen Alltag übertragen. Es basiert auf der Idee, dass <strong data-start="812" data-end="871">mentale Stärke nicht angeboren, sondern trainierbar ist</strong> – durch bewusste Entwicklung sogenannter Handlungskompetenzen.</p>
<p data-start="936" data-end="967">Zentrale Bausteine im HKT sind:</p>
<ul data-start="969" data-end="1232">
<li data-start="969" data-end="1026">
<p data-start="971" data-end="1026"><strong data-start="971" data-end="990">Selbststeuerung</strong> (Gedanken &amp; Emotionen regulieren)</p>
</li>
<li data-start="1027" data-end="1089">
<p data-start="1029" data-end="1089"><strong data-start="1029" data-end="1045">Zielklarheit</strong> (realistische, motivierende Ziele setzen)</p>
</li>
<li data-start="1090" data-end="1163">
<p data-start="1092" data-end="1163"><strong data-start="1092" data-end="1118">Aufmerksamkeitslenkung</strong> (fokussiert bleiben trotz Reizüberflutung)</p>
</li>
<li data-start="1164" data-end="1232">
<p data-start="1166" data-end="1232"><strong data-start="1166" data-end="1199">Reflexion &amp; Selbstwirksamkeit</strong> (eigene Fortschritte erkennen)</p>
</li>
</ul>
<p data-start="1234" data-end="1472">Die Grundlage hierfür liefern Erkenntnisse aus der Neuropsychologie, insbesondere von Klaus Grawe und Seymour Epstein. Sie zeigen: Unser Erleben ist kein Zufall – es folgt inneren „Erwartungsskripten“, die wir gezielt beeinflussen können.</p>
<blockquote data-start="1474" data-end="1561">
<p data-start="1476" data-end="1561"><strong data-start="1476" data-end="1561">„Was du denkst, wie du fühlst, was du tust – das kannst du lernen, zu gestalten.“</strong></p>
</blockquote>
<h4 data-start="1563" data-end="1620">Positive Psychologie: Stärken statt Defizite fördern</h4>
<p data-start="1622" data-end="1963">Ein weiterer wichtiger Ansatz kommt aus der Positiven Psychologie. Sie fragt nicht: „Was fehlt dir?“, sondern: „Was funktioniert bei dir – und wie kannst du mehr davon nutzen?“<br data-start="1798" data-end="1801" />Gerade Menschen, die beruflich viel hinterfragen oder oft an sich selbst zweifeln, profitieren enorm davon, ihre Stärken gezielt zu identifizieren und anzuwenden.</p>
<p data-start="1965" data-end="2269">Ein bekanntes Werkzeug ist die <strong data-start="1996" data-end="2035">Stärkenanalyse nach Timothy Gallwey</strong> (bekannt aus dem Coaching-Konzept „Inner Game“). Sie hilft dabei, persönliche Ressourcen sichtbar zu machen – jenseits von Rollen, Jobtiteln oder CV. Im Coaching arbeiten wir mit ähnlichen Tools, z. B. wertebasierten Stärkenprofilen.</p>
<p data-start="2271" data-end="2308">Stärkenorientiertes Arbeiten fördert:</p>
<ul data-start="2310" data-end="2409">
<li data-start="2310" data-end="2337">
<p data-start="2312" data-end="2337">Höheres Selbstvertrauen</p>
</li>
<li data-start="2338" data-end="2364">
<p data-start="2340" data-end="2364">Klarere Entscheidungen</p>
</li>
<li data-start="2365" data-end="2409">
<p data-start="2367" data-end="2409">Mehr Motivation in herausfordernden Phasen</p>
</li>
</ul>
<h4 data-start="2411" data-end="2461">Das 4C-Modell – mentale Stärke messbar machen</h4>
<p data-start="2463" data-end="2608">Wie bereits beschrieben, unterteilt das 4C-Modell mentale Stärke in vier Dimensionen. Hier noch einmal <strong data-start="2566" data-end="2591">konkret und praxisnah</strong> zusammengefasst:</p>
<div class="_tableContainer_16hzy_1">
<div class="_tableWrapper_16hzy_14 group flex w-fit flex-col-reverse" tabindex="-1">
<table class="w-fit min-w-(--thread-content-width)" data-start="2610" data-end="3241">
<thead data-start="2610" data-end="2656">
<tr data-start="2610" data-end="2656">
<th data-start="2610" data-end="2626" data-col-size="sm">4C-Komponente</th>
<th data-start="2626" data-end="2638" data-col-size="md">Bedeutung</th>
<th data-start="2638" data-end="2656" data-col-size="md">Praxisbeispiel</th>
</tr>
</thead>
<tbody data-start="2677" data-end="3241">
<tr data-start="2677" data-end="2806">
<td data-start="2677" data-end="2703" data-col-size="sm"><strong data-start="2679" data-end="2690">Control</strong> (Kontrolle)</td>
<td data-col-size="md" data-start="2703" data-end="2759">Du bleibst auch in Stresssituationen innerlich ruhig.</td>
<td data-col-size="md" data-start="2759" data-end="2806">Regelmäßige Tagesstruktur mit echten Pausen</td>
</tr>
<tr data-start="2807" data-end="2938">
<td data-start="2807" data-end="2840" data-col-size="sm"><strong data-start="2809" data-end="2823">Commitment</strong> (Verpflichtung)</td>
<td data-col-size="md" data-start="2840" data-end="2889">Du ziehst Dinge durch – auch bei Widerständen.</td>
<td data-col-size="md" data-start="2889" data-end="2938">1 Ziel pro Woche klar definieren und umsetzen</td>
</tr>
<tr data-start="2939" data-end="3082">
<td data-start="2939" data-end="2973" data-col-size="sm"><strong data-start="2941" data-end="2954">Challenge</strong> (Herausforderung)</td>
<td data-col-size="md" data-start="2973" data-end="3029">Du siehst Veränderung als Lernfeld, nicht als Gefahr.</td>
<td data-col-size="md" data-start="3029" data-end="3082">Neues Projekt starten, auch ohne 100 % Sicherheit</td>
</tr>
<tr data-start="3083" data-end="3241">
<td data-start="3083" data-end="3118" data-col-size="sm"><strong data-start="3085" data-end="3099">Confidence</strong> (Selbstvertrauen)</td>
<td data-col-size="md" data-start="3118" data-end="3191">Du glaubst an deine Fähigkeiten – gerade dann, wenn es schwierig wird.</td>
<td data-col-size="md" data-start="3191" data-end="3241">Erfolgstagebuch oder Reflexions-Notizen führen</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<div class="sticky end-(--thread-content-margin) h-0 self-end select-none">
<div class="absolute end-0 flex items-end"></div>
</div>
</div>
</div>
<p data-start="3243" data-end="3379">Das Modell macht mentale Stärke nicht nur greifbar – es zeigt dir auch, <strong data-start="3315" data-end="3348">wo du konkret ansetzen kannst</strong>, um gezielt stärker zu werden.</p>
<h3 data-start="305" data-end="376">5 kraftvolle Übungen für mehr mentale Stärke – sofort umsetzbar</h3>
<p data-start="378" data-end="791">Mentale Stärke entsteht nicht in Extremsituationen, sondern in kleinen, bewussten Handlungen im Alltag. Die folgenden fünf Übungen helfen dir, gezielt jene Fähigkeiten zu trainieren, die im 4C-Modell und der Positiven Psychologie als besonders wirkungsvoll gelten. Jede Übung stärkt mindestens eine der vier mentalen Kernkompetenzen – du kannst sie direkt ausprobieren und flexibel an deinen Tagesablauf anpassen.</p>
<h4 data-start="798" data-end="844">1. Achtsamkeits-Routine &amp; Atempause</h4>
<p data-start="845" data-end="902"><strong data-start="845" data-end="854">Ziel:</strong> Kontrolle &amp; Selbststeuerung stärken (Control)</p>
<p data-start="904" data-end="1134">Im Alltag nehmen Gedanken oft Fahrt auf, bevor du bewusst eingreifen kannst. Gerade morgens entscheidet sich, wie du durch den Tag gehst. Mit einer einfachen Achtsamkeitsübung schaffst du einen klaren Start – mental wie emotional.</p>
<p data-start="1136" data-end="1150"><strong data-start="1136" data-end="1150">So geht&#8217;s:</strong></p>
<ol data-start="1152" data-end="1420">
<li data-start="1152" data-end="1203">
<p data-start="1155" data-end="1203">Setz dich morgens für 5 Minuten ungestört hin.</p>
</li>
<li data-start="1204" data-end="1274">
<p data-start="1207" data-end="1274">Atme ruhig ein und aus. Richte deine Aufmerksamkeit auf den Atem.</p>
</li>
<li data-start="1275" data-end="1349">
<p data-start="1278" data-end="1349">Wenn Gedanken kommen: Wahrnehmen – loslassen – zum Atem zurückkehren.</p>
</li>
<li data-start="1350" data-end="1420">
<p data-start="1353" data-end="1420">Frage dich anschließend: <em data-start="1378" data-end="1420">Was ist heute wirklich wichtig für mich?</em></p>
</li>
</ol>
<p data-start="1422" data-end="1522"><strong data-start="1422" data-end="1431">Tipp:</strong> Nutze ein Achtsamkeitstool wie Insight Timer oder stelle dir einen Timer – ohne Ablenkung.</p>
<blockquote data-start="1524" data-end="1638">
<p data-start="1526" data-end="1638">Diese Übung hilft dir, dich weniger von äußeren Reizen leiten zu lassen und deinen Tag mit Klarheit zu beginnen.</p>
</blockquote>
<h4 data-start="1645" data-end="1704">2. Visualisierungstechniken – die Zukunftsminute</h4>
<p data-start="1705" data-end="1781"><strong data-start="1705" data-end="1714">Ziel:</strong> Zielklarheit &amp; Selbstwirksamkeit stärken (Commitment &amp; Confidence)</p>
<p data-start="1783" data-end="2024">Das Gehirn unterscheidet kaum zwischen realer Erfahrung und lebhafter Vorstellung. Visualisierungen können so wirken wie mentale „Generalproben“ – sie aktivieren neuronale Netzwerke, die mit Selbstwirksamkeit und Orientierung verbunden sind.</p>
<p data-start="2026" data-end="2055"><strong data-start="2026" data-end="2055">Übung: Die Zukunftsminute</strong></p>
<ol data-start="2057" data-end="2343">
<li data-start="2057" data-end="2097">
<p data-start="2060" data-end="2097">Schließe die Augen für 60 Sekunden.</p>
</li>
<li data-start="2098" data-end="2263">
<p data-start="2101" data-end="2263">Stell dir vor, du wachst in einem Leben auf, das stimmig ist.<br data-start="2162" data-end="2165" />– Wo arbeitest du?<br data-start="2186" data-end="2189" />– Wie fühlst du dich?<br data-start="2213" data-end="2216" />– Mit welchen Menschen bist du im Kontakt?</p>
</li>
<li data-start="2264" data-end="2343">
<p data-start="2267" data-end="2343">Lass dieses Bild innerlich wirken. Atme ruhig. Öffne dann langsam die Augen.</p>
</li>
</ol>
<p data-start="2345" data-end="2449"><strong data-start="2345" data-end="2372">Reflexionsfrage danach:</strong> <em data-start="2373" data-end="2449">Was aus dieser Vision will heute schon gelebt werden – in kleinem Maßstab?</em></p>
<p data-start="2451" data-end="2581">Diese Übung eignet sich hervorragend für berufliche Übergangsphasen – sie verbindet emotionale Motivation mit kognitiver Klarheit.</p>
<h4 data-start="2588" data-end="2636">3. Handlungsziele statt Ergebnisziele</h4>
<p data-start="2637" data-end="2676"><strong data-start="2637" data-end="2646">Ziel:</strong> Commitment &amp; Fokus trainieren</p>
<p data-start="2678" data-end="2884">Ergebnisziele („Ich will den perfekten Job finden“) erzeugen oft Druck – vor allem, wenn der Weg dorthin unklar ist. Handlungsziele dagegen sind konkret, realistisch und stärken dein Gefühl von Fortschritt.</p>
<p data-start="2886" data-end="2899"><strong data-start="2886" data-end="2899">Beispiel:</strong></p>
<ul data-start="2901" data-end="3046">
<li data-start="2901" data-end="2964">
<p data-start="2903" data-end="2964">Statt: <em data-start="2910" data-end="2962">„Ich will endlich wissen, was ich beruflich will.“</em></p>
</li>
<li data-start="2965" data-end="3046">
<p data-start="2967" data-end="3046">→ <em data-start="2969" data-end="3046">„Ich nehme mir 3× die Woche 30 Minuten Zeit zur beruflichen Selbstklärung.“</em></p>
</li>
</ul>
<p data-start="3048" data-end="3094"><strong data-start="3048" data-end="3094">So formulierst du ein gutes Handlungsziel:</strong></p>
<ul data-start="3096" data-end="3247">
<li data-start="3096" data-end="3137">
<p data-start="3098" data-end="3137"><strong data-start="3098" data-end="3110">Konkret:</strong> Was genau willst du tun?</p>
</li>
<li data-start="3138" data-end="3192">
<p data-start="3140" data-end="3192"><strong data-start="3140" data-end="3155">Regelmäßig:</strong> Wann und wie oft willst du es tun?</p>
</li>
<li data-start="3193" data-end="3247">
<p data-start="3195" data-end="3247"><strong data-start="3195" data-end="3213">Selbstwirksam:</strong> Ist es komplett von dir abhängig?</p>
</li>
</ul>
<blockquote data-start="3249" data-end="3351">
<p data-start="3251" data-end="3351">Handlungsziele reduzieren Grübelei – und geben dir täglich die Möglichkeit, deine Stärke zu erleben.</p>
</blockquote>
<h4 data-start="3358" data-end="3411">4. Gedankensteuerung – das Gedanken-Update</h4>
<p data-start="3412" data-end="3472"><strong data-start="3412" data-end="3421">Ziel:</strong> Kontrolle &amp; Selbstvertrauen (Control &amp; Confidence)</p>
<p data-start="3474" data-end="3669">Gedanken prägen unsere Realität. Wenn du oft denkst „Ich krieg das nicht hin“, „Ich bin zu spät dran“ oder „Andere sind weiter“, wirkt sich das direkt auf deine Motivation und mentale Stärke aus.</p>
<p data-start="3671" data-end="3699"><strong data-start="3671" data-end="3699">Übung: Gedanken-Tagebuch</strong></p>
<ol data-start="3701" data-end="3928">
<li data-start="3701" data-end="3761">
<p data-start="3704" data-end="3761">Schreibe über drei Tage hinweg belastende Gedanken auf.</p>
</li>
<li data-start="3762" data-end="3838">
<p data-start="3765" data-end="3838">Frage dich zu jedem Satz: <em data-start="3791" data-end="3836">Würde ich das einer Freundin  oder einem Freund genauso sagen?</em></p>
</li>
<li data-start="3839" data-end="3928">
<p data-start="3842" data-end="3928">Ersetze jeden dysfunktionalen Gedanken durch eine stärkende, realistische Alternative.</p>
</li>
</ol>
<p data-start="3930" data-end="3943"><strong data-start="3930" data-end="3943">Beispiel:</strong></p>
<ul data-start="3945" data-end="4072">
<li data-start="3945" data-end="3998">
<p data-start="3947" data-end="3998">Alt: <em data-start="3952" data-end="3996">„Ich bin schon 44 – jetzt ist es zu spät.“</em></p>
</li>
<li data-start="3999" data-end="4072">
<p data-start="4001" data-end="4072">Neu: <em data-start="4006" data-end="4072">„Ich habe 20 Jahre Berufserfahrung – ich weiß, was ich brauche.“</em></p>
</li>
</ul>
<blockquote data-start="4074" data-end="4195">
<p data-start="4076" data-end="4195">Gedanken sind keine Wahrheiten – du darfst sie aktiv gestalten. Diese Übung hilft dir, dich innerlich neu auszurichten.</p>
</blockquote>
<h4 data-start="4202" data-end="4254">5. Rückschlag-Kartei &amp; Resilienzreflexion</h4>
<p data-start="4255" data-end="4304"><strong data-start="4255" data-end="4264">Ziel:</strong> Challenge &amp; Widerstandskraft trainieren</p>
<p data-start="4306" data-end="4536">Mentale Stärke zeigt sich besonders dann, wenn etwas nicht funktioniert wie geplant. Rückschläge können entmutigen – oder zur Kraftquelle werden. Mit einer Rückschlag-Kartei lernst du, aus jeder Erfahrung etwas für dich zu ziehen.</p>
<p data-start="4538" data-end="4552"><strong data-start="4538" data-end="4552">So geht&#8217;s:</strong></p>
<ol data-start="4554" data-end="4766">
<li data-start="4554" data-end="4632">
<p data-start="4557" data-end="4632">Nimm dir eine Karteikarte (digital oder analog) für jede Herausforderung.</p>
</li>
<li data-start="4633" data-end="4766">
<p data-start="4636" data-end="4644">Notiere:</p>
<ul data-start="4648" data-end="4766">
<li data-start="4648" data-end="4669">
<p data-start="4650" data-end="4669">Was ist passiert?</p>
</li>
<li data-start="4673" data-end="4695">
<p data-start="4675" data-end="4695">Was war schwierig?</p>
</li>
<li data-start="4699" data-end="4735">
<p data-start="4701" data-end="4735">Was habe ich trotzdem geschafft?</p>
</li>
<li data-start="4739" data-end="4766">
<p data-start="4741" data-end="4766">Was nehme ich daraus mit?</p>
</li>
</ul>
</li>
</ol>
<p data-start="4768" data-end="4907"><strong data-start="4768" data-end="4781">Beispiel:</strong><br data-start="4781" data-end="4784" /><em data-start="4784" data-end="4907">„Ich habe den Job nicht bekommen – aber ich habe mich getraut, mich zu zeigen und gelernt, was mir wirklich wichtig ist.“</em></p>
<blockquote data-start="4909" data-end="4985">
<p data-start="4911" data-end="4985">Diese Übung verankert den Blick auf dein Wachstum – nicht auf das Defizit.</p>
</blockquote>
<h3 data-start="4992" data-end="5041">Bonus: Selbsttest – Wie stark bist du mental?</h3>
<p data-start="5043" data-end="5270">Mit dem folgenden Test bekommst du einen ersten Eindruck, wo du stehst – und in welchen Bereichen du weiter wachsen kannst. Nimm dir 5 Minuten Zeit. Bewerte jede Aussage von 1 (trifft gar nicht zu) bis 5 (trifft vollkommen zu).</p>
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<div class="_tableWrapper_16hzy_14 group flex w-fit flex-col-reverse" tabindex="-1">
<table class="w-fit min-w-(--thread-content-width)" data-start="5272" data-end="5657">
<thead data-start="5272" data-end="5301">
<tr data-start="5272" data-end="5301">
<th data-start="5272" data-end="5282" data-col-size="md">Aussage</th>
<th data-start="5282" data-end="5301" data-col-size="sm">Bewertung (1–5)</th>
</tr>
</thead>
<tbody data-start="5316" data-end="5657">
<tr data-start="5316" data-end="5367">
<td data-start="5316" data-end="5362" data-col-size="md">Ich bleibe auch bei Stress innerlich ruhig.</td>
<td data-col-size="sm" data-start="5362" data-end="5367">☐</td>
