<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Jobs der Zukunft Archive - Jannike Stöhr</title>
	<atom:link href="https://jannikestoehr.com/category/jobs-der-zukunft/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link></link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Fri, 13 Jun 2025 09:09:05 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.8.3</generator>

<image>
	<url>https://jannikestoehr.com/wp-content/uploads/2021/09/cropped-JST-Bildmarke-mit-Schutzraum-web-32x32.png</url>
	<title>Jobs der Zukunft Archive - Jannike Stöhr</title>
	<link></link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Das Arbeitsamt der Zukunft</title>
		<link>https://jannikestoehr.com/das-arbeitsamt-der-zukunft/</link>
					<comments>https://jannikestoehr.com/das-arbeitsamt-der-zukunft/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jannike Stoehr]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Apr 2020 06:55:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Jobs der Zukunft]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast "Kopf • Herz • Erfolg"]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://jannikestoehr.com/?p=2212</guid>

					<description><![CDATA[<p>Was kommt dir in den Kopf, wenn du an das Arbeitsamt in 2050 denkst? Arbeitsamt oder auch Agentur für Arbeit, das klingt im ersten Moment nicht besonders sexy. Wir verbinden das mit Arbeitslosigkeit, Jobsuche und vielleicht sogar mit Versagen. In den letzten Jahren war jedoch ein leichter Wandel zu erkennen. Zumindest in meinem Umfeld. Da [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://jannikestoehr.com/das-arbeitsamt-der-zukunft/">Das Arbeitsamt der Zukunft</a> erschien zuerst auf <a href="https://jannikestoehr.com">Jannike Stöhr</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Was kommt dir in den Kopf, wenn du an das Arbeitsamt in 2050 denkst? Arbeitsamt oder auch Agentur für Arbeit, das klingt im ersten Moment nicht besonders sexy. Wir verbinden das mit Arbeitslosigkeit, Jobsuche und vielleicht sogar mit Versagen. In den letzten Jahren war jedoch ein leichter Wandel zu erkennen. Zumindest in meinem Umfeld. Da haben Menschen mehr und mehr Positives berichtet, die mit der Agentur für Arbeit zu tun hatten. Da kamen Sätze wie „Ich wurde gefragt, was ich gern machen möchte.“ „Ich habe ein <a href="https://jannikestoehr.com/coaching-team/" target="_blank" rel="noopener">Coaching</a> Kontingent bekommen.“ Oder „eine echte coole Weiterbildung in Zukunftsfeldern“.<br />
In Corona Zeiten hat die Agentur für Arbeit noch einmal eine andere Bedeutung bekommen. Nachdem wir über Jahre einen wirklich florierenden Arbeitsmarkt hatten, kam jetzt ein Dämpfer. Corona beschleunigt dabei die Veränderungen, die durch die Digitalisierung ohnehin früher oder später auf uns zugekommen wären. Remote Arbeiten, der Wegfall von Jobs, die automatisiert oder digitalisiert werden können und die Notwendigkeit zum Lernen und dem Umgang mit Komplexität. Eine Frage die daraus resultiert: Was ist eigentlich Arbeit?<br />
Die Rolle der Agentur für Arbeit muss sich verändern. Wie könnte das Arbeitsamt der Zukunft aussehen? Aileen und ich nehmen dich in dieser Folge mit in das Jahr 2050 und statten dort dem Arbeitsamt mal einen Besuch ab.<br />
<script class="podigee-podcast-player" src="https://cdn.podigee.com/podcast-player/javascripts/podigee-podcast-player.js" data-configuration="https://mein-naechster-job.podigee.io/27-27-das-arbeitsamt-der-zukunft/embed?context=external&#038;token=pVcCibE3mzWJs0Q5CS2R5g"></script><br />
In dieser Folge bekommst du Impulse zu:</p>
<ul>
<li>Was ist Arbeit und wie war die Definition von Arbeit in der Vergangenheit?</li>
<li>Wenn der Kapitalismus an seine Grenzen kommt, was geschieht dann?</li>
<li>Wie könnte das Arbeitsamt der Zukunft aussehen?</li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a href="https://jannikestoehr.com/das-arbeitsamt-der-zukunft/">Das Arbeitsamt der Zukunft</a> erschien zuerst auf <a href="https://jannikestoehr.com">Jannike Stöhr</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://jannikestoehr.com/das-arbeitsamt-der-zukunft/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>&#8222;Man kann nicht werden, was man nicht kennt&#8220; &#8211; Ein Kommentar zur OECD Studie</title>
		<link>https://jannikestoehr.com/man-kann-nicht-werden-was-man-nicht-kennt-ein-kommentar-zur-oecd-studie/</link>
					<comments>https://jannikestoehr.com/man-kann-nicht-werden-was-man-nicht-kennt-ein-kommentar-zur-oecd-studie/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jannike Stoehr]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Apr 2020 06:55:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Jobs der Zukunft]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast "Kopf • Herz • Erfolg"]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://jannikestoehr.com/?p=2202</guid>