</tr>
<tr data-start="5368" data-end="5420">
<td data-start="5368" data-end="5415" data-col-size="md">Ich verfolge meine Ziele trotz Rückschlägen.</td>
<td data-col-size="sm" data-start="5415" data-end="5420">☐</td>
</tr>
<tr data-start="5421" data-end="5484">
<td data-start="5421" data-end="5479" data-col-size="md">Ich sehe Veränderungen eher als Chance denn als Risiko.</td>
<td data-start="5479" data-end="5484" data-col-size="sm">☐</td>
</tr>
<tr data-start="5485" data-end="5539">
<td data-start="5485" data-end="5534" data-col-size="md">Ich glaube grundsätzlich an meine Fähigkeiten.</td>
<td data-col-size="sm" data-start="5534" data-end="5539">☐</td>
</tr>
<tr data-start="5540" data-end="5593">
<td data-start="5540" data-end="5588" data-col-size="md">Ich kann belastende Gedanken bewusst stoppen.</td>
<td data-col-size="sm" data-start="5588" data-end="5593">☐</td>
</tr>
<tr data-start="5594" data-end="5657">
<td data-start="5594" data-end="5652" data-col-size="md">Ich nehme mir regelmäßig Zeit für Klarheit &amp; Reflexion.</td>
<td data-col-size="sm" data-start="5652" data-end="5657">☐</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<div class="sticky end-(--thread-content-margin) h-0 self-end select-none">
<div class="absolute end-0 flex items-end"></div>
</div>
</div>
</div>
<p data-start="5659" data-end="5674"><strong data-start="5659" data-end="5674">Auswertung:</strong></p>
<ul data-start="5676" data-end="5965">
<li data-start="5676" data-end="5748">
<p data-start="5678" data-end="5748">24–30 Punkte: Du hast bereits eine starke mentale Basis – weiter so.</p>
</li>
<li data-start="5749" data-end="5840">
<p data-start="5751" data-end="5840">18–23 Punkte: Du bist auf einem guten Weg – mit etwas Feinschliff wirst du noch klarer.</p>
</li>
<li data-start="5841" data-end="5965">
<p data-start="5843" data-end="5965">Unter 18 Punkte: Es lohnt sich, gezielt an deinen mentalen Ressourcen zu arbeiten – z. B. mit einem Coach an deiner Seite.</p>
</li>
</ul>
<h3 data-start="244" data-end="312">Mentale Stärke im Berufsalltag – ein Beispiel aus der Praxis</h3>
<p data-start="314" data-end="782">Daniela ist 44, arbeitet seit vielen Jahren als Senior Produktmanagerin und kennt das Gefühl, alles zu können – aber innerlich nichts wirklich greifen zu können. Sie ist vielseitig, engagiert, strukturiert. Und gleichzeitig erschöpft vom ständigen Anspruch, noch mehr Klarheit über ihren nächsten beruflichen Schritt zu gewinnen. Ihre Tage sind durchgetaktet, ihre Gedanken oft woanders. Entscheidungen fühlt sie weniger, als dass sie sie analysiert. Das kostet Kraft.</p>
<p data-start="784" data-end="1165">In einem Moment zwischen zwei Zoom-Meetings fragt sie sich: <em data-start="844" data-end="924">„Warum bin ich eigentlich so erschöpft – obwohl ich objektiv erfolgreich bin?“</em><br data-start="924" data-end="927" />Die Antwort beginnt nicht mit einem neuen Jobangebot, sondern mit einem inneren Shift: Sie entscheidet sich, sich selbst wieder stärker zu führen. Nicht härter, sondern bewusster. Nicht mit noch mehr To-dos, sondern mit mentaler Klarheit.</p>
<p data-start="1167" data-end="1197"><strong data-start="1167" data-end="1197">Wie hat sie das geschafft?</strong></p>
<ul data-start="1199" data-end="1722">
<li data-start="1199" data-end="1322">
<p data-start="1201" data-end="1322">Sie beginnt, morgens eine 5-Minuten-Atemroutine zu machen – nicht, um produktiver zu sein, sondern um bei sich zu sein.</p>
</li>
<li data-start="1323" data-end="1479">
<p data-start="1325" data-end="1479">Sie ersetzt ihren Anspruch „Ich muss sofort wissen, was ich will“ durch das Ziel: „Ich schenke mir dreimal die Woche Raum zur beruflichen Orientierung.“</p>
</li>
<li data-start="1480" data-end="1579">
<p data-start="1482" data-end="1579">Sie notiert abends drei Dinge, die sie heute gestärkt haben – auch, wenn der Tag chaotisch war.</p>
</li>
<li data-start="1580" data-end="1722">
<p data-start="1582" data-end="1722">Sie erlaubt sich, in beruflichen Gesprächen ihre Unsicherheit zu benennen – und merkt: Das macht sie nicht schwächer, sondern authentischer.</p>
</li>
</ul>
<blockquote data-start="1724" data-end="1889">
<p data-start="1726" data-end="1889">„Ich habe gelernt, dass mentale Stärke nicht bedeutet, alles im Griff zu haben. Sondern zu wissen, wie ich mich wieder mit mir verbinde – auch wenn es mal brennt.“</p>
</blockquote>
<p data-start="1891" data-end="2083">Was Daniela erlebt, ist kein einmaliger Durchbruch, sondern ein Prozess: Sie wird klarer, ruhiger und mutiger. Nicht, weil sie weniger Zweifel hat – sondern weil sie besser damit umgehen kann.</p>
<h3 data-start="2090" data-end="2142">Nutzen für deine Entwicklung auf einen Blick</h3>
<p data-start="2144" data-end="2354">Wenn du mentale Stärke in deinem (Berufs-)Alltag kultivierst, profitierst du in vielerlei Hinsicht. Du wirst nicht nur belastbarer, sondern auch klarer in deinen Entscheidungen und zufriedener mit dir selbst.</p>
<p data-start="2356" data-end="2381"><strong data-start="2356" data-end="2381">Konkret bedeutet das:</strong></p>
<ul data-start="2383" data-end="2714">
<li data-start="2383" data-end="2439">
<p data-start="2385" data-end="2439">✅ Mehr Klarheit &amp; Fokus – auch in stürmischen Zeiten</p>
</li>
<li data-start="2440" data-end="2481">
<p data-start="2442" data-end="2481">✅ Weniger Grübeln &amp; emotionalen Druck</p>
</li>
<li data-start="2482" data-end="2539">
<p data-start="2484" data-end="2539">✅ Mut, Entscheidungen zu treffen – trotz Unsicherheit</p>
</li>
<li data-start="2540" data-end="2598">
<p data-start="2542" data-end="2598">✅ Mehr Verbindung zu dem, was dir wirklich wichtig ist</p>
</li>
<li data-start="2599" data-end="2656">
<p data-start="2601" data-end="2656">✅ Gestärktes Selbstvertrauen &amp; Gefühl von Wirksamkeit</p>
</li>
<li data-start="2657" data-end="2714">
<p data-start="2659" data-end="2714">✅ Mehr Ruhe im Kopf – und Raum für Kreativität und Sinn</p>
</li>
</ul>
<blockquote data-start="2716" data-end="2803">
<p data-start="2718" data-end="2803">Mentale Stärke ist kein Ziel, sondern ein Werkzeug für ein Leben, das dir entspricht.</p>
</blockquote>
<h3 data-start="273" data-end="324">FAQ: Häufige Fragen rund um mentale Stärke</h3>
<h4 data-start="326" data-end="394"><strong data-start="331" data-end="392">Was genau ist mentale Stärke – und woran erkenne ich sie?</strong></h4>
<p data-start="395" data-end="752">Mentale Stärke ist deine Fähigkeit, unter Druck handlungsfähig, fokussiert und emotional ausgeglichen zu bleiben. Sie zeigt sich nicht daran, keine Zweifel zu haben – sondern darin, wie du mit ihnen umgehst. Du erkennst mentale Stärke daran, dass du auch in schwierigen Situationen innerlich ruhig bleibst, lösungsorientiert denkst und dir selbst vertraust.</p>
<h4 data-start="754" data-end="814"><strong data-start="759" data-end="812">Wie kann ich mentale Stärke im Alltag trainieren?</strong></h4>
<p data-start="815" data-end="1120">Am besten durch kleine, wiederkehrende Übungen: Achtsamkeit, Visualisierung, klare Handlungsziele und mentale Reflexion. Wichtig ist die Regelmäßigkeit – nicht die Komplexität. Schon 10 Minuten am Tag können viel bewirken, wenn du gezielt an deinen Gedanken, Emotionen und deiner Aufmerksamkeit arbeitest.</p>
<h4 data-start="1122" data-end="1184"><strong data-start="1127" data-end="1182">Wie lange dauert es, bis sich erste Effekte zeigen?</strong></h4>
<p data-start="1185" data-end="1494">Viele Menschen berichten, dass sie bereits nach wenigen Tagen erste Effekte spüren – zum Beispiel mehr Ruhe oder einen klareren Fokus. Für tiefgreifende Veränderungen brauchst du in der Regel 4–8 Wochen regelmäßiges Training. Dabei hilft es, dranzubleiben und auch Rückschläge als Teil des Prozesses zu sehen.</p>
<h4 data-start="1496" data-end="1570"><strong data-start="1501" data-end="1568">Was ist der Unterschied zwischen Resilienz und mentaler Stärke?</strong></h4>
<p data-start="1571" data-end="1842">Resilienz beschreibt deine Fähigkeit, dich nach Krisen zu erholen. Mentale Stärke wirkt vorbeugend: Sie hilft dir, mit Herausforderungen aktiv und bewusst umzugehen, bevor sie zur Überlastung führen. Beide Fähigkeiten ergänzen sich – und lassen sich gemeinsam entwickeln.</p>
<h4 data-start="1844" data-end="1903"><strong data-start="1849" data-end="1901">Kann Coaching helfen, mentale Stärke aufzubauen?</strong></h4>
<p data-start="1904" data-end="2271">Ja – Coaching kann dich gezielt darin unterstützen, mentale Stärke auf deine individuelle Situation anzupassen. Ein Coach hilft dir, blinde Flecken zu erkennen, hinderliche Muster aufzulösen und neue Denk- und Handlungsspielräume zu entwickeln. Gerade in beruflichen Veränderungsphasen bietet Coaching einen geschützten Rahmen für Wachstum, Klarheit und Orientierung.</p>
<h3 data-start="334" data-end="405">Dein nächster Schritt – berufliche Klarheit mit mentaler Stärke</h3>
<p data-start="204" data-end="432">Wenn du beim Lesen gemerkt hast, dass mentale Stärke genau das ist, was dir aktuell beruflich fehlt – sei es für eine Entscheidung, eine Veränderung oder mehr innere Stabilität – dann wirf einen Blick auf unser Coaching-Angebot.</p>
<p data-start="434" data-end="567">Wir begleiten dich gern dabei, mentale Stärke und Klarheit zu entwickeln – und deine beruflichen Herausforderungen gezielt anzugehen.</p>
<p data-start="569" data-end="610">👉 <a class="" href="https://jannikestoehr.com/coaching-team/" target="_blank" rel="noopener" data-start="572" data-end="610">Mehr über unser Coaching erfahren</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://jannikestoehr.com/mentale-staerke/">Mentale Stärke entwickeln: So bleibst du fokussiert &#038; gelassen</a> erschien zuerst auf <a href="https://jannikestoehr.com">Jannike Stöhr</a>.</p>
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			</item>
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		<title>Hochsensibilität: Stärke erkennen &#038; im Job richtig nutzen</title>
		<link>https://jannikestoehr.com/hochsensibilitaet/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jannike Stöhr]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Jun 2025 20:51:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Stell dir vor, du nimmst mehr wahr als andere. Die Stimmung im Büro schlägt dir auf den Magen. Das Brummen des Beamers macht dich nervös. Abends liegst du erschöpft im Bett – ohne genau zu wissen, warum. Vielleicht denkst du: Warum reagiere ich so empfindlich? Was stimmt nicht mit mir? Die Antwort könnte ganz einfach [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://jannikestoehr.com/hochsensibilitaet/">Hochsensibilität: Stärke erkennen &#038; im Job richtig nutzen</a> erschien zuerst auf <a href="https://jannikestoehr.com">Jannike Stöhr</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-start="462" data-end="750">Stell dir vor, du nimmst mehr wahr als andere. Die Stimmung im Büro schlägt dir auf den Magen. Das Brummen des Beamers macht dich nervös. Abends liegst du erschöpft im Bett – ohne genau zu wissen, warum. Vielleicht denkst du: <em data-start="688" data-end="750">Warum reagiere ich so empfindlich? Was stimmt nicht mit mir?</em></p>
<p data-start="752" data-end="815">Die Antwort könnte ganz einfach sein: <strong data-start="790" data-end="815">Du bist hochsensibel.</strong></p>
<p data-start="817" data-end="972">Und das ist weder Schwäche noch Makel. Im Gegenteil: Hochsensibilität kann eine große Stärke sein – wenn du lernst, sie zu verstehen und gezielt zu nutzen.</p>
<h2 data-start="290" data-end="318">Was ist Hochsensibilität?</h2>
<h3 data-start="320" data-end="344">Begriff &amp; Definition</h3>
<p data-start="346" data-end="749">Hochsensibilität – auch bekannt als <em data-start="382" data-end="414">Sensory Processing Sensitivity</em> – ist ein Persönlichkeitsmerkmal, das sich durch eine besonders feine Wahrnehmung, tiefergehende Verarbeitung von Reizen und eine erhöhte emotionale Reaktionsbereitschaft auszeichnet. Der Begriff wurde vor allem durch die US-amerikanische Psychologin <strong data-start="666" data-end="688">Dr. Elaine N. Aron</strong> geprägt, die seit den 1990er-Jahren zu diesem Thema forscht.</p>
<p data-start="751" data-end="1135">Etwa <strong data-start="756" data-end="789">15–20 % der Menschen weltweit</strong> gelten als hochsensibel (Aron, 1997). Hochsensible Menschen (kurz: HSPs – Highly Sensitive Persons) erleben ihre Umwelt intensiver: Geräusche, Gerüche, Stimmungen oder auch zwischenmenschliche Spannungen wirken stärker auf sie ein. Das betrifft sowohl die äußere Welt als auch das innere Erleben – also Gedanken, Emotionen und Körperwahrnehmung.</p>
<blockquote>
<p data-start="751" data-end="1135">Hochsensible haben kein anderes Nervensystem – aber ein feiner abgestimmtes.</p>
</blockquote>
<p data-start="1241" data-end="1549">Diese Feinabstimmung führt dazu, dass Hochsensible in vielen Situationen tiefer reflektieren, differenzierter fühlen und mit großer Achtsamkeit auf ihre Umgebung reagieren. Gleichzeitig sind sie oft schneller reizüberflutet oder erschöpft – insbesondere in unserer reizintensiven, schnelllebigen Arbeitswelt.</p>
<p data-start="1551" data-end="1876">Wichtig ist: Hochsensibilität ist <strong data-start="1585" data-end="1603">keine Diagnose</strong>, keine psychische Störung und kein „Trend“ – sondern ein natürlicher Bestandteil menschlicher Vielfalt. So wie es extrovertierte und introvertierte Menschen gibt, gibt es auch Menschen mit einer stärker oder weniger stark ausgeprägten Sensibilität für Sinneseindrücke und emotionale Signale.</p>
<h3 data-start="1883" data-end="1917">Wissenschaftlicher Hintergrund zu Hochsensibilität</h3>
<p data-start="1919" data-end="2230">Die Forschung zeigt, dass Hochsensibilität eine biologische Grundlage hat. Neurowissenschaftliche Studien belegen, dass hochsensible Personen in bestimmten Gehirnarealen eine erhöhte Aktivität zeigen – insbesondere in Bereichen, die mit <strong data-start="2156" data-end="2168">Empathie</strong>, <strong data-start="2170" data-end="2194">Emotionsverarbeitung</strong> und <strong data-start="2199" data-end="2214">Bewusstheit</strong> zusammenhängen.</p>
<p data-start="2232" data-end="2266">Einige der zentralen Erkenntnisse:</p>
<ul data-start="2268" data-end="2721">
<li data-start="2268" data-end="2444">
<p data-start="2270" data-end="2444"><strong data-start="2270" data-end="2292">Gehirnscans (fMRI)</strong> zeigen bei Hochsensiblen eine verstärkte Aktivität in der <strong data-start="2351" data-end="2361">Insula</strong> und im <strong data-start="2369" data-end="2392">präfrontalen Cortex</strong>, wenn sie emotionale oder soziale Reize wahrnehmen.</p>
</li>
<li data-start="2445" data-end="2565">
<p data-start="2447" data-end="2565">Sie reagieren stärker auf <strong data-start="2473" data-end="2490">subtile Reize</strong> – etwa feinste Mimikveränderungen oder Stimmungsverschiebungen in Gruppen.</p>
</li>
<li data-start="2566" data-end="2721">
<p data-start="2568" data-end="2721">Auch körperliche Reize wie <strong data-start="2595" data-end="2622">Licht, Lärm, Temperatur</strong> oder Gerüche werden schneller als belastend erlebt – selbst wenn sie für andere kaum spürbar sind.</p>
</li>
</ul>
<p data-start="2723" data-end="2990">Ein zentrales Modell zur Erklärung ist das der <strong data-start="2770" data-end="2815">tiefen Reizverarbeitung (deep processing)</strong>: Hochsensible verarbeiten Informationen gründlicher und reflektierter – das kostet Energie, führt aber auch zu tiefem Verständnis, hoher Intuition und differenziertem Denken.</p>
<p data-start="2992" data-end="3166">Kurz gesagt: Hochsensible Menschen haben ein sehr aktives inneres Verarbeitungssystem – das macht sie besonders feinfühlig, aber auch verletzlicher gegenüber Reizüberflutung.</p>
<h3 data-start="3173" data-end="3217">Herausforderungen hochsensibler Menschen im Job</h3>
<p data-start="3219" data-end="3389">Nicht jede hochsensible Person zeigt alle Merkmale gleich stark – dennoch gibt es wiederkehrende Muster, die helfen, Hochsensibilität besser zu erkennen und zu verstehen:</p>
<div class="_tableContainer_16hzy_1">
<div class="_tableWrapper_16hzy_14 group flex w-fit flex-col-reverse" tabindex="-1">
<table class="w-fit min-w-(--thread-content-width)" data-start="3391" data-end="4147">
<thead data-start="3391" data-end="3481">
<tr data-start="3391" data-end="3481">
<th data-start="3391" data-end="3409" data-col-size="sm"><strong data-start="3393" data-end="3404">Bereich</strong></th>
<th data-start="3409" data-end="3481" data-col-size="lg"><strong data-start="3411" data-end="3445">Typische hochsensible Reaktion</strong></th>
</tr>
</thead>
<tbody data-start="3572" data-end="4147">
<tr data-start="3572" data-end="3706">
<td data-start="3572" data-end="3589" data-col-size="sm">Wahrnehmung</td>
<td data-start="3589" data-end="3706" data-col-size="lg">Geräusche, Licht, Gerüche, Temperatur – alles wird intensiver empfunden und schneller als „zu viel“ wahrgenommen.</td>
</tr>
<tr data-start="3707" data-end="3829">
<td data-start="3707" data-end="3724" data-col-size="sm">Emotionen</td>
<td data-start="3724" data-end="3829" data-col-size="lg">Tiefe Empathie, starke emotionale Resonanz – auch auf das Leid anderer oder gesellschaftliche Themen.</td>
</tr>
<tr data-start="3830" data-end="3938">
<td data-start="3830" data-end="3847" data-col-size="sm">Denken</td>
<td data-start="3847" data-end="3938" data-col-size="lg">Vielschichtiges, vernetztes Nachdenken, häufig auch Grübeln oder intensives Sinnsuchen.</td>
</tr>
<tr data-start="3939" data-end="4038">
<td data-start="3939" data-end="3956" data-col-size="sm">Kreativität</td>
<td data-start="3956" data-end="4038" data-col-size="lg">Hohes Potenzial für Innovation, Kunst, Sprache und originelle Problemlösungen.</td>
</tr>
<tr data-start="4039" data-end="4147">
<td data-start="4039" data-end="4056" data-col-size="sm">Soziales</td>
<td data-col-size="lg" data-start="4056" data-end="4147">Feines Gespür für Gruppendynamik, subtile Zwischentöne und unausgesprochene Spannungen.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<div class="sticky end-(--thread-content-margin) h-0 self-end select-none">
<div class="absolute end-0 flex items-end"></div>
</div>
</div>
</div>
<p data-start="4149" data-end="4459">Hochsensible spüren oft schon in einem Meeting, dass „etwas in der Luft liegt“ – lange bevor es jemand ausspricht. Gleichzeitig reagieren sie stark auf Kritik, unausgesprochene Erwartungen oder hohe Geräuschpegel. Viele berichten von einem ausgeprägten Bedürfnis nach Rückzug, Klarheit und innerer Stimmigkeit.</p>
<h2 data-start="371" data-end="407">Selbsttest: Bist du hochsensibel?</h2>
<h3 data-start="409" data-end="464">Finde heraus, ob Hochsensibilität auf dich zutrifft</h3>
<p data-start="466" data-end="749">Viele Menschen erleben sich im Alltag als besonders empfänglich für Stimmungen, Lärm oder zwischenmenschliche Spannungen – wissen aber nicht, woran das liegt. Dieser Selbsttest kann dir helfen, ein erstes Gefühl dafür zu bekommen, ob du zur Gruppe der hochsensiblen Menschen gehörst.</p>
<blockquote data-start="751" data-end="911">
<p data-start="753" data-end="911">Beantworte die folgenden Aussagen spontan mit <strong data-start="799" data-end="814">„trifft zu“</strong> oder <strong data-start="820" data-end="841">„trifft nicht zu“</strong> – es geht nicht um perfekte Genauigkeit, sondern um dein Bauchgefühl.</p>
</blockquote>
<h3 data-start="913" data-end="959">10 typische Anzeichen für Hochsensibilität</h3>
<p>&nbsp;</p>
<ol data-start="961" data-end="1944">
<li data-start="961" data-end="1030">
<p data-start="964" data-end="1030">Ich brauche mehr Ruhephasen als andere, um mich zu regenerieren.</p>
</li>
<li data-start="1031" data-end="1146">
<p data-start="1034" data-end="1146">Ich reagiere stark auf Geräusche, Gerüche oder Licht – manchmal bin ich schneller überfordert als mein Umfeld.</p>
</li>
<li data-start="1147" data-end="1259">
<p data-start="1150" data-end="1259">Konflikte oder angespannte Situationen beschäftigen mich noch lange, auch wenn sie scheinbar „gelöst“ sind.</p>
</li>
<li data-start="1260" data-end="1335">
<p data-start="1263" data-end="1335">Ich spüre oft, wie es anderen geht – ohne dass sie etwas sagen müssen.</p>
</li>
<li data-start="1336" data-end="1442">
<p data-start="1339" data-end="1442">Ich denke viel und tief über Dinge nach, auch über scheinbar kleine Details oder innere Widersprüche.</p>
</li>
<li data-start="1443" data-end="1529">
<p data-start="1446" data-end="1529">Multitasking strengt mich stark an – ich brauche Fokus, um klar denken zu können.</p>
</li>
<li data-start="1530" data-end="1677">
<p data-start="1533" data-end="1677">Ich fühle mich schnell überwältigt, wenn viele Eindrücke gleichzeitig auf mich einwirken (z. B. in offenen Büros, auf Events oder in Gruppen).</p>
</li>
<li data-start="1678" data-end="1771">
<p data-start="1681" data-end="1771">Ich sehne mich nach Sinn und Tiefe in meinem Beruf – reine „Effizienz“ reicht mir nicht.</p>
</li>
<li data-start="1772" data-end="1844">
<p data-start="1775" data-end="1844">Ich werde oft als besonders einfühlsam oder aufmerksam beschrieben.</p>
</li>
<li data-start="1845" data-end="1944">
<p data-start="1849" data-end="1944">Ich brauche viel Zeit für Entscheidungen – auch, weil ich oft alle Perspektiven berücksichtige.</p>
</li>
</ol>
<hr data-start="1946" data-end="1949" />
<h3 data-start="1951" data-end="1971">Deine Auswertung</h3>
<p data-start="1973" data-end="2028">Zähle, wie oft du mit <strong data-start="1995" data-end="2010">„trifft zu“</strong> geantwortet hast:</p>
<ul data-start="2030" data-end="2551">
<li data-start="2030" data-end="2208">
<p data-start="2032" data-end="2208"><strong data-start="2032" data-end="2043">0–3 Mal</strong>: Hochsensibilität spielt bei dir wahrscheinlich keine zentrale Rolle – wobei Empathie oder Introversion natürlich trotzdem Teil deiner Persönlichkeit sein können.</p>
</li>
<li data-start="2209" data-end="2383">
<p data-start="2211" data-end="2383"><strong data-start="2211" data-end="2222">4–6 Mal</strong>: Du zeigst deutliche Tendenzen zu hochsensiblen Reaktionen. Vielleicht bist du sensibler als der Durchschnitt – ohne dich klar in einer Kategorie zu verorten.</p>
</li>
<li data-start="2384" data-end="2551">
<p data-start="2386" data-end="2551"><strong data-start="2386" data-end="2398">7–10 Mal</strong>: Es ist sehr wahrscheinlich, dass du hochsensibel bist. Vielleicht hast du das schon geahnt – oder jetzt erstmals einen Namen für dein Erleben gefunden.</p>
</li>
</ul>
<p data-start="2553" data-end="2814">🔎 <strong data-start="2556" data-end="2568">Wichtig:</strong> Dieser Test ersetzt keine professionelle Diagnose – aber er kann dir ein erster Kompass sein. Einen ausführlicheren und wissenschaftlich fundierten Test findest du auf der <a href="https://hsperson.com/test/highly-sensitive-test/" target="_blank" rel="noopener">Webseite von Dr. Elaine Aron.</a> Noch wichtiger als das Ergebnis ist, wie du dich selbst verstehst. Hochsensibilität ist kein Etikett – sondern ein Hinweis auf deine Wahrnehmungsweise.</p>
<hr data-start="2816" data-end="2819" />
<h3 data-start="2821" data-end="2866">Was du jetzt mit diesem Wissen tun kannst</h3>
<p data-start="2868" data-end="3206">Wenn du dich in vielen Aussagen wiedererkennst, ist das kein Grund zur Sorge – sondern ein möglicher Schlüssel zu mehr Selbstverständnis. Viele hochsensible Menschen erleben nach dieser Erkenntnis eine große Erleichterung. Endlich ergibt vieles Sinn: das Erschöpftsein, das Nicht-Mitkommen, das „Ich-funktioniere-nicht-wie-andere“-Gefühl.</p>
<p data-start="3208" data-end="3334">💬 Vielleicht fragst du dich jetzt: <em data-start="3244" data-end="3289">„Was bedeutet das für meinen Berufsalltag?“</em> – Genau darum geht es im nächsten Abschnitt.</p>
<h2 data-start="357" data-end="408">Hochsensibilität im Job: Stress oder Superkraft?</h2>
<h3 data-start="410" data-end="448">Der Alltag von Anna – ein Beispiel</h3>
<p data-start="450" data-end="713">Anna ist 38, Projektleiterin in einer renommierten Agentur. Ihre Karriere läuft: internationale Kund:innen, gute Zahlen, hohe Verantwortung. Auf dem Papier sieht alles gut aus – doch innerlich ist sie erschöpft. Ständig auf Empfang, ständig im Hochleistungsmodus.</p>
<p data-start="715" data-end="742">Im Alltag sieht das so aus:</p>
<ul data-start="744" data-end="1206">
<li data-start="744" data-end="836">
<p data-start="746" data-end="836"><strong data-start="746" data-end="766">Ständig Meetings</strong>, oft ohne klare Agenda. Kaum Luft zum Nachdenken oder Nacharbeiten.</p>
</li>
<li data-start="837" data-end="912">
<p data-start="839" data-end="912"><strong data-start="839" data-end="865">Kaum ungestörte Zeiten</strong>, um ihre eigentlichen Aufgaben zu erledigen.</p>
</li>
<li data-start="913" data-end="1001">
<p data-start="915" data-end="1001"><strong data-start="915" data-end="924">Druck</strong>, immer performen zu müssen – auch wenn innerlich längst die Energie fehlt.</p>
</li>
<li data-start="1002" data-end="1120">
<p data-start="1004" data-end="1120">Kolleg:innen, die scheinbar <strong data-start="1032" data-end="1055">mühelos durchziehen</strong>, während sie sich fragt: <em data-start="1081" data-end="1118">Warum strengt mich das alles so an?</em></p>
</li>
<li data-start="1121" data-end="1206">
<p data-start="1123" data-end="1206">Ein Chef, der Effizienz lobt – aber kaum Verständnis für ihre leisen Signale zeigt.</p>
</li>
</ul>
<p data-start="1208" data-end="1598">Abends ist sie ausgelaugt. Sie merkt, dass sie nicht nur müde ist – sie ist <strong data-start="1284" data-end="1297">überreizt</strong>. Schon Kleinigkeiten bringen sie aus dem Gleichgewicht: ein klingelndes Handy, zu grelles Licht, ein kritischer Blick im Call. Lange dachte sie: <em data-start="1443" data-end="1491">„Ich bin einfach nicht stressresistent genug.“</em> Bis sie im Coaching zum ersten Mal den Begriff „Hochsensibilität“ hört – und plötzlich vieles Sinn ergibt.</p>
<blockquote data-start="1600" data-end="1720">
<p data-start="1602" data-end="1720">„Ich habe nicht funktioniert wie andere – aber ich habe auch nie hinterfragt, ob ich vielleicht einfach anders ticke.“</p>
</blockquote>
<hr data-start="1722" data-end="1725" />
<h3 data-start="1727" data-end="1785">Typische berufliche Herausforderungen für Hochsensible</h3>
<p data-start="1787" data-end="1980">Hochsensible Menschen haben ein anderes Reizfilter-System: Sie nehmen mehr wahr, verarbeiten tiefer – und geraten deshalb schneller an Belastungsgrenzen, gerade in klassischen Arbeitskontexten.</p>
<p data-start="1982" data-end="2028">Diese Belastungen treten besonders häufig auf:</p>
<ul data-start="2030" data-end="2557">
<li data-start="2030" data-end="2125">
<p data-start="2032" data-end="2125"><strong data-start="2032" data-end="2051">Reizüberflutung</strong>: Lärmpegel im Großraumbüro, offene Strukturen, ständige Unterbrechungen</p>
</li>
<li data-start="2126" data-end="2214">
<p data-start="2128" data-end="2214"><strong data-start="2128" data-end="2154">Emotionale Erschöpfung</strong>: Mitfühlen ist ihre Stärke – aber ständige Empathie zehrt</p>
</li>
<li data-start="2215" data-end="2311">
<p data-start="2217" data-end="2311"><strong data-start="2217" data-end="2236">Perfektionismus</strong>: Hoher Anspruch, Dinge „richtig“ zu machen – auch ohne externe Erwartung</p>
</li>
<li data-start="2312" data-end="2422">
<p data-start="2314" data-end="2422"><strong data-start="2314" data-end="2331">Selbstzweifel</strong>: Das Gefühl, nicht „richtig“ zu sein, entsteht oft durch fehlendes Verständnis im Umfeld</p>
</li>
<li data-start="2423" data-end="2557">
<p data-start="2425" data-end="2557"><strong data-start="2425" data-end="2440">Systemdruck</strong>: Wettbewerb, Tempo, Kontrollkultur – vieles davon widerspricht dem tiefen Bedürfnis nach Echtheit, Qualität und Sinn</p>
</li>
</ul>
<p data-start="2559" data-end="2718">Diese Faktoren wirken nicht isoliert. Sie summieren sich – und führen bei Hochsensiblen schneller zu Überforderung, innerem Rückzug oder gar stiller Kündigung.</p>
<hr data-start="2720" data-end="2723" />
<h3 data-start="2725" data-end="2793">Das Gute: Hochsensible haben Stärken, die heute gebraucht werden</h3>
<p data-start="2795" data-end="2999">Viele Eigenschaften, die hochsensible Menschen mitbringen, sind in der modernen Arbeitswelt mehr gefragt denn je – besonders in Kontexten, in denen Empathie, Kreativität und differenziertes Denken zählen.</p>
<p data-start="3001" data-end="3044">Typische Potenziale hochsensibler Menschen:</p>
<ul data-start="3046" data-end="3525">
<li data-start="3046" data-end="3167">
<p data-start="3048" data-end="3167"><strong data-start="3048" data-end="3065">Tiefes Denken</strong> → Sie erkennen Zusammenhänge, die andere übersehen – ideal für Strategie, Forschung, Konzeptarbeit.</p>
</li>
<li data-start="3168" data-end="3261">
<p data-start="3170" data-end="3261"><strong data-start="3170" data-end="3182">Empathie</strong> → Sie spüren, was Teams bewegt, und können tragfähige Beziehungen gestalten.</p>
</li>
<li data-start="3262" data-end="3398">
<p data-start="3264" data-end="3398"><strong data-start="3264" data-end="3281">Feines Gespür</strong> → Sie nehmen Zwischentöne wahr – hilfreich in der Kommunikation mit Kund:innen, Klient:innen oder Führungskräften.</p>
</li>
<li data-start="3399" data-end="3525">
<p data-start="3401" data-end="3525"><strong data-start="3401" data-end="3416">Kreativität</strong> → Sie denken ungewöhnlich, ganzheitlich, originell – ein Geschenk in jeder Branche, die sich verändern muss.</p>
</li>
</ul>
<p data-start="3527" data-end="3715">Viele HSPs (Highly Sensitive Persons) sind auch hervorragende Zuhörer:innen, Moderator:innen oder Problemlöser:innen – weil sie die Dinge nicht nur analysieren, sondern auch spüren können.</p>
<blockquote data-start="3717" data-end="3858">
<p data-start="3719" data-end="3858">Hochsensibilität ist kein Hindernis für beruflichen Erfolg – aber sie braucht ein anderes Maß von Selbststeuerung und Umgebungsintelligenz.</p>
</blockquote>
<hr data-start="3860" data-end="3863" />
<h2 data-start="3865" data-end="3895">Welcher Beruf passt zu mir?</h2>
<h3 data-start="3897" data-end="3946">Berufsfelder, in denen Hochsensible aufblühen</h3>
<p data-start="3948" data-end="4212">Wenn du hochsensibel bist, kennst du das vielleicht: Ein lautes Büro macht dich nervös, aber eine Stunde konzentriertes Arbeiten an einem Text lässt dich aufblühen. Es geht oft nicht darum, <em data-start="4138" data-end="4143">was</em> du tust, sondern <em data-start="4161" data-end="4166">wie</em> und <em data-start="4171" data-end="4198">unter welchen Bedingungen</em> du arbeitest.</p>
<p data-start="4214" data-end="4335">Die folgenden Berufsfelder bieten gute Voraussetzungen für Hochsensible – nicht nur inhaltlich, sondern auch strukturell:</p>
<div class="_tableContainer_16hzy_1">
<div class="_tableWrapper_16hzy_14 group flex w-fit flex-col-reverse" tabindex="-1">
<table class="w-fit min-w-(--thread-content-width)" data-start="4337" data-end="5323">
<thead data-start="4337" data-end="4476">
<tr data-start="4337" data-end="4476">
<th data-start="4337" data-end="4363" data-col-size="sm">Kategorie</th>
<th data-start="4363" data-end="4410" data-col-size="md">Beispielberufe</th>
<th data-start="4410" data-end="4476" data-col-size="md">Warum sie passen</th>
</tr>
</thead>
<tbody data-start="4616" data-end="5323">
<tr data-start="4616" data-end="4756">
<td data-start="4616" data-end="4642" data-col-size="sm"><strong data-start="4618" data-end="4641">Beratung &amp; Coaching</strong></td>
<td data-start="4642" data-end="4690" data-col-size="md">Psycholog:in, Coach, Mediator:in</td>
<td data-start="4690" data-end="4756" data-col-size="md">Empathie &amp; Zuhören gefragt, tiefes Arbeiten mit Menschen</td>
</tr>
<tr data-start="4757" data-end="4896">
<td data-start="4757" data-end="4782" data-col-size="sm"><strong data-start="4759" data-end="4780">Kreativwirtschaft</strong></td>
<td data-start="4782" data-end="4830" data-col-size="md">Texter:in, Designer:in, Fotograf:in</td>
<td data-start="4830" data-end="4896" data-col-size="md">Ausdruck &amp; Gestaltung statt Hektik, Raum für Intuition</td>
</tr>
<tr data-start="4897" data-end="5036">
<td data-start="4897" data-end="4922" data-col-size="sm"><strong data-start="4899" data-end="4919">Bildung &amp; Kultur</strong></td>
<td data-start="4922" data-end="4970" data-col-size="md">Dozent:in, Museumspädagog:in, Übersetzer:in</td>
<td data-col-size="md" data-start="4970" data-end="5036">Strukturierte, sinnhafte Umgebungen mit geistigem Tiefgang</td>
</tr>
<tr data-start="5037" data-end="5178">
<td data-start="5037" data-end="5065" data-col-size="sm"><strong data-start="5039" data-end="5064">Gesundheit &amp; Soziales</strong></td>
<td data-start="5065" data-end="5112" data-col-size="md">Ergotherapeut:in, Heilpraktiker:in, Hebamme</td>
<td data-start="5112" data-end="5178" data-col-size="md">Nähe zu Menschen, Individualität statt Standardisierung</td>
</tr>
<tr data-start="5179" data-end="5323">
<td data-start="5179" data-end="5208" data-col-size="sm"><strong data-start="5181" data-end="5207">Wissenschaft &amp; Analyse</strong></td>
<td data-start="5208" data-end="5256" data-col-size="md">UX-Researcher:in, Qualitätsmanager:in, Lektor:in</td>
<td data-start="5256" data-end="5323" data-col-size="md">Tiefe Konzentration, Datenliebe, weniger soziale Dauerbelastung</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<div class="sticky end-(--thread-content-margin) h-0 self-end select-none">