					<description><![CDATA[<p>Stell dir vor, es ist 2050. In welchem Beruf wirst du dann arbeiten? In einer Studie der OECD sagen Jugendliche auf die Frage, was sie in 30 Jahren sein wollen: „Manager“, „Lehrer“, „Polizist“. Klingt wie früher, wenn man ins Freundebuch seiner Mitschüler schreiben musste, welchen Beruf man mal haben wollte, wenn man groß ist. Bei [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://jannikestoehr.com/man-kann-nicht-werden-was-man-nicht-kennt-ein-kommentar-zur-oecd-studie/">&#8222;Man kann nicht werden, was man nicht kennt&#8220; &#8211; Ein Kommentar zur OECD Studie</a> erschien zuerst auf <a href="https://jannikestoehr.com">Jannike Stöhr</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Stell dir vor, es ist 2050. In welchem Beruf wirst du dann arbeiten? In einer <a href="https://www.oecd.org/berlin/publikationen/Dream-Jobs.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie der OECD</a> sagen Jugendliche auf die Frage, was sie in 30 Jahren sein wollen: „Manager“, „Lehrer“, „Polizist“. Klingt wie früher, wenn man ins Freundebuch seiner Mitschüler schreiben musste, welchen Beruf man mal haben wollte, wenn man groß ist. Bei mir war es Lehrerin. Aber das war schließlich vor 25 Jahren! Seitdem sind so viele Berufe verschwunden und so viele neue entstanden. Doch wieso sind es immer noch die klassischen und nicht neuartigen Berufe, wie zum Beispiel „<a href="https://jannikestoehr.com/data-scientist/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Data Scientist</a>“, „<a href="https://jannikestoehr.com/im-kampf-gegen-einsamkeit-die-kuscheltherapie/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kuschler/in</a>“ oder „<a href="https://jannikestoehr.com/vr-experience-designer/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">VR Experience Designer/in</a>“, die die Schüler/innen nennen? Dabei wird mir wieder einmal bewusst, dass es wichtig ist, Jobs der Zukunft kennenzulernen. Die heutige Podcast Folge dreht sich genau um dieses Thema: Berufe neu definieren. Denn wie sagte Andreas Schleicher von der OECD Studie: „Man kann nicht werden, was man nicht kennt“.<br />
<script class="podigee-podcast-player" src="https://cdn.podigee.com/podcast-player/javascripts/podigee-podcast-player.js" data-configuration="https://mein-naechster-job.podigee.io/26-26-man-kann-nicht-werden-was-man-nicht-kennt/embed?context=external&#038;token=bMRPyixPs_agKE3ShJ9Dsg"></script><br />
In dieser Folge erfahrt ihr:</p>
<ul>
<li>mehr über die Studie der OECD-Studie und die aktuelle Lage in den Schulen</li>
<li>was das Wort „Beruf“ für Jannike und Aileen bedeutet und ihre persönlichen Erfahrungen dazu</li>
<li>wie man proaktiv mit dem Furture Work Self umgeht und wie man sich einen Job der Zukunft ausdenkt</li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a href="https://jannikestoehr.com/man-kann-nicht-werden-was-man-nicht-kennt-ein-kommentar-zur-oecd-studie/">&#8222;Man kann nicht werden, was man nicht kennt&#8220; &#8211; Ein Kommentar zur OECD Studie</a> erschien zuerst auf <a href="https://jannikestoehr.com">Jannike Stöhr</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://jannikestoehr.com/man-kann-nicht-werden-was-man-nicht-kennt-ein-kommentar-zur-oecd-studie/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mein nächster Job: Von der Sozialwissenschaftlerin zur Software-Entwicklerin</title>
		<link>https://jannikestoehr.com/mein-naechster-job-von-der-sozialwissenschaftlerin-zur-software-entwicklerin/</link>
					<comments>https://jannikestoehr.com/mein-naechster-job-von-der-sozialwissenschaftlerin-zur-software-entwicklerin/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jannike Stoehr]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Mar 2020 07:00:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Jobs der Zukunft]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast "Kopf • Herz • Erfolg"]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://jannikestoehr.com/?p=1946</guid>

					<description><![CDATA[<p>Heute ist Frieda zu Gast im Podcast &#8222;Mein nächster Job &#8211; Impulse für erfüllte und zukunftsfähige Karrieren&#8220;. Frieda kenne ich seit meiner Ausbildung in Design Thinking, in der wir gemeinsam an einer Challenge arbeiteten. Ihre Offenheit und Neugier haben mich gleich beeindruckt. Sie arbeitete an einer Botschaft, hatte Sozialwissenschaften studiert, übersetzte Fantasy-Romane und kellnerte hin [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://jannikestoehr.com/mein-naechster-job-von-der-sozialwissenschaftlerin-zur-software-entwicklerin/">Mein nächster Job: Von der Sozialwissenschaftlerin zur Software-Entwicklerin</a> erschien zuerst auf <a href="https://jannikestoehr.com">Jannike Stöhr</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute ist Frieda zu Gast im Podcast &#8222;Mein nächster Job &#8211; Impulse für erfüllte und zukunftsfähige Karrieren&#8220;. Frieda kenne ich seit meiner Ausbildung in Design Thinking, in der wir gemeinsam an einer Challenge arbeiteten. Ihre Offenheit und Neugier haben mich gleich beeindruckt. Sie arbeitete an einer Botschaft, hatte Sozialwissenschaften studiert, übersetzte Fantasy-Romane und kellnerte hin und wieder.</p>
<p>Als ich sie vor Kurzem wieder traf, hatte sich ihr Leben deutlich verändert. Frieda ist mittlerweile <a href="https://jannikestoehr.com/vr-experience-designer/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Software-Entwicklerin</a> und hat damit endlich einen Job gefunden, der zu ihr passt. &#8222;Mein Job bietet mir die Möglichkeit zu wachsen. Das war mir immer wichtig&#8220;, sagt Frieda. Dass sie ausgerechnet Software-Entwicklerin werden würde, hätte sie lange Zeit nicht gedacht. Aber irgendwann kam eine E-Mail an, in der ein Stipendium für eine Weiterbildung zur Software-Entwicklerin vergeben wurde. Sie bewarb sich und siehe da: Frieda ergatterte einen der Plätze, auch ohne jegliches Vorwissen.</p>