<div class="absolute end-0 flex items-end"></div>
</div>
</div>
</div>
<p data-start="5325" data-end="5563">Diese Liste ist keine Schablone – sie soll inspirieren. Auch innerhalb vermeintlich „lauter“ Branchen gibt es oft stille Nischen: ein Redakteur im Homeoffice, eine Architektin in nachhaltigen Projekten, ein IT-Consultant im Research-Team.</p>
<p data-start="5565" data-end="5717">🧭 <strong data-start="5568" data-end="5622">Wichtig ist nicht der Jobtitel, sondern das Umfeld</strong>: Rückzugsräume, klare Kommunikation, Sinnorientierung und Flexibilität machen den Unterschied.</p>
<h2 data-start="486" data-end="527">Strategien für mehr Energie &amp; Klarheit</h2>
<p data-start="529" data-end="850">Hochsensibilität bringt ein intensiveres Erleben mit sich – das ist wertvoll, aber auch kräftezehrend. Damit du im Alltag stabil bleibst und deine Stärken entfalten kannst, brauchst du Strategien, die wirklich zu dir passen. Es geht nicht darum, dich „abzuhärten“, sondern darum, <strong data-start="809" data-end="849">klug mit deinen Ressourcen umzugehen</strong>.</p>
<hr data-start="852" data-end="855" />
<h3 data-start="857" data-end="892">Selbstfürsorge für Hochsensible</h3>
<p data-start="894" data-end="1163">Selbstfürsorge ist für Hochsensible keine Option – sie ist Voraussetzung für seelische und körperliche Gesundheit. Viele Betroffene haben gelernt, sich anzupassen oder durchzuhalten. Doch wer dauerhaft über die eigenen Grenzen geht, verliert den Zugang zu seiner Kraft.</p>
<p data-start="1165" data-end="1238">Die folgenden Impulse können dir helfen, wieder in deine Mitte zu finden:</p>
<ul data-start="1240" data-end="2612">
<li data-start="1240" data-end="1567">
<p data-start="1242" data-end="1567"><strong data-start="1242" data-end="1265">Reizfilter schaffen</strong><br data-start="1265" data-end="1268" />Wenn dich viele Eindrücke ermüden, reduziere gezielt Reize: Noise-Cancelling-Kopfhörer, bewusstes Ausblenden von Push-Nachrichten, feste Zeiten für stille Arbeit helfen, dein Nervensystem zu entlasten. Auch visuelle Ruhe am Arbeitsplatz (Pflanzen, dezente Farben, klare Struktur) wirkt oft Wunder.</p>
</li>
<li data-start="1569" data-end="1945">
<p data-start="1571" data-end="1945"><strong data-start="1571" data-end="1600">Regeneration priorisieren</strong><br data-start="1600" data-end="1603" />Hochsensible brauchen mehr Pausen – nicht aus Schwäche, sondern wegen ihrer tieferen Verarbeitung. Mini-Auszeiten wie ein Spaziergang in der Natur, bewusstes Atmen oder 10 Minuten Journaling können helfen, dein System zu resetten. Auch Powernapping, Meditation oder ruhige Routinen wie Teetrinken oder Lesen am Abend fördern deine Erholung.</p>
</li>
<li data-start="1947" data-end="2288">
<p data-start="1949" data-end="2288"><strong data-start="1949" data-end="1964">Klares Nein</strong><br data-start="1964" data-end="1967" />„Nein“ zu sagen ist für viele Hochsensible eine echte Herausforderung – aus Angst vor Konflikten oder Ablehnung. Doch jedes „Ja“, das du gegen dein Gefühl gibst, ist ein „Nein“ zu dir selbst. Übe, höflich aber bestimmt deine Grenzen zu benennen. Du wirst erleben, dass du dadurch eher an Respekt gewinnst als verlierst.</p>
</li>
<li data-start="2290" data-end="2612">
<p data-start="2292" data-end="2612"><strong data-start="2292" data-end="2319">Mini-Rückzüge im Alltag</strong><br data-start="2319" data-end="2322" />Du musst nicht gleich eine Auszeit nehmen – manchmal reichen 3 Minuten, um dich neu zu zentrieren. Schließe für einen Moment die Tür, schalte dein Handy in den Flugmodus, schließe die Augen und atme bewusst. Gönn dir diese Mikro-Pausen regelmäßig – sie machen langfristig den Unterschied.</p>
</li>
</ul>
<p data-start="2614" data-end="2731">🧭 Selbstfürsorge ist kein Egoismus – sie ist deine Grundlage, um im Kontakt mit anderen klar und präsent zu bleiben.</p>
<hr data-start="2733" data-end="2736" />
<h3 data-start="2738" data-end="2778">Kommunikation: Zeig, was du brauchst</h3>
<p data-start="2780" data-end="3005">Viele hochsensible Menschen haben sich jahrelang angepasst – an Teams, an Erwartungen, an Arbeitsroutinen, die nicht zu ihnen passen. Doch wer nie sagt, was er braucht, darf sich nicht wundern, wenn es niemand berücksichtigt.</p>
<p data-start="3007" data-end="3061">Dabei ist Kommunikation der Schlüssel – gerade im Job:</p>
<ul data-start="3063" data-end="3690">
<li data-start="3063" data-end="3228">
<p data-start="3065" data-end="3228"><strong data-start="3065" data-end="3085">Sage deinem Team</strong>, dass du fokussierte Zeit brauchst, um gute Arbeit zu leisten. Du musst nicht deine Hochsensibilität erklären, sondern nur deine Arbeitsweise.</p>
</li>
<li data-start="3229" data-end="3395">
<p data-start="3231" data-end="3395"><strong data-start="3231" data-end="3258">Vereinbare klare Zeiten</strong>, in denen du ungestört arbeiten kannst – z. B. 9–11 Uhr ohne Calls. Diese Phasen können offiziell „Deep Work“-Zeiten im Kalender werden.</p>
</li>
<li data-start="3396" data-end="3532">
<p data-start="3398" data-end="3532"><strong data-start="3398" data-end="3432">Bitte um schriftliche Aufgaben</strong> statt verbalem „To-Do-Feuerwerk“ über fünf Kanäle. Je klarer deine To-dos, desto ruhiger dein Kopf.</p>
</li>
<li data-start="3533" data-end="3690">
<p data-start="3535" data-end="3690"><strong data-start="3535" data-end="3550">Nutze Tools</strong>, die dich strukturieren – z. B. Notion für Planung, Toggl für Zeittracking oder ein Wochenplan mit Farben für Fokus-, Sozial- und Ruhetage.</p>
</li>
</ul>
<p data-start="3692" data-end="3877">💬 Und: Sprich aus, wenn dir etwas zu viel wird – <em data-start="3742" data-end="3749">bevor</em> dein System überlastet ist. Viele Konflikte entstehen nicht, weil jemand sensibel ist, sondern weil zu lange geschwiegen wurde.</p>
<h3 data-start="3884" data-end="3924">Zwischenfazit: Du darfst anders sein</h3>
<p data-start="3926" data-end="4134">Wenn du das Gefühl hast, nicht mithalten zu können, liegt das oft nicht an dir – sondern am System. Hochsensible Menschen sind nicht gemacht für ständige Reizüberflutung, Dauerverfügbarkeit und endlose Calls.</p>
<p data-start="4136" data-end="4316">Aber: Sie sind großartig darin, <strong data-start="4168" data-end="4196">Verbindungen zu schaffen</strong>, <strong data-start="4198" data-end="4226">klare Gedanken zu denken</strong> und <strong data-start="4231" data-end="4257">Veränderung anzustoßen</strong> – wenn sie einen Raum finden, in dem sie aufblühen dürfen.</p>
<h2 data-start="343" data-end="391">FAQ – häufige Fragen rund um Hochsensibilität</h2>
<h3 data-start="393" data-end="444">Ist Hochsensibilität dasselbe wie Introversion?</h3>
<p data-start="446" data-end="778">Nein – auch wenn die Begriffe oft verwechselt oder vermischt werden. Viele hochsensible Menschen sind tatsächlich introvertiert, weil sie viel innere Verarbeitung benötigen und schnell reizüberflutet sind. Aber: Es gibt auch <strong data-start="671" data-end="702">extrovertierte Hochsensible</strong>, die soziale Kontakte lieben – sie brauchen nur mehr Zeit zur Regeneration.</p>
<p data-start="780" data-end="810">Der Unterschied liegt im Kern:</p>
<ul data-start="812" data-end="1117">
<li data-start="812" data-end="953">
<p data-start="814" data-end="953"><strong data-start="814" data-end="830">Introversion</strong> beschreibt eine Tendenz zur Innenorientierung: Kraft wird aus Stille geschöpft, soziale Interaktionen kosten eher Energie.</p>
</li>
<li data-start="954" data-end="1117">
<p data-start="956" data-end="1117"><strong data-start="956" data-end="976">Hochsensibilität</strong> betrifft die <strong data-start="990" data-end="1016">Reizverarbeitungstiefe</strong> – also wie intensiv Sinneseindrücke und emotionale Informationen aufgenommen und verarbeitet werden.</p>
</li>
</ul>
<p data-start="1119" data-end="1260">Beides kann sich überlappen, ist aber nicht gleich. Du kannst introvertiert, extrovertiert, hochsensibel – oder eine Kombination daraus sein.</p>
<hr data-start="1262" data-end="1265" />
<h3 data-start="1267" data-end="1326">Wie erkenne ich, ob mein Job nicht (mehr) zu mir passt?</h3>
<p data-start="1328" data-end="1497">Diese Frage stellen sich viele Hochsensible, weil sie in lauten, leistungsorientierten Arbeitsumfeldern häufig an ihre Grenzen stoßen – lange, bevor andere etwas merken.</p>
<p data-start="1499" data-end="1585">Typische Anzeichen, dass dein Job nicht (mehr) kompatibel mit deiner Sensibilität ist:</p>
<ul data-start="1587" data-end="2118">
<li data-start="1587" data-end="1690">
<p data-start="1589" data-end="1690">Du fühlst dich nach der Arbeit nicht nur müde, sondern <strong data-start="1644" data-end="1661">reizüberladen</strong> – oft ohne konkrete Ursache.</p>
</li>
<li data-start="1691" data-end="1798">
<p data-start="1693" data-end="1798">Du spürst einen wachsenden Wunsch nach Rückzug oder innerem Ausstieg – obwohl du äußerlich funktionierst.</p>
</li>
<li data-start="1799" data-end="1887">
<p data-start="1801" data-end="1887">Du passt dich ständig an, <strong data-start="1827" data-end="1852">verlierst dich selbst</strong>, hast aber Angst, etwas zu ändern.</p>
</li>
<li data-start="1888" data-end="2004">
<p data-start="1890" data-end="2004">Du bemerkst, dass du deine eigentlichen Talente (z. B. Empathie, Tiefgang, Kreativität) <strong data-start="1978" data-end="2003">nicht ausleben kannst</strong>.</p>
</li>
<li data-start="2005" data-end="2118">
<p data-start="2007" data-end="2118">Du hast körperliche Signale: Spannungskopfschmerzen, Schlafprobleme, innere Unruhe oder emotionale Erschöpfung.</p>
</li>
</ul>
<p data-start="2120" data-end="2351">Diese Zeichen sind keine Schwäche – sondern wichtige Hinweise. Nimm sie ernst. Denn je früher du dir bewusst machst, was du brauchst, desto besser kannst du Veränderungen aktiv gestalten – statt aus Erschöpfung heraus zu reagieren.</p>
<hr data-start="2353" data-end="2356" />
<h3 data-start="2358" data-end="2408">Ist Hochsensibilität heilbar oder behandelbar?</h3>
<p data-start="2410" data-end="2573">Diese Frage kommt häufig – und sie ist verständlich. Viele, die gerade erst entdecken, dass sie hochsensibel sind, empfinden ihre Feinfühligkeit zunächst als Last.</p>
<p data-start="2575" data-end="2780">Aber: <strong data-start="2581" data-end="2619">Hochsensibilität ist keine Störung</strong> und muss daher <strong data-start="2635" data-end="2674">nicht behandelt oder geheilt werden</strong>. Sie ist ein angeborenes Temperamentsmerkmal – vergleichbar mit Linkshändigkeit oder Intelligenzprofilen.</p>
<p data-start="2782" data-end="2830">Was du aber sehr wohl tun kannst – und solltest:</p>
<ul data-start="2832" data-end="3121">
<li data-start="2832" data-end="2910">
<p data-start="2834" data-end="2910"><strong data-start="2834" data-end="2865">Dein Umfeld aktiv gestalten</strong> (z. B. reizärmer, klarer, werteorientierter)</p>
</li>
<li data-start="2911" data-end="2956">
<p data-start="2913" data-end="2956"><strong data-start="2913" data-end="2956">Grenzen ziehen und kommunizieren lernen</strong></p>
</li>
<li data-start="2957" data-end="3035">
<p data-start="2959" data-end="3035"><strong data-start="2959" data-end="3008">Verstehen, wie dein Nervensystem funktioniert</strong> – und wie du es regulierst</p>
</li>
<li data-start="3036" data-end="3121">
<p data-start="3038" data-end="3121"><strong data-start="3038" data-end="3066">Dich selbst ernst nehmen</strong>, auch wenn andere deine Empfindsamkeit nicht verstehen</p>
</li>
</ul>
<p data-start="3123" data-end="3278">Mit diesem Wissen und passenden Strategien wird Hochsensibilität <strong data-start="3188" data-end="3214">nicht weniger intensiv</strong> – aber sie wird <strong data-start="3231" data-end="3277">tragbarer, verständlicher und gestaltbarer</strong>.</p>
<hr data-start="3280" data-end="3283" />
<h3 data-start="3285" data-end="3346">Welche Rolle spielt Coaching – speziell für Hochsensible?</h3>
<p data-start="3348" data-end="3586">Ein gutes Coaching ist kein Rezept, sondern ein Raum: für Klarheit, Struktur, Selbstannahme und Mut. Gerade hochsensible Menschen profitieren stark davon, weil sie sich oft zwischen den Extremen verlieren: sich anpassen oder zurückziehen.</p>
<p data-start="3588" data-end="3614">Im Coaching geht es darum:</p>
<ul data-start="3616" data-end="4042">
<li data-start="3616" data-end="3702">
<p data-start="3618" data-end="3702"><strong data-start="3618" data-end="3675">Deine Hochsensibilität zu erkennen und wertzuschätzen</strong>, statt sie zu verstecken</p>
</li>
<li data-start="3703" data-end="3787">
<p data-start="3705" data-end="3787"><strong data-start="3705" data-end="3750">Deine beruflichen Bedürfnisse zu benennen</strong> – jenseits von alten Rollenmustern</p>
</li>
<li data-start="3788" data-end="3859">
<p data-start="3790" data-end="3859"><strong data-start="3790" data-end="3820">Stärken sichtbar zu machen</strong>, die du selbst nicht mehr wahrnimmst</p>
</li>
<li data-start="3860" data-end="3947">
<p data-start="3862" data-end="3947"><strong data-start="3862" data-end="3903">Klarheit über neue Wege zu entwickeln</strong> – mit realistischen und mutigen Schritten</p>
</li>
<li data-start="3948" data-end="4042">
<p data-start="3950" data-end="4042"><strong data-start="3950" data-end="3979">Entscheidungen zu treffen</strong>, die nicht vom Außen, sondern von deinem Inneren getragen sind</p>
</li>
</ul>
<p data-start="4044" data-end="4155">Coaching ersetzt keine Therapie – aber es kann der wichtigste Schritt in Richtung beruflicher Stimmigkeit sein.</p>
<h2 data-start="4162" data-end="4186">Dein nächster Schritt</h2>
<p data-start="4188" data-end="4441">Wenn du dich in diesem Artikel wiedererkennst, ist das kein Zufall. Vielleicht hast du jahrelang versucht, dich anzupassen. Vielleicht hast du deine Sensibilität als Schwäche erlebt. Oder du spürst: <em data-start="4387" data-end="4441">Da ist mehr möglich – aber ich weiß noch nicht, wie.</em></p>
<p data-start="4443" data-end="4497">Dann lade ich dich ein, mit mir ins Gespräch zu gehen.</p>
<p data-start="4499" data-end="4642">🎯 Lass uns gemeinsam herausfinden, wie deine Hochsensibilität nicht länger ein innerer Konflikt, sondern dein beruflicher Kompass werden kann.</p>
<p data-start="4644" data-end="4773">👉 <strong data-start="4647" data-end="4730"><a class="cursor-pointer" href="https://jannikestoehr.com/coaching-team/" target="_new" rel="noopener" data-start="4649" data-end="4728">Kostenloses Kennenlerngespräch vereinbaren</a></strong><br data-start="4730" data-end="4733" />Vertraulich, individuell, auf Augenhöhe.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://jannikestoehr.com/hochsensibilitaet/">Hochsensibilität: Stärke erkennen &#038; im Job richtig nutzen</a> erschien zuerst auf <a href="https://jannikestoehr.com">Jannike Stöhr</a>.</p>
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		<item>
		<title>Metakognition – mit Reflexion zur Selbsterkenntnis</title>
		<link>https://jannikestoehr.com/metakognition-mit-reflexion-zur-selbsterkenntnis/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jannike Stöhr]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Jun 2023 19:24:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Metakognition beschäftigt sich mit dem Nachdenken über das eigene Denken. Dabei geht es darum, sich über die eigenen kognitiven Prozesse wie Gedanken, Wissen, Meinungen und Entscheidungen bewusst zu werden und diese zu reflektieren. Auch im Arbeitsleben können metakognitive Fähigkeiten helfen, gute Entscheidungen zu treffen und die eigene Karriere passend zu gestalten. Was ist Metakognition? [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://jannikestoehr.com/metakognition-mit-reflexion-zur-selbsterkenntnis/">Metakognition – mit Reflexion zur Selbsterkenntnis</a> erschien zuerst auf <a href="https://jannikestoehr.com">Jannike Stöhr</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Metakognition beschäftigt sich mit dem Nachdenken über das eigene Denken. Dabei geht es darum, sich über die eigenen kognitiven Prozesse wie Gedanken, Wissen, Meinungen und Entscheidungen bewusst zu werden und diese zu reflektieren. Auch im Arbeitsleben können metakognitive Fähigkeiten helfen, gute Entscheidungen zu treffen und die eigene Karriere passend zu gestalten.</p>
<h2><strong>Was ist Metakognition?</strong></h2>
<p>Du möchtest dich auf einen neuen Job bewerben und denkst darüber nach, wie du das Unternehmen am besten von deinen Fähigkeiten überzeugst, wie du dein Anschreiben formulierst und was du im Vergleich zu deiner letzten Bewerbung verbessern kannst?</p>