<p>&#8222;Ich habe etwas geschafft, das ich vor eineinhalb Jahren nicht für möglich gehalten hätte&#8220;, sagt Frieda selbst. Es sei wichtig, sich selbst etwas zuzutrauen. Das ist ein typischer Rat von Menschen, die den Umstieg gemeistert haben. Sich selbst etwas zutrauen, um dann über sich hinauszuwachsen und ein neuer Mensch zu werden. Zumindest in teilen.</p>
<p>Heute ist Frieda angekommen. Für eine gewisse Zeit. Ob sie ihr Leben lang Software-Entwicklerin sein möchte, weiß sie noch nicht. Muss sie aber auch nicht. Das finde ich auch das Tolle an der heutigen Arbeitswelt: Nichts ist in Stein gemeißelt. Nur, weil ich eine Ausbildung oder ein Studium gemacht habe, muss ich nicht mein Leben lang in dem zugehörigen Beruf arbeiten. Nur weil ich jetzt Software-Entwicklerin bin, muss ich es nicht auch noch in fünf Jahren sein. Ich finde, das nimmt den Druck raus. Alles weitere aus unserem Gespräch findest du jetzt im Podcast:</p>
<p><script class="podigee-podcast-player" src="https://cdn.podigee.com/podcast-player/javascripts/podigee-podcast-player.js" data-configuration="https://mein-naechster-job.podigee.io/25-von-der-sozialwissenschaftlerin-zur-software-entwicklerin/embed?context=external&#038;token=y5_Kv5oOyrf4an7AKLerNg"></script></p>
<p>In dieser Folge von &#8222;Mein nächster Job&#8220;:<br />
1.) &#8230; lernst du Friedas spannende Geschichte kennen<br />
2.) &#8230; erfährst du, welche Wege es gibt, in die Software-Entwicklung einzusteigen<br />
3.) &#8230; gibt es Inspirationen für alle, die auf der Suche nach einem neuen Job sind<br />
Hier findest du die Förderprogramme, von denen Frieda gesprochen hat:<br />
<a href="https://www.pyladies.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pyladies</a><br />
<a href="https://www.frauenloop.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Frauenloop</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://jannikestoehr.com/mein-naechster-job-von-der-sozialwissenschaftlerin-zur-software-entwicklerin/">Mein nächster Job: Von der Sozialwissenschaftlerin zur Software-Entwicklerin</a> erschien zuerst auf <a href="https://jannikestoehr.com">Jannike Stöhr</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://jannikestoehr.com/mein-naechster-job-von-der-sozialwissenschaftlerin-zur-software-entwicklerin/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Intrapreneurship &#8211; Wenn Mitarbeiter zu Unternehmern werden</title>
		<link>https://jannikestoehr.com/intrapreneurship-wenn-mitarbeiter-zu-unternehmern-werden/</link>
					<comments>https://jannikestoehr.com/intrapreneurship-wenn-mitarbeiter-zu-unternehmern-werden/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jannike Stoehr]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Jan 2020 06:55:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Jobs der Zukunft]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast "Kopf • Herz • Erfolg"]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://jannikestoehr.com/?p=1851</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wenn auf die Frage „Warum machen wir das denn so in unserem Unternehmen?“ die Antwort „Ja das machen wir schon immer so.“ kommt, dann ist es Zeit für Veränderung. Eine Lösung könnte das Intrapreneurship sein. Intrapreneurship setzt sich zusammen aus den beiden englischen Wörtern intracorporate (unternehmensintern) und entrepreneurship (Unternehmen) und soll die eigenen Mitarbeiter zum [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://jannikestoehr.com/intrapreneurship-wenn-mitarbeiter-zu-unternehmern-werden/">Intrapreneurship &#8211; Wenn Mitarbeiter zu Unternehmern werden</a> erschien zuerst auf <a href="https://jannikestoehr.com">Jannike Stöhr</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn auf die Frage „Warum machen wir das denn so in unserem Unternehmen?“ die Antwort „Ja das machen wir schon immer so.“ kommt, dann ist es Zeit für <a href="https://jannikestoehr.com/marion-king-ueber-new-work/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Veränderung</a>. Eine Lösung könnte das Intrapreneurship sein.<br />
Intrapreneurship setzt sich zusammen aus den beiden englischen Wörtern intracorporate (unternehmensintern) und entrepreneurship (Unternehmen) und soll die eigenen Mitarbeiter zum unternehmerischen Handeln bewegen. In der letzten Folge von „Mein nächster Job &#8211; Impulse für erfüllte und zukunftsfähige Karrieren“ haben wir mit Catharina Bruns über <a href="https://jannikestoehr.com/citizen-entrepreneurship-neue-wege-in-die-selbststaendigkeit/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Citizen Entrepreneurship</a> gesprochen.<br />
Heute ist Verena School unser Gast. Verena arbeitet bei der <a href="https://www.ergo.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ERGO Group</a> und ist Intrapreneurin. Ihr Motto ist: ich bitte lieber um Verzeihung, als um Erlaubnis. Mit dieser Einstellung schafft man es, trotz eines traditionellen und hierarchischen Unternehmens, mit dem immer schneller und komplexer werdenden Markt Schritt zu halten.<br />
<script class="podigee-podcast-player" src="https://cdn.podigee.com/podcast-player/javascripts/podigee-podcast-player.js" data-configuration="https://mein-naechster-job.podigee.io/22-22-intrapreneurship-unternehmerin-in-einem-unternehmen/embed?context=external&#038;token=0mG5QRtqMhY-qIjrUCUo9A"></script><br />
In dieser Folge gibt es Antworten auf die Fragen:</p>
<ul>
<li>Was sich geändert hat, als Verena Intrapreneurin wurde und wie der Weg dort hin war</li>
<li>Wie man Intrapreneur wird und welche Eigenschaften und Stärken man mitbringen sollte</li>
<li>Wie Design Thinking helfen kann, um eine Fehlerkultur zu etablieren</li>
<li>und welche Tipps Verena parat hat, um auf den Zug des Intapreneurships auf zu springen</li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a href="https://jannikestoehr.com/intrapreneurship-wenn-mitarbeiter-zu-unternehmern-werden/">Intrapreneurship &#8211; Wenn Mitarbeiter zu Unternehmern werden</a> erschien zuerst auf <a href="https://jannikestoehr.com">Jannike Stöhr</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://jannikestoehr.com/intrapreneurship-wenn-mitarbeiter-zu-unternehmern-werden/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Citizen Entrepreneurship- Neue Wege in die Selbstständigkeit</title>
		<link>https://jannikestoehr.com/citizen-entrepreneurship-neue-wege-in-die-selbststaendigkeit/</link>
					<comments>https://jannikestoehr.com/citizen-entrepreneurship-neue-wege-in-die-selbststaendigkeit/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jannike Stoehr]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jan 2020 06:55:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Jobs der Zukunft]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast "Kopf • Herz • Erfolg"]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://jannikestoehr.com/?p=1826</guid>

					<description><![CDATA[<p>Neues Jahr, neue Folge, neue Vorsätze: Hast du dir vorgenommen, dich selbstständig zu machen? Und hast du dann an die ganzen Hindernisse und Herausforderungen gedacht, die eine Selbstständigkeit mit sich bringt? Deutschland gilt nicht als Selbstständigenland und birgt einige Hürden. Es tut sich aber etwas in diesem Bereich. Selbstständigkeit selbstverständlich machen &#8211; das ist das [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://jannikestoehr.com/citizen-entrepreneurship-neue-wege-in-die-selbststaendigkeit/">Citizen Entrepreneurship- Neue Wege in die Selbstständigkeit</a> erschien zuerst auf <a href="https://jannikestoehr.com">Jannike Stöhr</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Neues Jahr, neue Folge, neue Vorsätze: Hast du dir vorgenommen, dich selbstständig zu machen? Und hast du dann an die ganzen Hindernisse und Herausforderungen gedacht, die eine Selbstständigkeit mit sich bringt? Deutschland gilt nicht als Selbstständigenland und birgt einige Hürden. Es tut sich aber etwas in diesem Bereich.<br />
Selbstständigkeit selbstverständlich machen &#8211; das ist das Motto der<a href="https://kontist-stiftung.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Kontist Stiftung für Citizen Entrepreneurship</a>.<br />
Catharina Bruns ist Mitgründerin dieser Stiftung und Autorin des Buches „<a href="https://www.amazon.de/work-not-job-Arbeit-entscheidest/dp/3593398001/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=3TGQKFXVDR8PL&amp;keywords=work+is+not+a+job&amp;qid=1578920246&amp;sprefix=work+is+n%2Caps%2C173&amp;sr=8-1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Work is not a job</a>“ und fördert die unternehmerische Kultur und Selbstständigkeit in Deutschland.<br />
Sie sagt: &#8222;Wir müssen dem Schicksal der Digitalisierung und Automatisierung nicht ausgesetzt sein, sondern können mitmachen. Selbstbestimmung, Unabhängigkeit und Freiheit sollten wir wieder ernst nehmen und einfach <a href="https://www.instagram.com/kontiststiftung/?hl=de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#selbstwasmachen</a>.&#8220;<br />
<script class="podigee-podcast-player" src="https://cdn.podigee.com/podcast-player/javascripts/podigee-podcast-player.js" data-configuration="https://mein-naechster-job.podigee.io/21-21-citizen-entrepreneurship-wachstumsmotor-in-deutschland/embed?context=external&#038;token=8N9Cyu4qYEPMxJEMb0GMtw"></script><br />
In der heutigen Folge erfahrt ihr</p>
<ul>
<li>was hinter Citizen Entrepreneurship und der Kontist Stiftung steckt</li>
<li>welche Vorteile eine Demokratisierung der Selbstständigkeit hat</li>
<li>und warum es wichtig ist, gerade jetzt in dieser unsicheren Zeit, neugierig und beweglich zu bleiben.</li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a href="https://jannikestoehr.com/citizen-entrepreneurship-neue-wege-in-die-selbststaendigkeit/">Citizen Entrepreneurship- Neue Wege in die Selbstständigkeit</a> erschien zuerst auf <a href="https://jannikestoehr.com">Jannike Stöhr</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://jannikestoehr.com/citizen-entrepreneurship-neue-wege-in-die-selbststaendigkeit/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Neo-Generalist &#8211; eine gute Mischung aus Spezialist und Generalist</title>
		<link>https://jannikestoehr.com/neo-generalist/</link>
					<comments>https://jannikestoehr.com/neo-generalist/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jannike Stoehr]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Dec 2019 06:55:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Jobs der Zukunft]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast "Kopf • Herz • Erfolg"]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://jannikestoehr.com/?p=1784</guid>