<p>Bei deinen Überlegungen geht es nicht nur um die Bewerbung an sich, sondern auch darum, dir Gedanken zu deiner Bewerbungsstrategie zu machen und zu reflektieren, welches Vorgehen in Bezug auf deine Bewerbung am meisten Erfolg verspricht. Indem du dein eigenes Denken und Handeln reflektierst, kommst du zu besseren Entscheidungen und kannst den Bewerbungsprozess verbessern.</p>
<p>Wenn wir uns Gedanken zu unseren eigenen Gedanken machen, befinden wir uns im metakognitiven Bereich. Auf einer übergeordneten Ebene, der Metaebene, sind wir uns unseres eigenen Wissens bewusst. Wir setzen uns mit unseren eigenen kognitiven Prozessen wie beispielsweise unseren Gedanken, unserem Wissen, unseren Meinungen, Einstellungen und Entscheidungen auseinander. Im metakognitiven Bereich prüfen wir, ob unsere Erinnerungen, Gedanken, Urteile oder Überzeugungen zuverlässig sind. Und wir sind in der Lage, die eigenen Kognitionen zu kontrollieren.</p>
<h2>Der Begriff Metakognition stammt aus Stanford</h2>
<p>Der Begriff Metakognition geht auf den emeritierten Professor der Psychologie an der Stanford-Universität John H. Flavell zurück. Flavell unterschied das metakognitive Wissen auf der einen und die metakognitive Überwachung sowie Selbstregulierung auf der anderen Seite. Unter der Begrifflichkeit des metakognitiven Wissens fasst Flavell das personenbezogene, aufgabenbezogene und strategische Wissen sowie metakognitive Empfindungen zusammen.</p>
<p>Wenn du deine Bewerbung zusammenstellst, weißt du, ob es in deinem Leben eine Veränderung gab, die du in deinem Lebenslauf noch aktualisieren musst. Du bist dir also deines personenbezogenen Wissens – in Form deiner Gedanken und deines Gedächtnisses – bewusst. Wenn du weißt, welche Schritte für deine Bewerbung erforderlich sind, z. B. dein Anschreiben in einem Bewerbungssystem hochzuladen, dann greifst du auf dein aufgabenbezogenes Wissen zurück. Mittels deines strategischen Wissens findest du Ideen, wie du deine Bewerbung verbessern kannst, sodass die Erfolgswahrscheinlichkeit steigt. Zu den metakognitiven Empfindungen zählt beispielsweise die Einschätzung, dass es dir schwerfallen wird, dir für das Vorstellungsgespräch die wichtigsten Zahlen, Daten und Fakten eines Unternehmens zu merken.</p>
<p>Die metakognitive Überwachung bzw. Kontrolle sowie Selbstregulierung sorgen dafür, dass du eine Aufgabe entsprechend deines Wissensstandes planen und erledigen kannst und, dass du dir darüber bewusst bist, wie weit du noch von deinem Ziel entfernt bist.</p>
<h2><strong>Wie hilft Metakognition beim Lernen und Treffen von Entscheidungen, und was bringt das im Job?</strong></h2>
<p>Stelle dir vor, es ist dein erster Tag in einem neuen Unternehmen und du klappst deinen neuen Laptop auf. Auf ihm sind einige neue Programme installiert, mit denen du vorher noch nicht gearbeitet hast. Damit du deinen neuen Job bestmöglich ausführen kannst, möchtest du dich, so schnell es geht, in die Programme einarbeiten. Jetzt kommt deine Metakognition ins Spiel: das Wissen und das Bewusstsein darüber, was du lernen möchtest, wie du das bisher Gelernte kontrollieren und dein weiteres Lernen anpassen kannst.</p>
<p>Du weißt, dass du in der Vergangenheit schon ähnliche Programme genutzt hast. Deshalb ist nicht alles neu für dich. Du machst dich daran, dir die neuen Funktionen zu erarbeiten und hinterher zu kontrollieren, was du bereits gelernt hast und was noch fehlt – du entwickelst eine metakognitive Lernstrategie für die neuen Inhalte.</p>
<p>Nachdem du deine nächsten Lernschritte geplant hast, legst du los und machst die eigentliche Arbeit: das Lernen. Das Lernen an sich und die Art und Weise, wie du dir die Inhalte einprägst, ist deine kognitive Lernstrategie. Hast du das erledigt, kontrollierst du deinen Lernfortschritt anhand deiner vorher festgelegten Lernziele. Kennst du inzwischen alle neuen Programme auf deinem Laptop in- und auswendig? Dann ist dein Lernziel erreicht. Merkst du, dass dir noch Wissen fehlt, regulierst du dein Lernverhalten. Du passt deine metakognitive Lernstrategie an und lernst weiter.</p>
<p>Der Prozess des Planens, Kontrollierens und Regulierens lässt sich auch auf unseren Arbeitsalltag anwenden. Nehmen wir an, in deinem neuen Job prasseln viele Aufgaben gleichzeitig auf dich ein. Wie bewältigst du diese To-do-Flut? Die Antwort: mithilfe deiner Metakognition und Fähigkeit zur Selbstregulierung.</p>
<p>Sofern du bereits Erfahrung in deinem Job gesammelt hast, erlaubt dir deine Metakognition, von vornherein einschätzen und bewerten zu können, wie aufwendig eine Aufgabe ist und was zu tun ist, um sie zu erledigen.</p>
<p>Deine Fähigkeit zur Selbstregulation hilft dir dabei, deine Ressourcen so auf deine Aufgaben zu verteilen, dass du sie zielgerichtet und erfolgreich bewältigen kannst. Sie hilft dir zum Beispiel beim Priorisieren.</p>
<p>Die Metakognition und Selbstregulierung sind die Basis für selbständiges Arbeiten und Organisieren verschiedener Tätigkeiten im Job. Denken wir vorher über unser Handeln nach, können wir bessere Ergebnisse erzielen.</p>
<h2><strong>Wie kann ich metakognitive Fähigkeiten fördern?</strong></h2>
<p>Die einfache Antwort auf diese Frage lautet: durch Selbstreflexion.</p>
<p>Wenn du den Artikel bis hierhin aufmerksam gelesen hast, dann hat dich die Erklärung zur Metakognition vielleicht an die Definition der Selbstreflexion erinnert. Wenn wir mit einer gewissen Distanz auf uns schauen und uns selbst „von außen“ beobachten, reflektieren wir.</p>
<p>Selbstreflexion gibt uns die Chance, unser eigenes Denken und Handeln zu bewerten und Probleme zu erkennen sowie passende Lösungsstrategien zu finden. Durch das Reflektieren können wir ausmachen, an welchen Stellen wir etwas verändern möchten.</p>
<p>Deine metakognitiven Fähigkeiten förderst du, indem du regelmäßig dich, deine Gedanken, dein Handeln oder deine Situation reflektierst. Wenn du das nächste Mal vor einer Herausforderung stehst, halte inne und überlege, was die beste Vorgehensweise sein könnte.</p>
<p>Du kannst dir zum Beispiel wöchentlich oder monatlich eine bestimmte Zeit in deinem Kalender blocken und dir so eine Routine zur Selbstreflexion schaffen. Stelle dir immer wieder die Fragen, die für dich wichtig sind, um zu überprüfen, ob du dort bist, wo du hin möchtest. Als Orientierung kannst du die folgenden Fragen nutzen:</p>
<ul>
<li>Was will ich wirklich?</li>
<li>Was macht mich glücklich?</li>
<li>Entspricht meine Entscheidung meinen Werten?</li>
<li>Welche Ziele möchte ich erreichen?</li>
<li>Zahlt diese Aufgabe auf meine Ziele ein?</li>
<li>Was möchte ich verbessern oder verändern?</li>
</ul>
<p>Du kannst dir dein ganz eigenes Set an Fragen erstellen und für deine Reflexion nutzen. Wenn du möchtest, schreibe dir deine Antworten in einem Journal auf. Je öfter du dich selbst reflektierst, desto geübter wirst du darin, deine metakognitive Fähigkeit gezielt einzusetzen und über dein Denken nachzudenken.</p>
<h2>Viele Coaching-Methoden nutzen die Metakognition</h2>
<p>Auch Coaching kann dabei helfen, die Metakognition zu schulen. Mithilfe von gezielten Coaching-Methoden, wie zum Beispiel dem „<a href="https://www.nlp.at/nlp-lexikon?uebung_detail=22">Meta-Mirror</a>“, kann dich ein Coach anleiten, deine Denkprozesse zu reflektieren und zu verbessern, um mögliche Fehler oder Muster im Denken aufzudecken und bessere Entscheidungen zu treffen. Der Meta-Mirror ermöglicht es dem Klienten, seine Gedanken und Handlungen aus einer anderen Perspektive zu betrachten und so ein tieferes Verständnis für sich selbst zu gewinnen.</p>
<p>Ein weiterer Ansatz im <a href="https://jannikestoehr.com/coaching/">Coaching</a> ist die Förderung der Selbstreflexion. Durch gezielte Fragen und Übungen kann der Coach den Klienten dabei unterstützen, seine eigenen Gedanken und Handlungen zu reflektieren und so ein tieferes Verständnis für sich selbst zu gewinnen. So kann der Klient oder die Klientin bessere Entscheidungen treffen und seine Karriere und sein Leben passend gestalten.</p>
<h2><strong>Wie kann ich Metakognition im Arbeitsleben anwenden?</strong></h2>
<p>Metakognitive Fähigkeiten können dir helfen, gute Entscheidungen zu treffen und deine Karriere passend zu gestalten. Beim Bewerbungsprozess zum Beispiel kannst du deine Gedanken zu deiner Bewerbungsstrategie reflektieren und herausfinden, welches Vorgehen am meisten Erfolg verspricht. Im Joballtag kannst du mithilfe deiner Metakognition und Fähigkeit zur Selbstregulierung deine Ressourcen so auf deine Aufgaben verteilen, dass du sie zielgerichtet und erfolgreich bewältigen kannst. Außerdem kann sie dir helfen, hinderliche Muster hinter dir zu lassen und dein Potenzial voll und ganz zu entfalten.</p>
<h2>Fazit &#8211; Schlüssel zur Potenzialentfaltung</h2>
<p>Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Metakognition eine essenzielle Fähigkeit ist, um im Beruf und im Leben gute Entscheidungen zu treffen und das eigene Potenzial voll auszuschöpfen. Durch das Reflektieren und Bewusstmachen unserer Gedanken und Handlungen können wir uns besser kennenlernen und unsere Ziele effektiver verfolgen. Ob im Bewerbungsprozess, bei der Steuererklärung oder im Alltag – metakognitive Fähigkeiten helfen uns dabei, unsere Ressourcen zu optimieren und erfolgreich zu sein.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://jannikestoehr.com/metakognition-mit-reflexion-zur-selbsterkenntnis/">Metakognition – mit Reflexion zur Selbsterkenntnis</a> erschien zuerst auf <a href="https://jannikestoehr.com">Jannike Stöhr</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Personal Branding &#8211; So wirst du mit deiner Leidenschaft sichtbar</title>
		<link>https://jannikestoehr.com/personal-branding-so-wirst-du-mit-deiner-leidenschaft-sichtbar/</link>
					<comments>https://jannikestoehr.com/personal-branding-so-wirst-du-mit-deiner-leidenschaft-sichtbar/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jannike Stöhr]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Jun 2023 19:20:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als ich zum ersten Mal von Personal Branding hörte, sorgte der Begriff bei mir für Ablehnung. Sollte ich mich selbst wie ein Produkt zur Schau stellen und verkaufen? Nein, danke! In den letzten Jahren habe ich jedoch immer mehr darüber gelernt, was sich wirklich hinter diesem Begriff verbirgt. Anhand meines eigenen Beispiels und dem meiner [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://jannikestoehr.com/personal-branding-so-wirst-du-mit-deiner-leidenschaft-sichtbar/">Personal Branding &#8211; So wirst du mit deiner Leidenschaft sichtbar</a> erschien zuerst auf <a href="https://jannikestoehr.com">Jannike Stöhr</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich zum ersten Mal von Personal Branding hörte, sorgte der Begriff bei mir für Ablehnung. Sollte ich mich selbst wie ein Produkt zur Schau stellen und verkaufen? Nein, danke! In den letzten Jahren habe ich jedoch immer mehr darüber gelernt, was sich wirklich hinter diesem Begriff verbirgt. Anhand meines eigenen Beispiels und dem meiner Coachees konnte ich feststellen: Personal Branding ist wertvoll für jeden Menschen und war schon immer Teil meiner Arbeit als Coach für erfüllte Karrieren. Denn es geht in erster Linie darum, herauszufinden, welchen Mehrwert man mit seiner Leidenschaft für andere schaffen kann und damit sichtbar zu werden.</p>
<h2>Was bedeutet Personal Branding?</h2>
<p>Deine Marke ist das, was andere Leute über dich sagen, wenn du nicht im Raum bist. &#8211; Jeff Bezos</p>
<p>Personal Branding bedeutet, sich darüber im Klaren zu sein, welchen Mehrwert man für andere schaffen kann und sich selbst damit zu präsentieren. Es kann dabei helfen, Ziele zu erreichen, wie beispielsweise einen neuen Job zu finden, neue Kund*innen zu gewinnen oder ein Netzwerk aufzubauen. Ohne Personal Branding kann dies sehr anstrengend sein, mit Personal Branding wird es einfacher. Ziel ist es, dass andere Menschen einen für das schätzen, was man ist und was man kann, und dass sie einen mit seinem Ziel in Verbindung bringen. Wenn man beispielsweise auf der Suche nach einem neuen Job ist, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit auf einen passenden Kontakt, die Weiterleitung einer spannenden Stellenausschreibung und auf ein Job-Angebot, wenn viele Menschen von dem Ziel wissen.</p>
<p>Personal Branding ist ein Werkzeug für die eigene Karriere und eröffnet viele Möglichkeiten für Selbstständige und Angestellte. Es setzt sich aus zwei Teilen zusammen:</p>
<ol>
<li>Die Positionierung, also dem Verständnis über sich selbst, die eigenen Fähigkeiten, das eigene Wissen und die Persönlichkeit, mit denen man einen Mehrwert auf dem Arbeitsmarkt schaffen kann.</li>
<li>Die Sichtbarkeit, denn es reicht nicht aus, gut zu sein und einen Mehrwert zu schaffen, andere Menschen müssen genau das auch zu sehen bekommen.</li>
</ol>
<h2>Beispiele für gelungene Personenmarken</h2>
<p>Richard Branson ist eine der bekanntesten Personenmarken weltweit und hat mit seiner Marke Virgin einen großen Erfolg erzielt. Durch sein Personal Branding hat er nicht nur sichtbar gemacht, wofür er steht und welche Werte er vertritt, sondern auch eine starke Bindung zu seinen Kunden und Fans aufgebaut. Branson wird oft mit Abenteuergeist, Lebenslust und Unternehmertum in Verbindung gebracht und hat durch seine unkonventionelle und risikobereite Art viele Fans gewonnen.</p>
<p>Eine ebenfalls sehr bekannte und erfolgreiche Personenmarke hat Gary Vaynerchuk aufgebaut. Er hat sich als Experte für Social Media Marketing und Entrepreneurship positioniert und ist bekannt für seine unkonventionelle und direkte Art. Seine Marke zeichnet sich durch Authentizität, Engagement und eine klare Botschaft aus. Er setzt auf eine starke Präsenz in sozialen Medien und hat mit seiner Online-Präsenz eine große Community aufgebaut. Seine Marke steht für Erfolg und Selbstverwirklichung und spricht vor allem junge Menschen an, die sich für Entrepreneurship und Karriereentwicklung interessieren.</p>
<h2>Zwei zentrale Fragen beim Personal Branding</h2>
<p>Die zwei zentralen Fragen beim Personal Branding lauten: Wer bin ich und was kann ich? Personal Branding hilft bei Bewerbungs- und Verkaufsgesprächen und führt dazu, dass man selbstbewusster wird, indem man sich seiner eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen bewusst wird.</p>
<p>Es ist empfehlenswert, im Unternehmen offen darüber zu sprechen, was man geleistet hat oder welches Wissen man besitzt, wo man helfen kann und wofür man steht. So kann man andere Menschen unterstützen, einen Mehrwert liefern und gleichzeitig die eigene Karriere in die richtigen Bahnen lenken, wenn man das möchte.</p>
<p>Es ist wichtig, bei der Personal-Brand auf die Karriereziele zu schauen und die Brand nach diesen Zielen auszurichten. Man sollte sich fragen, wie man der Zielgruppe, also den Menschen, die einem helfen können, die eigenen Ziele zu erreichen, helfen kann und welchen Mehrwert man ihnen bieten kann. Im zweiten Schritt sollte man sich fragen, wie man diesen Mehrwert sichtbar machen kann und was man für andere tun kann, um ihnen zu helfen. Auch welche Erfolge man bei vorherigen Arbeitgebern hatte, kann hier eine wichtige Rolle spielen.</p>
<h2>Unterschied zur Unternehmensmarke</h2>
<p>Während es bei der Unternehmensmarke darum geht, das Image und die Reputation des Unternehmens zu gestalten, geht es bei der Personal Brand um die Entwicklung und Pflege des eigenen Images und Rufs. Die Unternehmensmarke steht für die Werte, Visionen und Ziele des Unternehmens, während die Personal Brand für die Persönlichkeit, Fähigkeiten und Leistungen des Einzelnen oder der Einzelnen steht. Während die Unternehmensmarke oft von einem ganzen Team gestaltet wird, ist die Personal Brand eng mit der Person verbunden und wird von dieser selbst entwickelt und gepflegt.</p>
<p>Eine erfolgreiche Personal Brand kann jedoch auch positive Auswirkungen auf die Unternehmensmarke haben. Wenn Mitarbeiter*innen und insbesondere Führungskräfte als Personenmarke bekannt sind, kann das auch auf das Unternehmen abstrahlen und dessen Image stärken.</p>
<h2>Für wen ist Personal Branding sinnvoll?</h2>
<p>Personal Branding ist für jeden sinnvoll, der sich auf dem Arbeitsmarkt oder im Business erfolgreich positionieren und sichtbar machen möchte. Es eignet sich zum Beispiel für Selbstständige, Freelancer und Unternehmer, die ihr eigenes Business aufbauen möchten. Aber auch Angestellte können von Personal Branding profitieren, indem sie sich innerhalb ihres Unternehmens als Experten positionieren oder sich in ihrem Fachbereich einen Namen machen. Wer sich beruflich weiterentwickeln möchte, Kontakte knüpfen oder gar einen Jobwechsel anstrebt, sollte seine Personal Brand entwickeln und pflegen.</p>
<h2>Wie baue ich mir eine Personenmarke auf?</h2>
<p>Um eine erfolgreiche Personal Brand aufzubauen, gibt es einige Schritte, die man beachten sollte:</p>
<ol>
<li>Zielgruppe definieren: Definiere genau, wer deine Zielgruppe ist und was ihre Bedürfnisse und Wünsche sind. So kannst du dich auf die Dinge konzentrieren, die für deine Zielgruppe am wichtigsten sind und eine starke Verbindung aufbauen.</li>
<li>Positionierung: Finde heraus, was deine Stärken und Kompetenzen sind und wie du diese am besten einsetzen kannst, um einen Mehrwert für deine Zielgruppe zu schaffen. Überlege dir auch, wie du dich von anderen Personen abheben kannst, die ähnliche Fähigkeiten und Interessen haben.</li>
<li>Sichtbarkeit: Um eine erfolgreiche Personal Brand aufzubauen, musst du auch sichtbar sein. Nutze Social-Media-Plattformen wie LinkedIn, Twitter oder Instagram, um deine Inhalte zu teilen und dich zu vernetzen. Erstelle auch eine eigene Website oder einen Blog, um deine Expertise zu zeigen und deine Zielgruppe zu informieren.</li>
<li>Kontinuität: Eine erfolgreiche Personal Brand wird nicht über Nacht aufgebaut. Es erfordert Zeit und Kontinuität, um eine starke Präsenz aufzubauen und eine Marke zu etablieren. Veröffentliche regelmäßig Inhalte und bleibe aktiv in den sozialen Medien, um eine starke Verbindung zu deiner Zielgruppe aufzubauen.</li>
<li>Authentizität: Eine erfolgreiche Personal Brand basiert auf Authentizität. Sei ehrlich und authentisch in deinem Auftritt und teile deine Persönlichkeit und deine Geschichte mit deiner Zielgruppe. So kannst du eine starke Verbindung aufbauen und eine loyale Anhängerschaft gewinnen.</li>
<li>Netzwerk: Nutze dein Netzwerk, um deine Personal Brand zu fördern. Vernetze dich mit anderen Personen in deinem Fachbereich und arbeite mit ihnen zusammen, um deine Reichweite zu erhöhen und neue Möglichkeiten zu entdecken.</li>
</ol>
<h2>Welche Kanäle eignen sich für meine Personal-Brand?</h2>
<p>Es gibt viele Kanäle, die sich für den Aufbau einer Personal Brand eignen. Die Wahl der Kanäle hängt jedoch von deiner Zielgruppe und deinen persönlichen Präferenzen ab. Einige gängige Kanäle sind:</p>
<ul>
<li>LinkedIn: <a href="http://Linkedin.com" target="_blank" rel="noopener">LinkedIn</a> ist eine Plattform, die sich speziell an Berufstätige richtet. Es ist eine großartige Möglichkeit, eine professionelle Präsenz aufzubauen und sich mit anderen Personen in deinem Fachbereich zu vernetzen.</li>
<li>Twitter: <a href="http://Twitter.com" target="_blank" rel="noopener">Twitter</a> ist eine Plattform, die sich besonders für den Austausch von kurzen, prägnanten Nachrichten eignet. Es ist eine großartige Möglichkeit, schnell und einfach Inhalte zu teilen und mit anderen Personen in Kontakt zu treten.</li>
<li>Instagram: <a href="http://Instagram.com" target="_blank" rel="noopener">Instagram</a> ist eine Plattform, die sich besonders für visuelle Inhalte eignet. Es ist eine großartige Möglichkeit, deine Persönlichkeit und dein Leben zu zeigen, während du gleichzeitig deine Expertise teilst.</li>
<li>Blogging: Das Erstellen eines eigenen Blogs ist eine großartige Möglichkeit, deine Persönlichkeit und Expertise zu zeigen und Inhalte zu teilen, die für deine Zielgruppe relevant sind.</li>
<li>Podcast: Ein <a href="https://jannikestoehr.com/podcast/" target="_blank" rel="noopener">Podcast</a> ist eine großartige Möglichkeit, um deine Expertise zu teilen und deine Persönlichkeit zu zeigen. Du kannst Interviews führen, Diskussionen moderieren oder einfach nur deine Gedanken zu einem bestimmten Thema teilen.</li>
<li>Unternehmensinterne Kanäle: Auch innerhalb eines Unternehmens kannst du dich als Expert*in positionieren, beispielsweise über Artikel oder Videos im Intranet, einem Beitrag im Mitarbeiter-Newsletter oder einem Vortrag auf einem Firmen-Event.</li>
</ul>
<p>Die Wahl des Kanals hängt von deiner Zielgruppe und deinen persönlichen Präferenzen ab. Welche Kanäle nutzt deine Zielgruppe? Auf welchem Kanal fühlst du dich am wohlsten? Welcher Kanal passt am besten zu deinem Ziel? Die Wahl des richtigen Kanals ist wichtig, um eine authentische und konsistente Kommunikation aufbauen zu können. Fokussiere dich zu Beginn auf einen Kanal.</p>
<h2>Fazit &#8211; Jeder sollte eine Personal Brand entwickeln</h2>
<p>Eine erfolgreiche Personal Brand ist ein wichtiges Werkzeug, um sich auf dem Arbeitsmarkt oder im Geschäftsumfeld zu positionieren und eine wiedererkennbare Präsenz zu schaffen. Es erfordert Zeit und Kontinuität sowie eine gründliche Planung und Umsetzung. Eine klare Positionierung ist dabei besonders wichtig, um die Zielgruppe zu erreichen und langfristig eine loyale Community aufzubauen. Über eine authentische und konsistente Kommunikation kannst du dein Publikum von deinem Fachwissen und deiner Persönlichkeit überzeugen und so eine erfolgreiche Personal Brand aufbauen. Mit einer gut aufgebauten Personal Brand kannst du deine Karriere auf das nächste Level bringen und neue berufliche Chancen und Möglichkeiten erschließen.</p>
<p>Also, worauf wartest du noch? Leg los und erstelle deine eigene erfolgreiche Personal Brand!</p>
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		<title>Jobwechsel &#8211; Bleiben oder Gehen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jannike Stöhr]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Jun 2023 07:37:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In fast jeder Berufslaufbahn, egal wie geradlinig, sind Jobwechsel unvermeidbar und gehören somit zum Leben dazu. Dennoch sind sie für viele Menschen mit vielen Fragen verbunden und fühlen sich häufig unsicher an. Daher ist es gar nicht selten, dass Angestellte schon längst innerlich gekündigt haben oder sehr lange in einer gedanklichen Diskussion mit sich selbst [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>In fast jeder Berufslaufbahn, egal wie geradlinig, sind Jobwechsel unvermeidbar und gehören somit zum Leben dazu. Dennoch sind sie für viele Menschen mit vielen Fragen verbunden und fühlen sich häufig unsicher an. Daher ist es gar nicht selten, dass Angestellte schon längst innerlich gekündigt haben oder sehr lange in einer gedanklichen Diskussion mit sich selbst feststecken, bevor sie den Schritt eines Jobwechsel wagen.</p>
<p>Wann es sinnvoll sein kann, eine neue Arbeitsstelle zu suchen und welche Möglichkeiten es gibt, ohne Kündigung Veränderungen zu bewirken, zeige ich Dir in diesem Artikel.</p>
<h2>Wann kann ein Jobwechsel sinnvoll sein?</h2>
<p>Wenn Du diese Zeilen liest, hast Du Dir vermutlich schon Gedanken gemacht, ob Dein jetziger Job noch der richtige ist. Vielleicht tendierst Du bereits in die eine oder andere Richtung? Es gibt ein paar Kriterien, die Dir helfen können, Dir mit Deiner Entscheidung sicher zu werden. Im Folgenden möchte ich die häufigsten Probleme aufführen, die zu einem Wechsel der Arbeitsstelle führen können.</p>
<h3>1. Konstante Überforderung oder unklare Anforderungen</h3>
<p>Wem über einen langen Zeitraum hinweg mehr abverlangt wird, als er oder sie leisten kann, verliert immer mehr Selbstvertrauen und kann so schnell in eine Abwärtsspirale gelangen. Weniger Vertrauen in die eigene Leistung führt zu weiterer Verunsicherung und damit wieder zu schlechteren Leistungen &#8211; ein Teufelskreis!</p>
<p>Um diesem Kreislauf zu entgehen, kann eine Kündigung und die Suche nach einer anderen Arbeitsstelle eine gute und valide Option sein. Das ist vor allem dann der Fall, wenn Du in Deinem Feld bleiben möchtest und Dich lediglich nach einer anderen Arbeitsweise oder einem anderen Aufgabenbereich umsiehst.</p>
<p>Überlege Dir darüber hinaus, ob Dein Arbeitsfeld in einer anderen Umgebung tatsächlich anders aussehen kann. Wer sich etwa in einer Marketing-Agentur aufgrund des immerwährenden Drucks gestresst fühlt, wird in einer anderen Agentur mit hoher Wahrscheinlichkeit auf ein ähnliches Problem treffen. In einem in-house-Job bei einer Firma können die eigenen Fähigkeiten aber möglicherweise effektiv eingesetzt werden.</p>
<h3>2. Unterforderung und Langeweile</h3>
<p>Ein Job, der nicht fordert, eintönig und langweilig ist, kann genauso schlimm sein, wie ein überfordernder Arbeitsalltag. Für manche Menschen kann es sogar noch belastender sein, vor allem, wenn sie keinen Sinn in ihrer Tätigkeit und ihrem Beitrag zur Gesellschaft sehen.</p>
<p>An dieser Stelle kann die Frage hilfreich sein: was verursacht die Langeweile? Ist es die Tätigkeit an sich? Oder ist gar nicht das Problem, was Du tust, sondern für welches Ziel Du arbeitest? Brauchst Du für einen fordernderen Job zunächst eine Weiter- oder Fortbildung oder bist Du bereits gut gerüstet?</p>
<h3>3. Fehlende Wertschätzung</h3>
<p>“Nicht gestraft ist genug gelobt” ist kein Grundsatz, der in der modernen Arbeitswelt Platz hat. Auf welche Art wir alle Wertschätzung erfahren wollen, ist sehr unterschiedlich und es lohnt sich, darüber mit den Vorgesetzten zu sprechen. Manche Mitarbeitende freuen sich über regelmäßiges verbales Lob, anderen ist das geschriebene Wort lieber. Wieder andere fühlen sich besonders wertgeschätzt durch ein persönliches Geschenk zum Jahresausklang oder durch regelmäßige Feedbackgespräche, in denen die positiven Entwicklungen beleuchtet werden.</p>
<p>So oder so: wer sich nur wie ein Rädchen im System fühlt, wird über kurz oder lang (zurecht!) einen neuen Wirkungsort aufsuchen, in dem die Arbeit und der eigene Einsatz gesehen und wertgeschätzt wird.</p>
<h3>4. Keine Beziehungen innerhalb der Firma</h3>
<p>Wir können uns sicher einigen, dass wir nicht mit allen Kolleg*innen wöchentlich zum Kaffeetrinken gehen müssen und auch unsere Führungskräfte (in aller Regel) nicht unsere besten Freunde sind. Trotzdem verbringen wir einen guten Teil unserer Lebenszeit mit unserer Erwerbstätigkeit, sodass es dort ohne soziale Kontakte schnell einsam wird.</p>
<p>Wenn Du also gar keinen Anschluss findest, Dich nicht wohlfühlst und sich das auch nicht ändern lässt: suche Dir ein Team, in dem Du Dich auch als Mensch angenommen fühlst.</p>
<h3>5. Die schlechte finanzielle Situation</h3>
<p>Ganz klar: wer grundlos und längerfristig unter Wert bezahlt wird und dazu auch keine Perspektive auf Änderung sieht, tut gut daran, sich umzuorientieren. In den meisten Fällen geht mit einem Jobwechsel nämlich auch eine Gehaltserhöhung im Vergleich zur vorherigen Beschäftigung einher.</p>
<p>Jetzt kommt mein “aber”: Um ein paar Prozentpunkte in der Bezahlung herauszuschlagen, würde ich meinen Job nicht wechseln, wenn er mir ansonsten sehr gut gefällt, ich wertgeschätzt werde und ich meine Arbeit als sinnstiftend empfinde. Oftmals ist das Geld allerdings das Zünglein an der Waage, das die unterschwellige Unzufriedenheit verstärkt und die Motivation zum Wechseln erhöht.</p>
<h2>Alle sieben Jahre den Job wechseln &#8211; ist das ein guter Tipp?</h2>
<p>Ich stoße immer wieder auf die Meinung, dass ganz pauschal etwa alle sieben Jahre der Job gewechselt werden sollte. Ansonsten würde sich aufgrund eines vorhersagbaren Zyklus innerhalb einer Beschäftigung sowieso bald darauf ein Einbruch der Leistung sowie ein Desinteresse und Unzufriedenheit einstellen. Ich halte das für Unsinn.</p>
<p>Richtig ist, dass wir in mehr und mehr Berufsgruppen zunehmend die Möglichkeit haben, unsere Arbeitswelt nach unseren Wünschen zu gestalten. Das erhöht die Motivation innerhalb des bestehenden Jobs immer wieder neue Themen und Aufgaben zu erschließen oder Rahmenbedingungen zu verändern, wenn sich unsere Lebensumstände ändern.</p>
<p>Ob es gleich ein neuer Arbeitgeber, eine neue Arbeitgeberin sein soll, hängt mit dem Gestaltungsspielraum im Job zusammen sowie dem individuellen Bedürfnis nach Veränderung, Weiterentwicklung und Abwechslung.</p>
<p>Sprich: Eine Daumenregel für einen Jobwechsel-Rhythmus kann im Zweifel dazu führen, dass Du einen Job kündigst, den Du magst und in dem Du Perspektiven siehst.</p>
<p>Wäge daher lieber immer individuell ab: Wie geht es Dir in Deinem Job? Gibt es Unzufriedenheiten und lassen sich diese vielleicht auch ohne Jobwechsel lösen? Suche Dir hierzu im Zweifel Unterstützung von außen, z. B. in Form eines Coachings, um Klarheit über Deine Bedürfnisse zu bekommen und eine geeignete Strategie zu erarbeiten.</p>
<h3>Ob ein Jobwechsel zufrieden macht, hängt auch mit der Persönlichkeit zusammen</h3>
<p>In einer im <em>Journal of Organizational Behavior</em> veröffentlichten <a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1002/job.2665" target="_blank" rel="noopener">Studie</a> wurden Angestellte und ihre Zufriedenheit in ihrem Unternehmen untersucht. Dabei wurde zwischen Arbeitnehmer*innen unterschieden, die eher unternehmensorientiert waren, sowie jenen, die eher selbstbezogene Prioritäten haben. Hierbei ging es nicht um eine Wertung der beiden Ausrichtungen, sondern um ihre unterschiedliche Zufriedenheitskurve in einem neuen Job.</p>
<p><strong>Unternehmensorientierte</strong> Menschen verzeichnen eine Steigerung ihrer Zufriedenheit innerhalb des ersten Jahres in einem neuen Job und stagnieren auf einer verhältnismäßig höheren Zufriedenheit. Demgegenüber sind eher <strong>selbstbezogene</strong> Menschen anfangs sehr enthusiastisch, ihre Zufriedenheit fällt dann jedoch kontinuierlich ab und pendelt sich auf einem im Vergleich niedrigeren Zufriedenheitslevel ein. Letztere Gruppe ist eher geneigt, die Arbeitgeberin oder den Arbeitgeber zu wechseln oder innerhalb der aktuellen Firma in einen neuen Arbeitsbereich überzugehen. Für sie sind daher Möglichkeiten der Weiterentwicklung, neuer Aufgaben und Herausforderungen essenziell, um lange in einem Job zu verbleiben.</p>
<h2>“Ja” zum Jobwechsel &#8211; so gelingt Dir der nächste Schritt zur beruflichen Erfüllung</h2>
<p>Wenn Du Dich dazu entschieden hast, den Wechsel zu wagen, steht zunächst die <strong>Suche nach einem neuen Job</strong> an erster Stelle. Schaue Dir dazu auch Deine Kündigungsfrist an, um keine Überraschungen zu erleben, wenn Du bereits einen neuen Vertrag unterschrieben hast.</p>
<p><em>Tipp: wenn du Hilfe auf der Suche nach einem erfüllenden Arbeitsleben brauchst, melde Dich gerne für ein persönliches <a href="https://jannikestoehr.com/coaching/" target="_blank" rel="noopener">Coaching</a> oder meinen <a href="https://jannikestoehr.com/rein-in-den-richtigen-job/" target="_blank" rel="noopener">Onlinekurs</a> an.</em></p>
<p>Verlasse Deinen Job im Guten (wenn sie es verdient haben). Teile Deine <strong>Kündigung</strong> so zeitig wie möglich und sinnvoll mit, um ausreichend Zeit für die Suche nach einem Ersatz zu finden. Im besten Fall kannst Du die neue Kollegin oder den neuen Kollegen noch <strong>einarbeiten</strong>, bevor Du das Unternehmen verlässt.</p>
<h2>“Nein” zum Jobwechsel &#8211; auch so lässt sich Erfüllung finden!</h2>
<p>Vielleicht ist Dir bei der Auseinandersetzung mit den Dingen, die Dich stören, aber auch aufgefallen, dass die positiven Aspekte Deiner Arbeitsstelle überwiegen und Du lieber Anpassungen vornehmen möchtest, als ganz zu gehen. Dann hast Du auch hier einige Möglichkeiten!</p>
<p>Wie wäre es mit einer <strong>berufsbegleitenden Fort- oder Weiterbildung</strong> oder auch einer nebe<strong>nberufliche Selbstständigkeit?</strong> So kannst Du Dir perspektivisch die Grundlage für einen Wechsel in ein anderes Feld oder eine andere Verantwortung legen und behältst gleichzeitig die Sicherheit Deines bestehenden Jobs.</p>
<p>Solltest Du Dich im Job gelangweilt fühlen, kann es eine Möglichkeit sein, <strong>mehr (oder andere) Aufgaben</strong> zu finden, die Du übernehmen kannst (Job Enrichment). Schaue dabei über den Tellerrand und besprich Deine Vorschläge und Wünsche mit Deinen Vorgesetzten. Sei dabei gerne kreativ und frage Dich: wie kann ich meine Fähigkeiten einsetzen, um mehr Verantwortung oder andere Themenbereiche erschließen zu können? Wie kann ich mit dem, was mich interessiert, sichtbar werden?</p>
<p>In großen Firmen kann auch der <strong>Wechsel in eine andere Abteilung</strong> eine gute Möglichkeit für frischen Wind sein, ohne sich dem Risiko eines vollständigen Jobwechsels auszusetzen. Vielleicht gibt es ein Team, in dem Du eine wertvolle Ergänzung sein könntest?</p>
<h2>Fazit: Mut zum Neuen, aber auch zur Anpassung</h2>
<p>Den Job zu wechseln, ist eine gute Möglichkeit, um die Zufriedenheit im Arbeitsleben zu erhöhen, sollte aber nicht überstürzt werden. Wie in so vielen anderen Lebenssituationen gilt: wirklich in sich zu gehen und sich mit den eigenen Wünschen und Bedürfnissen auseinanderzusetzen, hilft beim Abgleich mit der aktuellen Realität. So ergeben sich Handlungsoptionen, die sowohl zu <strong>Veränderungen</strong> innerhalb des jetzigen Jobs als auch zum <strong>Jobwechsel</strong> führen können.</p>
<p>Egal wie Deine Entscheidung ausfällt: ich wünsche Dir von Herzen viel Erfolg bei der Umsetzung und bin bei Schwierigkeiten gerne für Dich da!</p>