					<description><![CDATA[<p>Heute haben Aileen und ich ein Weihnachtsgeschenk für euch! Wir machen einmal eine kleine Besprechung des Buches „The Neo-Generalist &#8211; Where you go is who you are“ von Kenneth Mikkelsen und Richard Martin. Es geht um Menschen, die sich nicht in Formen pressen lassen, sondern ihrem ganz eigenen Weg folgen und ihren vielen verschiedenen Interessen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://jannikestoehr.com/neo-generalist/">Neo-Generalist &#8211; eine gute Mischung aus Spezialist und Generalist</a> erschien zuerst auf <a href="https://jannikestoehr.com">Jannike Stöhr</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute haben <a href="https://www.diezukunftsbauer.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Aileen</a> und ich ein Weihnachtsgeschenk für euch! Wir machen einmal eine kleine Besprechung des Buches „The Neo-Generalist &#8211; Where you go is who you are“ von Kenneth Mikkelsen und Richard Martin. Es geht um Menschen, die sich nicht in Formen pressen lassen, sondern ihrem ganz eigenen Weg folgen und ihren vielen verschiedenen Interessen nachgehen. Vielen Menschen, die sich bei uns melden, geht es ähnlich. Wie finden wir in dieser Welt unseren Platz, wenn der Druck von außen groß ist, sich für das Eine zu entscheiden? Ansatzpunkte, eigene <a href="https://jannikestoehr.com/die-eigene-lebensgeschichte-erfinden/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Erlebnisse</a> und Theorien gibt es in dieser Folge für euch!<br />
<script class="podigee-podcast-player" src="https://cdn.podigee.com/podcast-player/javascripts/podigee-podcast-player.js" data-configuration="https://mein-naechster-job.podigee.io/20-20-berufsorientierung-im-21-jahrhundert-neo-generalisten/embed?context=external&#038;token=WyjQ3PFMo4-9wqrw-urFHg"></script><br />
Buch: <a href="https://www.amazon.de/Neo-Generalist-Where-You-Who-Are/dp/1912555395" target="_blank" rel="noopener noreferrer">The Neo-Generalist &#8211; where you go is who you are</a> von Kenneth Mikkelsen und Richard Martin.<br />
<a href="https://www.youtube.com/watch?v=rFQN6ftn3c8" target="_blank" rel="noopener noreferrer">TEDx Auftritt von Kenneth Mikkelsen </a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://jannikestoehr.com/neo-generalist/">Neo-Generalist &#8211; eine gute Mischung aus Spezialist und Generalist</a> erschien zuerst auf <a href="https://jannikestoehr.com">Jannike Stöhr</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://jannikestoehr.com/neo-generalist/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Trendforscherin &#8211; Zukunftsjob 12</title>
		<link>https://jannikestoehr.com/trendforscher-job-12/</link>
					<comments>https://jannikestoehr.com/trendforscher-job-12/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jannike Stoehr]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Dec 2019 08:00:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Jobs der Zukunft]]></category>
		<category><![CDATA[Traumjob-Experiment]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://jannikestoehr.com/?p=1551</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wie fühlt es sich eigentlich an, Jobs zu testen? Ich stelle mich dieser Frage und gehe sogar noch einen Schritt weiter: Ich teste den Job als Job-Testerin, die den Job als Trendforscher testet. Mein Name ist Melina und ich mache derzeit ein Praktikum bei Jannike. Seit meinem Abitur 2015 beschäftigen mich die Themen Berufsorientierung, Selbstfindung [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://jannikestoehr.com/trendforscher-job-12/">Trendforscherin &#8211; Zukunftsjob 12</a> erschien zuerst auf <a href="https://jannikestoehr.com">Jannike Stöhr</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-weight: 400;">Wie fühlt es sich eigentlich an, Jobs zu testen? Ich stelle mich dieser Frage und gehe sogar noch einen Schritt weiter: Ich teste den Job als <a href="https://jannikestoehr.com/zukunft-der-arbeit/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Job-Testerin</a>, die den Job als Trendforscher testet.</span><br />
<span style="font-weight: 400;">Mein Name ist Melina und ich mache derzeit ein Praktikum bei Jannike. Seit meinem Abitur 2015 beschäftigen mich die Themen Berufsorientierung, Selbstfindung und Glücklichsein stetig mehr. Im Februar habe ich meine Ausbildung als Gestalterin für visuelles Marketing erfolgreich beendet. Ob ich voll in dem Job arbeiten wollte, wusste ich allerdings nicht. Ich hatte viele Ideen, was ich beruflich machen könnte. Der Zufall führte mich zu Jannike. In einem Podcast hörte ich Jannikes Geschichte. Sie faszinierte mich so, dass ich ein paar Minuten später bereits auf den Sende-Button meines Facebook-Messengers drückte und meine Initiativbewerbung sich auf den Weg zu Jannike machte. Nach meinem Berufsabschluss war ich entschlossen, etwas Neues zu wagen und mich in ein Abenteuer zu stürzen, von dem ich nicht wusste, was dabei herauskommen wird. Jetzt war es soweit. Nach einem Videoanruf und einem persönlichen Treffen mit Jannike wickelten wir alles in trockene Tücher. Seit September bin ich nun offiziell als Jannikes Assistentin tätig. Wie schön, dass zu meinen Aufgaben auch das Job-Testen gehört. </span></p>
<h2><b>Rein ins “Trendforschungs-Labor”!</b></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Wir betreten ein großes Gelände voller Backsteinhäuser. Vor rund 120 Jahren wurde hier einmal ein Gaswerk betrieben. Heute befinden sich in den Gebäuden Büros, Geschäfte, Hotels und Eigentumswohnungen. Es ist 10 Uhr, als wir an der Tür von <a href="https://www.trendone.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">TRENDONE</a> in Hamburg klingeln. TRENDONE ist eine Innovationsberatung, die 2002 von Nils Müller gegründet wurde und branchenübergreifend nach Signalen dafür sucht, wie die Welt von morgen aussehen könnte. Jannike und ich sind hier, um den Job als Trendforscherin zu testen. &#8222;Warum ist das ein Job der Zukunft?&#8220;, frage ich Jannike. Ich erfahre, dass unsere Welt zunehmend VUCA (volatil, unsicher, komplex, mehrdeutig) wird und wir Menschen brauchen, die sich dieser Komplexität annehmen und als Innovationsmanagerinnen, Coaches, Journalistinnen oder eben Trendforscher agieren, um ein wenig Überblick ins Chaos zu bringen.</span><br />
<img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-1620 size-large" src="https://jannikestoehr.com/wp-content/uploads/2019/11/IMG_20190911_121553-1024x768.jpg" alt="Trendforscher" width="1024" height="768" srcset="https://jannikestoehr.com/wp-content/uploads/2019/11/IMG_20190911_121553-1024x768.jpg 1024w, https://jannikestoehr.com/wp-content/uploads/2019/11/IMG_20190911_121553-300x225.jpg 300w, https://jannikestoehr.com/wp-content/uploads/2019/11/IMG_20190911_121553-768x576.jpg 768w, https://jannikestoehr.com/wp-content/uploads/2019/11/IMG_20190911_121553-1536x1152.jpg 1536w, https://jannikestoehr.com/wp-content/uploads/2019/11/IMG_20190911_121553-2048x1536.jpg 2048w, https://jannikestoehr.com/wp-content/uploads/2019/11/IMG_20190911_121553-scaled.jpg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><br />
<span style="font-weight: 400;">Wir werden von Johanna, unserer Ansprechpartnerin in den nächsten Tagen und Trend Analystin bei TRENDONE, herzlich begrüßt. Sie führt uns durch stylische Büro- und Meetingräume mit höhenverstellbaren Tischen, vorbei an einer Couch vor einer Zitate-Wand, vorbei an winkenden Kollegen. Die Führung endet in einem Meetingraum hinter der Küche. “Bereit etwas über TRENDONE zu erfahren?”, fragt uns Johanna. Wir sind bereit. Johanna erzählt uns, wie Trends entstehen, was TRENDONE macht und wer im Team welche Aufgaben hat. Von Technik-, über Gesellschafts- bis hin zu Gesundheitstrends &#8211; TRENDONE setzt sich intensiv mit weltweiten Innovationen und aufkommenden Trends auseinander. „Trends“ sind eben nicht nur in der Mode- und Konsumwelt anzutreffen. Die Trendforschung beschreibt Veränderungen und Strömungen in allen Bereichen der Gesellschaft. Ganz schön umfangreich, denke ich. Der Kaffee entfaltet seine erste Wirkung. Das hilft. </span><br />
<span style="font-weight: 400;">Svea, Innovation Advisor im Consulting, kommt dazu und wird uns gleich unsere erste Aufgabe geben. Dazu müssen wir verstehen, wie sich Micro- zu Macro-Trends entwickeln. Svea beschreibt es so: Ein Micro-Trend ist eine kleine, ganz konkrete Innovation, wie ein kleiner Tropfen. Wenn mehrere Tropfen der gleichen Trendströmung aufeinander treffen, entsteht ein Fluss. Den Fluss kann man als Macro-Trend bezeichnen. Folgt man diesem Bild, stellt ein Mega-Trend das Meer dar, in das der Fluss oder auch mehrere Flüsse münden. Ein Mega-Trend ist global und betrifft alle Lebensbereiche der Menschen. </span></p>
<h2><b>Die erste Trendrecherche: Science Fiction oder Realität?</b></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Für uns heißt es nun, Trendrecherche für einen Kunden zu betreiben. Der Kunde möchte innovative Produktideen generieren. Dazu hat TRENDONE mit den Produktmanagern aus dem Unternehmen einen Workshop geplant. Mit Hilfe der internen Micro-Trend-Datenbank sollen wir zu den Themen Kosmetik, Ernährung, Baby, Haushalt, Gesundheit und Shop-Innovationen neue Trends heraussuchen. Diese sollen den jeweiligen Produktmanagern vorgestellt werden, sie über aktuelle Entwicklungen aufklären und zu eigenen Produktinnovationen inspirieren. Wir klicken uns durch die Datenbank. Mir raucht der Schädel. </span><br />
<span style="font-weight: 400;">&#8222;Habt ihr Lust, essen zu gehen?&#8220;, fragt Johanna. Zu dieser Pause sage ich nicht nein. Jannike auch nicht. Vier weitere Kollegen schließen sich uns an. Auf dem Weg unterhalte ich mich mit Andreas, ebenfalls Trend Analyst bei TRENDONE. Er erzählt mir von seinen zwei Jobs, die er hat. “Ich arbeite nur zwei Tage bei TRENDONE. Die anderen drei Tage arbeite ich als Redakteur bei Spiegel Online”, sagt Andreas. “Mein Interesse an Trendforschung begleitet mich schon seit Anfang meiner Redakteurskarriere. Der Job bei TRENDONE ist für mich also die perfekte Ergänzung zu meinem Job als Redakteur.” Ich bin begeistert von der Idee, zwei Jobs zu haben. Ich könnte mir auch sehr gut vorstellen, als Gestalterin und trotzdem weiterhin bei Jannike zu arbeiten. </span><span style="font-weight: 400;">Ich stelle außerdem immer wieder fest, dass man als Quereinsteiger und mit dem nötigen Interesse alles werden kann, wenn man nur fragt. </span><br />
<span style="font-weight: 400;">Mit vollem Magen und einer weiteren Tasse Kaffee vor mir geht es nach der Mittagspause weiter mit unserer Recherche. Johanna hat uns freie Wahl gelassen, wo wir arbeiten möchten. Ob am höhenverstellbaren Schreibtisch, in der Küche oder im Meetingraum: bei TRENDONE hat keiner einen festen Arbeitsplatz. Jeder sucht sich seinen Platz, je nach Lust und Arbeitsaufgaben. Jannike und ich entscheiden uns für die Küche. Ich mag diese lockere Art und Weise einer Innovationsberatung.</span></p>