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		<title>Selbstreflexion &#8211; der Weg zur persönlichen Weiterentwicklung</title>
		<link>https://jannikestoehr.com/selbstreflexion-der-weg-zur-persoenlichen-weiterentwicklung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jannike Stöhr]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Jun 2023 10:37:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Du hast sicher schon einmal gehört, dass es wichtig ist, sich selbst kennen und verstehen zu lernen. Die Fähigkeit, sich selbst zu reflektieren, kann Dir dabei helfen, ein besseres Verständnis für Dich selbst, Deine Gedanken und Gefühle zu entwickeln. Selbstreflexion bildet die Grundlage für eine kontinuierliche Weiterentwicklung hin zu einem erfüllenden Leben in Beruf und [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Du hast sicher schon einmal gehört, dass es wichtig ist, sich selbst kennen und verstehen zu lernen. Die Fähigkeit, sich selbst zu reflektieren, kann Dir dabei helfen, ein besseres Verständnis für Dich selbst, Deine Gedanken und Gefühle zu entwickeln. Selbstreflexion bildet die Grundlage für eine kontinuierliche Weiterentwicklung hin zu einem erfüllenden Leben in Beruf und Privatleben und spielt daher eine nicht zu unterschätzende Rolle in der eigenen Entwicklung.</p>
<h2>Was ist Selbstreflexion und wofür ist sie gut?</h2>
<p>Selbstreflexion bedeutet, sich Zeit zu nehmen, um über seine eigenen Gedanken und Gefühle nachzudenken. Es geht darum, Deine Emotionen, Verhaltensmuster und Überzeugungen zu untersuchen, um ein tieferes Verständnis für Dich selbst und Deine Motivationen zu entwickeln.</p>
<p>Je mehr Du Dich selbst reflektieren kannst, desto mehr Vorteile wirst Du durch Deine Selbstreflexion wahrnehmen. Vermutlich wirst Du recht schnell Veränderungen wahrnehmen können. Dazu können folgende Aspekte gehören:</p>
<ol>
<li><strong>Verbessertes Selbstbewusstsein</strong>: Durch Selbstreflexion lernen wir uns selbst besser kennen und erkennen unsere Stärken und Schwächen. Dies hilft uns, uns selbst zu akzeptieren und besser zu verstehen, was wir wollen und was nicht.</li>
<li><strong>Emotionale Intelligenz</strong>: Selbstreflexion hilft uns, unsere <a href="https://jannikestoehr.com/emotionale-intelligenz-warum-sie-auch-im-job-wichtig-ist/" target="_blank" rel="noopener">Gefühle besser zu verstehen und zu regulieren</a>. Wir lernen, welche Bedürfnisse wir haben, wie wir mit Stress umgehen und wie wir uns aus schwierigen emotionalen Zuständen wieder herausholen können.</li>
<li><strong>Bessere Beziehungen</strong>: Durch Selbstreflexion können wir lernen, wie wir uns in Beziehungen verhalten und wie wir Konflikte besser lösen können. Wir lernen zu unterscheiden, welche Gefühle tatsächlich in einen aktuellen Konflikt gehören und welche eigentlich zu einem ungelösten Trauma aus der Vergangenheit zuzuordnen sind.</li>
<li><strong>Persönliches Wachstum</strong>: Selbstreflexion hilft uns, unsere Ziele und Träume zu identifizieren und zu verfolgen. Damit schaffen wir die Grundlage für ein erfülltes (Arbeits-)Leben.</li>
<li><strong>Stressreduktion</strong>: Wenn wir Gefühle zuordnen können und hilfreiche Strategien gelernt haben, fühlen wir uns seltener hilflos und schaffen damit eine große Stressursache aus dem Weg.</li>
</ol>
<h2>Wie Du Dich in Deinen Alltag reflektieren kannst</h2>
<p>Selbstreflexion kann auf unterschiedliche Weise integriert werden. Ganz unabhängig von bestimmten Tätigkeiten, hilft es schon immer mal wieder eine <strong>kurze Pause einzulegen</strong>, um die eigenen Gedanken und Gefühle immer wieder bewusst wahrzunehmen und einzuordnen. Setze Dich an einen ruhigen Ort und denke über Deine Gedanken und Gefühle nach. Woher kommen Deine aktuellen Emotionen? Gehören sie in diese Situation? Haben sie etwas mit Deinen Glaubenssätzen zu tun?</p>
<p>Wenn Du gerne schreibst, kann Dir ein <a href="https://einguterplan.de/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Tagebuch</strong></a> dabei helfen, Deine Gedanken und Gefühle zu ordnen und Verhaltensmuster zu erkennen. Versuche, jeden Tag für 10-15 Minuten in Dein Tagebuch zu schreiben (oder einfach so viel, wie es Dir guttut und sich nicht stressig anfühlt).</p>
<p><strong>Meditation</strong> kann Dir helfen, Dich selbst und Deine Gedanken besser wahrzunehmen und hilft zu verstehen, wie Deine Gedanken und Gefühle zusammenhängen. Durch die vollkommene Ruhe und die Beobachtung Deiner Gedanken kannst Du oftmals auch solche Dinge wahrnehmen, die im Alltag einfach im Gedankenstrom untergehen.</p>
<p>Wenn Dir Meditation schwerfällt oder Du zusätzlich noch in Bewegung kommen möchtest, eignen sich auch viele <strong>Ausdauersportarten</strong> für die Integration von Selbstbeobachtung in den Alltag. Bei einer Runde auf dem Rennrad oder auf der morgendlichen Joggingrunde kann die Musik einfach mal zu Hause bleiben, um Deinen Gedanken freie Bahn zu lassen.</p>
<h2>Selbstreflexion in der Arbeitswelt &#8211; Dein Schlüssel zu einem erfüllenden Arbeitsleben</h2>
<p>Du hast es vermutlich schon geahnt: Was uns im Privatleben zu mehr Zufriedenheit bringen kann, wird auch im Arbeitsleben nützlich sein. In der Arbeitswelt spielt Selbstreflexion eine wichtige Rolle, um beruflich erfolgreich und zufrieden zu sein. In diesen Aspekten kann Selbstreflexion von Nutzen sein:</p>
<ol>
<li><strong>Stressmanagement</strong>: Im Arbeitsalltag kann es zu hohem Stress- und Leistungsdruck kommen, was die mentale und emotionale Gesundheit beeinträchtigen kann. Durch regelmäßige Selbstreflexion kann man lernen, achtsamer mit sich selbst und dem eigenen Stress umzugehen, Umstände an die eigenen Bedürfnisse anzupassen und angemessen auf Ausnahmesituationen zu reagieren.</li>
<li><strong>Karriereentwicklung</strong>: Indem Du Dich selbst reflektierst, kannst Du Ziele und Wünsche für die berufliche Entwicklung erarbeiten und Deine eigenen Stärken bewusster einsetzen. Auf dieser Basis kannst Du dann gezielt auf Deine beruflichen Ziele hinarbeiten.</li>
<li><strong>Führungskompetenz</strong>: Führungskräfte, die in der Lage sind, sich selbst zu reflektieren, haben oft auch ein besseres Verständnis für ihre Mitarbeitenden und deren Bedürfnisse. Sie können dadurch zu besseren Führungsentscheidungen und einer angenehmen Arbeitsumgebung beitragen.</li>
<li><strong>Zufriedenheit</strong>: Durch Selbstreflexion kannst Du erkennen, was Dir im Job wichtig ist und ob Deine Bedürfnisse im aktuellen Arbeitsumfeld erfüllt sind. Auf dieser Basis kannst Du dann Entscheidungen treffen, um Deine Zufriedenheit und Arbeitsmotivation zu steigern.</li>
</ol>
<h2>Das ist alles so toll &#8211; gibt es auch einen Haken?</h2>
<p>Selbstreflexion ist also wichtig für die eigene Weiterentwicklung und das Vorankommen auf dem Weg zu beruflichen und privaten Zielsetzungen. Dabei sollten wir es aber nicht übertreiben und uns bei jedem unserer Schritte hinterfragen.</p>
<p>Wenn man sich ständig selbst kritisiert oder seine Handlungen und Entscheidungen infrage stellt, kann es zu negativen Gefühlen und einem <strong>mangelnden Selbstbewusstsein</strong> kommen. Es ist wichtig, ein <strong>gesundes Maß an Selbstreflexion</strong> zu finden, um ein positives Selbstbild aufzubauen und das eigene Verbesserungspotenzial zu nutzen, ohne sich zu verurteilen.</p>
<p><em>Tipp: Gerne helfe ich Dir in meinen Coachings, Dich selbst zu reflektieren und positive Veränderungen in Richtung eines erfüllenden Arbeitslebens vorzunehmen.</em></p>
<h2>Fazit &#8211; Selbstreflexion legt den Grundstein für ein erfüllendes Leben</h2>
<p>Selbstreflexion kann ein wertvolles Instrument sein, um das eigene Leben bewusster und erfüllter zu gestalten. Es hilft uns, uns selbst besser kennenzulernen, unsere Gedanken, Emotionen und Verhaltensmuster zu verstehen und gegebenenfalls zu verändern. Regelmäßige Übungen der Selbstreflexion wie Tagebuchschreiben, Meditation, Achtsamkeitsübungen und Coaching-Sitzungen können dabei unterstützen.</p>
<p>Es handelt sich dabei um einen ständigen Prozess, bei dem es auch Phasen mit Rückschritten und Herausforderungen geben kann. Wenn Du bereit bist, Dich selbst zu hinterfragen und zu verändern, steht einem erfüllenden Arbeits- und Privatleben nicht mehr allzu viel im Weg.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Emotionale Intelligenz &#8211; warum sie auch im Job wichtig ist</title>
		<link>https://jannikestoehr.com/emotionale-intelligenz-warum-sie-auch-im-job-wichtig-ist/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jannike Stöhr]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 May 2023 08:07:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn wir über messbare Fähigkeiten im Berufskontext sprechen, denken viele Menschen vor allem an bestimmte Aus- und Weiterbildungen, gesammelte Erfahrungen oder vielleicht noch den Intelligenzquotienten. Daneben gibt es aber eine Fähigkeit, die in vielen Arbeitsumfeldern sehr geschätzt wird und dennoch wenig direkte Beachtung findet: die emotionale Intelligenz. Was ist emotionale Intelligenz? Emotionale Intelligenz bezieht sich [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://jannikestoehr.com/emotionale-intelligenz-warum-sie-auch-im-job-wichtig-ist/">Emotionale Intelligenz &#8211; warum sie auch im Job wichtig ist</a> erschien zuerst auf <a href="https://jannikestoehr.com">Jannike Stöhr</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn wir über messbare Fähigkeiten im Berufskontext sprechen, denken viele Menschen vor allem an bestimmte Aus- und Weiterbildungen, gesammelte Erfahrungen oder vielleicht noch den Intelligenzquotienten. Daneben gibt es aber eine Fähigkeit, die in vielen Arbeitsumfeldern sehr geschätzt wird und dennoch wenig direkte Beachtung findet: die emotionale Intelligenz.</p>
<h2>Was ist emotionale Intelligenz?</h2>
<p>Emotionale Intelligenz bezieht sich auf die Fähigkeit, eigene und andere Emotionen zu erkennen, zu verstehen und angemessen auf sie zu reagieren. Diese Fähigkeit ist entscheidend für den persönlichen Erfolg und das <strong>Wohlbefinden im Berufs- und Privatleben</strong>.</p>
<p>Emotionale Intelligenz umfasst vier wichtige Komponenten:</p>
<ol>
<li><strong>Emotionale Wahrnehmung</strong>: Die Fähigkeit, eigene und andere Emotionen wahrzunehmen und zu verstehen.</li>
<li><strong>Regulierung von Emotionen</strong>: Die Fähigkeit, eigene Emotionen zu regulieren und angemessen auf stressige Situationen zu reagieren.</li>
<li><strong>Empathie</strong>: Die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen und deren Perspektiven zu verstehen.</li>
<li><strong>Soziale Fähigkeiten</strong>: Die Fähigkeit, erfolgreich mit anderen zusammenzuarbeiten und zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen.</li>
</ol>
<h2>Emotionale Intelligenz testen</h2>
<p>Es gibt verschiedene Tests, um die emotionale Intelligenz zu messen. Die bekanntesten Tests sind der <a href="https://www.testzentrale.de/shop/mayer-salovey-caruso-test-zur-emotionalen-intelligenz-69909.html" target="_blank" rel="noopener"><strong>Mayer-Salovey-Caruso Emotional Intelligence Test (MSCEIT)</strong></a> und der <a href="https://www.eitrainingcompany.com/eq-i/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Emotional Quotient Inventory (EQ-i)</strong></a>. Diese Tests messen die emotionale Intelligenz durch Fragen zur Erkennung, Regulation und Manipulation von Emotionen sowie die Fähigkeit, Emotionen bei anderen zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren.</p>
<p>Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass es sich um eine <strong>komplexe Fähigkeit</strong> handelt und dass Tests nur einen Teil davon abbilden können. Emotionale Intelligenz kann auch durch Beobachtung des Verhaltens und Feedback von anderen beurteilt werden.</p>
<p>Emotionale Intelligenztests sollten von qualifizierten Experten durchgeführt werden, um genaue und zuverlässige Ergebnisse zu erzielen. Außerdem sollte die emotionale Intelligenz als kontinuierlicher Entwicklungsprozess betrachtet werden, und Tests sollten regelmäßig wiederholt werden, um Fortschritte zu überwachen.</p>
<h3>Kann emotionale Intelligenz trainiert werden?</h3>
<p>Wie du im letzten Satz bereits gelesen hast, ist es möglich, deine Fähigkeit zur Wahrnehmung und Regulation von Emotionen zu verbessern, indem du dich mit der Entstehung von Gefühlen und der Unterschiedlichkeit der Gefühlswelten einzelner Individuen beschäftigst. Was du in einer Situation fühlst und wie du es beschreibst, kann sehr weit von den Empfindungen eines anderen Menschen entfernt sein.</p>
<p>Um Mitgefühl für andere Menschen empfinden zu können, ist es wichtig, einen guten Zugang zu deiner eigenen Gefühlswelt zu haben und zu lernen, diese einzuordnen. Dadurch schaffst du Raum für eine bewusste Einordnung deiner eigenen Reaktionen auf eine Situation sowie für einen Wechsel in die Perspektive anderer Menschen.</p>
<p>Hier sind einige Tipps, wie du deine emotionale Intelligenz unterstützen und verbessern kannst:</p>
<ul>
<li><strong>Bewusstsein</strong>: Nimm dir Zeit, um deine eigenen Emotionen sowie die der anderen zu beobachten und zu verstehen.</li>
<li><strong>Verständnis für andere</strong>: Übe Empathie und versuche, die Perspektiven anderer möglichst oft zu verstehen.</li>
<li><strong>Emotionale Regulation</strong>: Lerne, deine Gefühle wahrzunehmen, anstatt von ihnen überwältigt zu werden.</li>
<li><strong>Kommunikation</strong>: Übe klar und effektiv zu kommunizieren, um erfolgreicher mit anderen zusammenzuarbeiten.</li>
<li><strong>Stressmanagement</strong>: Übe Methoden zur Stressbewältigung, wie z.B. Meditation oder Yoga, um deine emotionale Stabilität zu erhöhen.</li>
<li><strong>Lernen aus Erfahrungen</strong>: Übe den Perspektivwechsel so oft wie möglich und gleiche deine Wahrnehmung nachträglich mit der anderen Person ab. So erhältst du ein immer besseres Verständnis für dein Gegenüber.</li>
</ul>
<blockquote><p><a href="https://jannikestoehr.com/coaching/" target="_blank" rel="noopener"><em>Tipp:</em> Gerne unterstütze ich dich bei der Verbesserung deiner emotionalen Selbstwahrnehmung, gebe Feedback und schaffe Klarheit bei Zielen und der Entwicklung deiner Fähigkeiten.</a></p></blockquote>
<h2>So nutzt du deine emotionalen Fähigkeiten für eine gute Arbeitsatmosphäre</h2>
<p>Emotionale Intelligenz hat einen direkten Einfluss auf den Erfolg im Beruf. Mitarbeiter mit höherer emotionaler Intelligenz sind in der Regel besser in der Lage, Herausforderungen zu meistern, effektiver zu kommunizieren und erfolgreicher zusammenzuarbeiten. Das kann auch dazu beitragen, Konflikte zu lösen und eine positive Arbeitsumgebung zu schaffen.</p>
<h2>Fazit: ein hoher EQ hilft in vielen Situationen und kann trainiert werden</h2>
<p>Emotionale Intelligenz ist eine wichtige Fähigkeit, die den persönlichen Erfolg und das Wohlbefinden im Beruf und im Privatleben beeinflusst. Wenn Du verstehst, wie Deine eigenen Emotionen funktionieren und in der Lage bist, angemessen auf die Emotionen anderer zu reagieren, kannst Du Konflikte lösen, erfolgreicher kommunizieren und eine positive Arbeitsumgebung schaffen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://jannikestoehr.com/emotionale-intelligenz-warum-sie-auch-im-job-wichtig-ist/">Emotionale Intelligenz &#8211; warum sie auch im Job wichtig ist</a> erschien zuerst auf <a href="https://jannikestoehr.com">Jannike Stöhr</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Mental Load &#8211; Was es ist und was du dagegen tun kannst</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jannike Stöhr]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 May 2023 14:00:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast "Kopf • Herz • Erfolg"]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Begriff &#8222;Mental Load&#8220; wird im Alltag oft missverstanden. Daher möchte ich heute ausführlich auf dieses wichtige Thema eingehen. Vor allem Frauen sind im Privatleben oft mit einer überdurchschnittlich großen Mental Load belastet. Es lohnt sich, dies zu erkennen und zu vermindern, um Gleichstellung zu erreichen und mehr Kapazitäten für das eigene Wachstum und Wohlbefinden [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://jannikestoehr.com/mental-load-was-es-ist-und-was-du-dagegen-tun-kannst/">Mental Load &#8211; Was es ist und was du dagegen tun kannst</a> erschien zuerst auf <a href="https://jannikestoehr.com">Jannike Stöhr</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Begriff &#8222;Mental Load&#8220; wird im Alltag oft missverstanden. Daher möchte ich heute ausführlich auf dieses wichtige Thema eingehen. Vor allem Frauen sind im Privatleben oft mit einer überdurchschnittlich großen Mental Load belastet. Es lohnt sich, dies zu erkennen und zu vermindern, um Gleichstellung zu erreichen und mehr Kapazitäten für das eigene Wachstum und Wohlbefinden zu schaffen.</p>