<h3>Instore-Shopping-Erlebnisse mit Virtual Reality und Augmented Reality</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Recherche ist simpel und läuft wie folgt: Ich gebe in der Base, der Datenbank von TRENDONE, Suchbegriffe ein, zum Beispiel “Shop Innovation”, klicke auf Enter und die Base spuckt mir zugehörige Micro-Trends aus. Wir müssen nur noch entscheiden, ob die Entwicklungen und Innovationen relevant für den Kunden sind. Die Micro-Trends, die wir als passend empfinden, legen wir in einem Projektordner ab, aus dem heraus Svea sie dann für den Kunden aufbereitet. In-Store-Shopping-Erlebnisse mit Virtual und Augmented Reality (VR/AR) und ein spezieller Spiegel, in dem man sich geschminkt oder gleich mit dem passenden Outfit sieht, überraschen mich am meisten. Vieles von dem, was ich in der Datenbank finde, habe ich zuvor noch für Science Fiction gehalten. Ich komme mir vor wie eine Hinterwäldlerin. Vielleicht sollte ich mir doch mal Onlinebanking zulegen. Verrücktes 21. Jahrhundert. </span><br />
<span style="font-weight: 400;">Am späten Nachmittag kommt Johanna vorbei und schaut uns über die Schultern. Sie ist zufrieden und entlässt uns in unseren Feierabend. Jannike fährt zu ihrem Bruder in den Norden und ich zu dem Bruder von meinem Stiefvater in den Osten von Hamburg. Mein Kopf raucht von den vielen neuen Eindrücken und ich bin froh, den Feierabend offline zu verbringen. Noch nicht einmal zum Kickern auf der Reeperbahn lasse ich mich überreden, obwohl ich da normalerweise nie Nein zu gesagt hätte. In eine neue Welt abzutauchen, kostet unheimlich viel Energie. Das ist mein erstes Fazit aus den ersten Wochen als Jobtesterin und Assistentin.</span></p>
<h2><b>Ist das ein Micro-Trend oder kann das weg?</b></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Am nächsten Tag wartet Johanna bereits mit der nächsten Aufgabe auf uns. Diesmal sollen wir Micro-Trends “scouten”, also identifizieren, die noch nicht in der Datenbank vorhanden sind. Das machen sonst die Trend-Redakteure und -Analysten. Sie werden dabei von achtzig internationalen Trendscouts unterstützt, die nach Neuerungen in den Bereichen Marketing, Lifestyle, Medien und Technologie suchen. Bevor wir beginnen, zeigt uns Johanna, wie man bei einer Trendrecherche vorgeht. “Scouting hat viel mit Erfahrung zu tun und damit, sich die richtigen Fragen zu stellen. Habe ich ähnliche Innovationen in letzter Zeit schon gesehen? Was unterscheidet diese Technologie von ihren Vorgängern? Bei TRENDONE verfolgen wir da einen ziemlich pragmatischen Ansatz: Ein Micro-Trend ist nur, was schon Marktreife hat oder kurz davor steht”, sagt Johanna. Sie schickt uns eine Tabelle mit verschiedenen Quellen, die uns die Suche erleichtern werden. Die meisten Artikel sind auf Englisch. Englisch sollte man als Trendforscher also definitiv beherrschen.</span><br />
<span style="font-weight: 400;">Ich weiß nicht so recht, wie ich anfangen soll: Sollte ich mir erst einen Überblick verschaffen oder einfach drauf los suchen? Wie tief muss ich mich in die Materie hineinarbeiten? &#8222;Das war auch mein Fehler am Anfang”, sagt Johanna und nimmt mir die Angst. ”Ich wollte alles bis ins kleinste Detail verstehen. Im Endeffekt ist aber am wichtigsten, das Innovationspotenzial zu erkennen.&#8220; Ich arbeite mich durch Artikel, Studien und Forschungsergebnisse und bin frustriert. Entweder sind die Artikel nicht aktuell oder sie sind bereits in der internen Datenbank zu finden. Meine Lust, diese Aufgabe weiter zu machen, sinkt. “Ich glaube, ich mache lieber mit der Aufgabe von gestern weiter”, sage ich zu Jannike. Mein nicht vorhandenes Fachwissen zieht mich echt runter. „Genau das ist das Spannende am Jobtesting”, antwortet mir Jannike. ”Irgendwann kommt dieser Punkt, an dem du denkst, dass alles zu viel ist und du einfach überfordert bist. Aber wenn du dich dann durchbeißt, dann meisterst du die Überforderung und hast die Chance, den Job wirklich zu verstehen. Für mich ist das immer das tollste Gefühl.”</span></p>
<h3>Durchbeißen lohnt sich</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Ich beiße also die Zähne zusammen und recherchiere weiter. Und Jannike hat Recht. Kurze Zeit später finde ich einen Artikel, der auf einem vorhandenen Artikel in der Datenbank aufbaut: Die Technologie wurde weiterentwickelt. Ein Team des CSAIL am Massachusetts Institute of Technology hat sein Verfahren „ColorMod“ zu licht-aktiver Tinte erweitert. Das neue Projekt „PhotoChromeleon“ kann die Farbe von Alltagsgegenständen, wie zum Beispiel Schuhen, Handyhüllen und Dekoration, ändern. Möglich macht dies eine speziell entwickelte fotochrome Lösung, die auf die Objekte aufgetragen wird. Fotochrom bedeutet, dass die Lösung ihre Farbe verändert, sobald sie  UV-Licht ausgesetzt wird. Wenn der Nutzer mit dem Design nicht zufrieden ist, muss er nur UV-Licht verwenden, um es zu löschen, und er kann von vorne beginnen. </span><br />
<span style="font-weight: 400;">Jannike hat in der Zwischenzeit auch zwei neue Trends gefunden. So langsam macht die Recherche echt Spaß und ich merke, wie sich mein Gehirn und Horizont erweitern. Die anfängliche Überforderung mit den Neologismen und der Menge an Trends verschwindet und viele Dinge erschließen sich jetzt für mich. Die Welt ist technisch schon viel weiter, als ich gedacht hätte.</span></p>