<h2>Was ist mit &#8222;Mental Load&#8220; gemeint?</h2>
<p>Mental Load bezieht sich auf die Verantwortung für einen großen Teil von Aufgaben, Terminen und Befindlichkeiten. &#8222;Wenn ich nicht daran denke, denkt niemand daran&#8220;, ist ein Satz, der oft in diesem Zusammenhang fällt. Dadurch ist der Kopf immer voll mit allen möglichen Dingen, die nicht in Vergessenheit geraten sollen.</p>
<p>Während ich hier sitze und diesen Text schreibe, denke ich zum Beispiel daran, dass ich heute noch einer Freundin schreiben sollte, um ein Treffen zu vereinbaren, das Duschgel fast alle ist, ich rechtzeitig losfahren sollte zu meinem Arzttermin und, dass ich nachhaken sollte, falls morgen noch keine Rückmeldung von den angefragten Handwerkern da ist.</p>
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<h3>Beispiele: Das trägt alles zur Mental Load bei</h3>
<p>Mental Load zeigt sich vor allem im privaten Kontext. Wenn Du Dich fragst, ob Du auch einen guten Teil der Mental Load in Deiner Beziehung oder Familie trägst, kannst Du Dir folgende Fragen stellen:</p>
<p>Wer denkt an:</p>
<ul>
<li>Grüße zu Geburtstagen von Familie und Freunden?</li>
<li>Das Auffüllen des Vorratsschrankes, wenn die Nudelvorräte sich dem Ende zuneigen?</li>
<li>Arzttermine für Erwachsene, Kinder oder Haustiere?</li>
<li>Die Organisation von Reparaturen oder Umbauten?</li>
<li>Die Urlaubsplanung und -gestaltung?</li>
<li>Die nächste Wäscheladung?</li>
<li>Das Ausräumen der Spülmaschine?</li>
<li>Das Ausmachen von Verabredungen mit Freund*innen?</li>
</ul>
<h2>Warum tragen vor allem Frauen einen Großteil der Mental Load?</h2>
<p>Besonders auffällig wird der Mental Load im Familienkontext, wobei er in heterosexuellen Beziehungen vor allem auf den Schultern der Frauen lastet. Sobald Kinder dazu kommen, verstärkt sich dieser Effekt weiter.</p>
<p>Das liegt daran, wie wir sozialisiert wurden und welche Attribute in unserer Gesellschaft dem &#8222;Weiblichen&#8220; und &#8222;Männlichen&#8220; zugeschrieben werden. Die Frau kümmert sich, ist diejenige, die das Soziale und das Häusliche zusammenhält und traditionell für diese Aufgaben verantwortlich ist. Vielleicht denkst Du jetzt, dass dieses Denken veraltet ist und für jüngere Menschen einfach nicht mehr zutrifft. Das stimmt nur zum Teil.</p>
<h3>Wird die Aufgabenteilung denn nicht immer gerechter?</h3>
<p>Tatsächlich sehe ich eine positive Entwicklung: Immer mehr männlich sozialisierte Menschen übernehmen mehr traditionell weibliche Aufgaben und bringen sich mehr ein. Der entscheidende Punkt ist aber: Oft werden die Aufgaben zwar geteilt, an die Ausführung denken und erinnern muss aber in vielen Fällen dennoch der weibliche Part in der Beziehung. Es braucht Zeit und Arbeit, um komplett aus diesen Mustern auszubrechen, die systemisch weiter unterstützt werden, gerade wenn Kinder im Spiel sind.</p>
<p>&#8222;<strong>Du musst ja nur etwas sagen, dann erledige ich das ja auch</strong>&#8222;, ist ein exemplarischer Satz, der die Dynamik in vielen Beziehungen gut aufzeigt. Gerade dieses &#8222;nur etwas sagen&#8220; verbraucht über die Zeit enorm viel Energie, die an anderer Stelle fehlt.</p>
<h3>Wo ist das Problem? Der Gender Care Gap</h3>
<p>Die große Mental Load auf den Schultern von Frauen (die sowieso schon mit dem Gender Pay Gap, struktureller Ungleichheit und sexistischen Zuschreibungen zu tun haben) verstärkt ein System, das immer noch belohnt, den eigenen Job hintanzustellen. Das gilt vor allem in Familien mit Kindern. Aber auch in anderen (heterosexuellen) Beziehungen kann eine große Mental Load viel Energie in Anspruch nehmen.</p>
<p>Eine Studie aus den USA (1) zeigte 2019, dass 88 % der befragten Mütter die Termine der Familie organisieren und 74 % die notwendigen Haushaltsroutinen verteilen. 78 % gaben zudem an, dass nur sie die Namen der Lehrerinnen und Erzieherinnen ihrer Kinder kannten. Diese Zahlen spiegeln sich auch in Deutschland wider: Im Durchschnitt verbringen Frauen 50 % mehr Zeit am Tag für Kindererziehung, Pflege, Hausarbeit und Ehrenämter. Dieses Phänomen bezeichnen wir als <strong><a href="https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/gleichstellung/gender-care-gap/indikator-fuer-die-gleichstellung/gender-care-gap-ein-indikator-fuer-die-gleichstellung-137294">Gender Care Gap</a></strong>.</p>
<p>Wer bereits vorm Frühstück an zehn Dinge erinnern und denken musste, hat weniger Kapazitäten, sich in anspruchsvolle Tätigkeiten zu stürzen und anschließend noch eine selbstwirksame Freizeit zu verbringen. Dadurch werden traditionelle Rollenmuster weiter verstärkt.</p>
<p>Ich habe das in meinem Umfeld deutlich gesehen: Die aufgeklärtesten, beruflich engagiertesten Frauen fielen nach der Geburt ihrer Kinder immer mehr in eine Überlastung, die dann nicht nur ihr berufliches Fortkommen, sondern auch ihre psychische Gesundheit schädigte. Die männlichen Eltern meines Freundeskreises waren hier und da erschöpft und brachten sich in allen Fällen gut ein &#8211; dennoch lief ihr Job weiter wie zuvor, und sie nahmen auch weiter an ihren wichtigsten Freizeitaktivitäten teil, sobald die erste Säuglingszeit vorbei war.</p>
<h3>Bin ich betroffen? Was sind Symptome einer großen Mental Load?</h3>
<p>Ein erster Anhaltspunkt kann die oben genannte Liste sein. Schreib Dir einmal alle Dinge auf, an die in Deinem Haushalt gedacht werden muss und wer daran denken muss. Wie ist das Verhältnis? Wer übernimmt die zeitkritischen und wichtigen Erinnerungen?</p>
<p>Wenn Du das Gefühl hast, dass Du an (fast) alles denken musst, weil sonst einfach alles liegen bleibt, liegt der Verdacht nahe, dass Du einen guten Teil der Mental Load in Deiner Familie trägst. Wichtig ist dann ein Gespräch mit Deiner Familie, vielleicht mit Unterstützung von außen. Je nachdem, wie es Dir mit der aktuellen Situation geht, kann auch ein Coaching oder eine Therapie eine sinnvolle Ergänzung sein.</p>
<p><em>Buch-Tipp: &#8222;<a href="https://dasnuf.de/mental-load-buch-kaufen/">Raus aus der Mental Load-Falle</a>&#8220; von Patricia Cammarata.</em></p>
<h2>Was können wir tun, um die Last aufzuteilen?</h2>
<p>Von außen betrachtet ist die Antwort einfach: Alle Menschen im Haushalt sollten einen Teil der Mental Load tragen. In einer Partnerschaft sollten beide Parteien gleichberechtigte Bereiche haben, in denen sie den Überblick behalten. Für Eltern gilt: Beide sollten den Überblick haben, alle Aufgaben übernehmen können und sich gegenseitig erinnern. Auch Kinder können ab einem gewissen Alter in Aufgaben einbezogen werden.</p>
<p>Das Wichtigste dabei ist, dass es nicht nur um das Delegieren von einzelnen Tätigkeiten geht, sondern um das Zuweisen von <strong>Zuständigkeiten</strong>. Auf Dauer sollten alle Familienmitglieder (entsprechend ihrer Fähigkeiten und Möglichkeiten) einen Teil der Mental Load tragen.</p>
<p>Häufig ist eine solche Umstellung aber nicht so einfach. Dynamiken, die sich über Jahrzehnte und schon in der Sozialisation eingeprägt haben und die von vielen Glaubenssätzen gestützt werden, sind in den meisten Fällen nicht über Nacht verändert. Wenn es also eher schleppend oder gar nicht vorangeht, kann eine außenstehende Person helfen, Struktur in die Veränderung zu bringen und mit den einzelnen Parteien an ihren Widerständen zu arbeiten. Am Ende sollte dann eine Aufteilung stehen, bei der alle Familienmitglieder ihre Fähigkeiten selbstständig einbringen und so genug Raum für ein erfülltes Leben aller entsteht.</p>
<h2>Fazit: Die Mental Load-Falle ist real &#8211; lasst uns das ändern!</h2>
<p>Damit Frauen ein erfülltes Arbeits- und Familienleben haben können, ist die Reduktion ihrer Mental Load ein entscheidender Faktor. Die frei werdende Energie und Zeit können dann in die Verfolgung eigener Ziele und Prioritäten gesteckt werden &#8211; egal, ob das der Job, ein Hobby oder eine entspannte und damit fokussierte Zeit mit Kindern oder Angehörigen ist.</p>
<p>Lasse dich von anfänglichen Widerständen und Problemen bei der Neugestaltung der Verantwortlichkeiten nicht entmutigen. Veränderung braucht Zeit und Arbeit, aber es lohnt sich in diesem Fall besonders.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>1: Lucia Ciciolla, Suniya S. Luthar: <em>Invisible Household Labor and Ramifications for Adjustment: Mothers as Captains of Households</em>. In: <em>Sex Roles</em>. Band 81, 22. Januar 2019, S. 467-486.</p>
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		<title>WOOP Methode &#8211; Ziele setzen und in 4 Schritten erreichen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jannike Stöhr]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Dec 2022 10:35:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Um Ziele zu erreichen, gibt es inzwischen eine Fülle von Methoden, die Dich bei der Planung und Umsetzung unterstützen sollen. Eine Möglichkeit, Dich mit wenigen und einfachen Schritten in Richtung eines Traumes zu begeben, ist die WOOP Methode. Was macht die WOOP Methode so besonders? Die WOOP Methode wurde von der Psychologieprofessorin Gabriele Oettingen entwickelt, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Um <b>Ziele zu erreichen</b>, gibt es inzwischen eine Fülle von Methoden, die Dich bei der Planung und Umsetzung unterstützen sollen. Eine Möglichkeit, Dich mit wenigen und einfachen Schritten in Richtung eines Traumes zu begeben, ist die <b>WOOP Methode</b>.</p>
<p><script class="podigee-podcast-player" src="https://player.podigee-cdn.net/podcast-player/javascripts/podigee-podcast-player.js" data-configuration="https://mein-naechster-job.podigee.io/170-woop-wie-du-in-4-schritten-deine-ziele-erreichst/embed?context=external"></script></p>
<h2>Was macht die WOOP Methode so besonders?</h2>
<p>Die WOOP Methode wurde von der <b>Psychologieprofessorin </b><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gabriele_Oettingen"><b>Gabriele Oettingen</b></a> entwickelt, die Anfang der 90er Jahre mit der Forschung zum Thema Zielerreichung begann. Damals war es gängige Praxis einfach zu empfehlen “positiv zu denken” und anschließend auf das Ergebnis zu warten. Oettingen stellte dagegen fest, dass dies nicht ausreicht oder sogar negativen Einfluss haben kann.</p>
<h3>Positiv denken alleine reicht nicht aus!</h3>
<p>Noch heute gibt es einen großen populärwissenschaftlichen Diskurs über die Macht des “positiven Denkens” und der “Manifestation durch Wünschen”. Es ist jedoch schon lange bekannt, dass das einfache Herbeiwünschen von Dingen und Situationen diese nicht unbedingt erreichbarer macht. Im Gegenteil: es gibt sogar den Effekt des <b>Ausruhens auf den vermeintlich bereits erreichten Zielen</b>, die im Gehirn durch die häufige Auseinandersetzung fälschlicherweise als “erreicht” abgehakt werden.</p>
<p>Wir brauchen also einen Schritt mehr, um aus reinem Wunschdenken echte Ziele und daraus folgende Aktionen zu formen. “<b>Ziele sind Träume mit Datum</b>” und um diese zu erreichen, können die <b>vier Schritte</b> der WOOP Methode eine große Hilfe sein.</p>
<h3>Die Brücke zwischen Wunsch und Zielerreichung</h3>
<p>Am Anfang steht auch hier der Wunsch &#8211; ein <b>Traum oder eine Vision</b>, die Du erreichen möchtest. Hier bleiben wir aber nicht stehen, sondern formen daraus eine erstrebenswerte Zielsituation, identifizieren mögliche Hindernisse und planen dann die Schritte, die zur Erreichung des Wunsches notwendig sein werden.</p>
<h2>Die 4 Schritte erklärt (W-O-O-P)</h2>
<p>WOOP ist ein Akronym, das die vier Schritte beschreibt, die Dir auf dem Weg zu einer Wunscherfüllung helfen sollen: <b></b></p>
<ul>
<li aria-level="1"><b>W</b>ish = Wunsch</li>
<li aria-level="1"><b>O</b>utcome = Ergebnis</li>
<li aria-level="1"><b>O</b>bstacle = Hindernis</li>
<li aria-level="1"><b>P</b>lan = Plan</li>
</ul>
<h3>Schritt 1: W für Wunsch (wish)</h3>
<p>Im ersten Schritt formulierst Du den Wunsch, den Du gerne erreichen möchtest. Dabei ist es wichtig, einen tatsächlich <b>erreichbaren Wunsch</b> zu wählen. Ich meine damit nicht “stapel tief, studieren kannst du mit Ende 40 eh vergessen” (was nicht stimmt), sondern eher ganz neutrale Kriterien wie etwa “Ab einem Alter von 30 Jahren werde ich nicht mehr in die Ausbildung zur Astronautin zugelassen &#8211; dieser Berufswunsch ist daher für micht nicht möglich”.</p>
<p>In letzterem Fall könntest Du Dir aber vielleicht überlegen, was Dich am Beruf der Astronautin fasziniert und daraus einen anderen <b>Wunsch ableiten</b>. Das könnte etwa “ich möchte mich wissenschaftlich mit dem Weltall befassen” sein.</p>
<p>Für das erste Mal empfehle ich Dir, zu Übungszwecken mit einem kleineren Wunsch zu beginnen. Ich denke dabei an die Größenordnung von “Ich möchte ein Buch zu Ende lesen” oder “Ich möchte ein wichtiges Gespräch führen”.</p>
<p><i>Formuliere Deinen Wunsch und schreibe ihn am besten auf ein Blatt Papier.</i></p>
<h3>Schritt 2: O für Ergebnis (objective)</h3>
<p>Im zweiten Schritt stellst Du Dir nun vor, <b>wie es im besten Fall sein wird</b>, wenn Du Deinen Wunsch erfüllt hast. Du hast das wichtige Gespräch geführt oder das Buch beendet &#8211; wie geht es dir damit? Schließe an dieser Stelle gerne die Augen und begib Dich so gut wie möglich mit allen Deinen Sinnen in die Situation. Stell Dir dazu die folgenden Fragen (und ignoriere die, die Dir nicht passend erscheinen oder sich nicht gut anfühlen):</p>
<ul>
<li aria-level="1">Kannst Du Dich vor Deinem inneren Auge sehen? Wie fühlst Du Dich in diesem Moment?</li>
<li aria-level="1">Was hat sich für Dein Leben geändert?</li>
<li aria-level="1">Wie verhalten sich Deine liebsten Menschen um Dich herum?</li>
<li aria-level="1">Was denkst Du über Dich in diesem Moment?</li>
</ul>
<p><i>Schwelge ruhig für einen Moment in den guten Gefühlen und stell Dir alle Details vor, die Dir einfallen. Anschließend kommst Du wieder in die Gegenwart und machst Dir Notizen zu Deinem Ergebnis.</i></p>
<h3>Schritt 3: O für Hindernis (obstacle)</h3>
<p>Mit der schönen Vision vor Augen widmen wir uns im dritten Schritt <b>möglichen Problemen und Hindernissen</b>, die Dir auf dem Weg zu Deinem Wunsch begegnen können. Hierbei geht es weniger um Ereignisse von außen (wir wollen an dieser Stelle nicht in einen &#8222;Was wäre, wenn alles schlimm wird”-Modus verfallen), sondern vielmehr um <b>innere Hürden</b>.</p>
<p>Die Frage ist: Was hat Dich bisher daran gehindert, Dein Ziel zu erreichen? Ist es Angst vor Konfrontationen oder Versagensangst? Hast Du verinnerlicht, dass Du Dein Ziel nicht verdient hättest?</p>
<p>Dieser Schritt kann die meiste Zeit in Anspruch nehmen. Wenn Du noch nicht viel Erfahrung mit Deinen internalisierten Glaubenssätzen und dem Ursprung von Unsicherheiten und Änsten hast, kann ein <a href="https://jannikestoehr.com/coaching/">professionelles Coaching</a> Dir möglicherweise weiterhelfen.</p>
<p><i>Nimm Dir Zeit, Deine Hürden kennenzulernen und schreib Dir auch diese mit auf Dein Blatt Papier.</i></p>
<h3>Schritt 4: P für Plan (plan)</h3>
<p>Nun kommen wir zum letzten Schritt: Basierend auf Deinem Ziel und den möglichen Hindernissen, kannst du nun einen Plan fassen. Welche Schritte sind notwendig und womit kannst Du anfangen? Gibt es Menschen, die Du um Hilfe bitten kannst? Gibt es etwas, an dem Du arbeiten solltest, bevor Du bereit bist, die ersten Schritte zu gehen?</p>
<p><i>Schreib Dir Deine Pläne auf und berückstichtige dabei auch Deine Hindernisse (“Wenn mir dies passiert, möchte ich so reagieren.”).</i></p>
<h2>Fazit &#8211; erreichbare Ziele werden mit der WOOP Methode greifbar</h2>
<p>Die <a href="https://zeitzuleben.de/woop-methode/">WOOP-Methode</a> ist aus heutiger Sicht nicht mehr neu und innovativ. Sie wurde in weiten Teilen vom Modell der “SMART”-Ziele abgelöst und weist viele Überschneidungen auf. Dennoch besticht WOOP mit ihrer <b>Einfachheit</b> und bietet damit eine sehr gute Grundlage, um Visionen und Ziele für sich selbst in erreichbare Schritte zu teilen und ihnen damit in schnellen Schritten näherzukommen.</p>
<p><b>Viel Erfolg bei Deinem nächsten Ziel! </b></p>
<blockquote><p>PS: Wenn Du alleine nicht mehr weiterkommst und Dir ein erfüllenderes Berufsleben wünschst, schau gerne in meinem <a href="https://jannikestoehr.com/online-kurs/">nächsten Kurs</a> vorbei oder abonnier meinen <a href="https://jannikestoehr.com/podcast/">Podcast mit Themen rund ums Thema “erfülltes Arbeitsleben”</a>.</p></blockquote>
<p>Der Beitrag <a href="https://jannikestoehr.com/woop-methode/">WOOP Methode &#8211; Ziele setzen und in 4 Schritten erreichen</a> erschien zuerst auf <a href="https://jannikestoehr.com">Jannike Stöhr</a>.</p>
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