<h2><b>Geo-Engineering, Bionik und Space Tourism &#8211; Job-Felder der Zukunft</b></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Am Nachmittag haben wir ein Meeting mit CEO und Gründer Nils Müller. Er stellt uns eine Timeline vor, die in Zehner-Jahresabschnitten zeigt, wie sich die Welt verändert hat und bis 2170 noch verändern könnte. Wenn Nils über die Zukunft spricht, dann ist er voll in seinem Element. “Geo-Engineering, Bionik und Space Tourism – das sind aus meiner Sicht Trends, in denen viele Jobs entstehen werden”, erzählt er uns. Er hat eine mitreißende Art. Das merke ich auch an Jannike, die vor lauter Begeisterung in die Hände klatscht. Auch sie ist in ihrem Element und in reinster Vorfreude, welche Jobs sie alles noch testen kann. </span><br />
<span style="font-weight: 400;">Um den Prozess des Trendscoutings abzuschließen, lernen wir in dieser Woche auch noch, wie wir unsere gefundenen Trends in die Datenbank einpflegen und wie wir dazu passende Texte formulieren. Unsere Recherche-Ergebnisse sollen wir auf höchstens 600 Zeichen herunterbrechen, also etwa vier bis fünf Sätze. Gar nicht so einfach, wenn der Trend aus einem zwölfseitigen Paper in einer englischsprachigen Wissenschaftszeitschrift stammt. Zu unserer Freude nimmt Johanna die Texte sogar ab, sodass sie für immer und ewig Teil von TRENDONE werden. Einigen Meetings, Mittagspausen und Erinnerungsfotos dürfen wir noch beiwohnen, dann heißt es für uns auch schon wieder Abschied nehmen. Spannende Tage bei TRENDONE in Hamburg gehen nun zu Ende.</span><br />
<span style="font-weight: 400;">Wer Trendforscher werden will, sollte neugierig sein, Freude an Recherche und Interesse an der Welt von Morgen haben. Gute Englischkenntnisse und Faszination für technologiegetriebene Trends und Innovationen sollten ebenfalls vorhanden sein. Wer auf eine moderne, lockere Unternehmenskultur und Kaffeetassen mit Namen steht, der ist bei TRENDONE genau richtig. </span><br />
<span style="font-weight: 400;">Ein riesiges Dankeschön an Nils, Peter und Johanna, die uns das Jobtesting ermöglicht und uns sehr gut in den Job als Trendforscherin eingeführt haben.</span><br />
&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://jannikestoehr.com/trendforscher-job-12/">Trendforscherin &#8211; Zukunftsjob 12</a> erschien zuerst auf <a href="https://jannikestoehr.com">Jannike Stöhr</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://jannikestoehr.com/trendforscher-job-12/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ich bin dann mal Fachärztin für Ökopsychosomatik</title>
		<link>https://jannikestoehr.com/ich-bin-dann-mal-fachaerztin-fuer-oekopsychosomatik/</link>
					<comments>https://jannikestoehr.com/ich-bin-dann-mal-fachaerztin-fuer-oekopsychosomatik/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jannike Stoehr]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Nov 2019 08:00:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Jobs der Zukunft]]></category>
		<category><![CDATA[Traumjob-Experiment]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://jannikestoehr.com/?p=1601</guid>

					<description><![CDATA[<p>„Ein Haus auf dem Land“, sagt die Frau auf der anderen Seite des Bildschirms, „das wäre etwas. Vielleicht sogar ein eigener Bauernhof. Mindestens möchte ich aber mein eigenes Gemüse anpflanzen und mich selbst versorgen.“ Ich bin nicht überrascht von diesem Wunsch meiner Klientin. Tatsächlich antworten die meisten meiner Klienten auf die Frage nach Wünschen und [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://jannikestoehr.com/ich-bin-dann-mal-fachaerztin-fuer-oekopsychosomatik/">Ich bin dann mal Fachärztin für Ökopsychosomatik</a> erschien zuerst auf <a href="https://jannikestoehr.com">Jannike Stöhr</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Ein Haus auf dem Land“, sagt die Frau auf der anderen Seite des Bildschirms, „das wäre etwas. Vielleicht sogar ein eigener Bauernhof. Mindestens möchte ich aber mein eigenes Gemüse anpflanzen und mich selbst versorgen.“ Ich bin nicht überrascht von diesem Wunsch meiner Klientin. Tatsächlich antworten die meisten meiner Klienten auf die Frage nach Wünschen und Träumen ähnlich. In unserer schneller werdenden Welt, verspüren immer mehr Menschen eine starke Sehnsucht nach der Natur. Während alles digitaler wird, wünschen wir uns wieder, das eigene Gemüse zu züchten oder ein Bienenvolk auf dem Balkon zu haben. Ein Ort der Ruhe auf dem Land wäre auch nicht schlecht. Irgendwie scheinen wir zu spüren, dass die Natur uns gut tut.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Laut dem Zukunftsinstitut stecken die Amerikaner jährlich bereits 129 Millionen Dollar in die <a href="https://www.zukunftsinstitut.de/artikel/healthness-gesundheit-wird-ganzheitlich/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Komplementärmedizin-Forschung.</a> In Deutschland sind knapp die Hälfte aller Menschen an Naturheilmitteln interessiert. Healthness nennt das Zukunftsinstitut diesen Trend. Weiter heißt es: „Der Healthness-Trend versteht Gesundheit als Gesamtsystem, das auch in verstärktem Maße auf Umwelteinflüsse reflektiert. Es gilt nicht nur, den Körper gesund zu erhalten, sondern auch die direkte Umgebung.“ Dem und den sich daraus ergebenden beruflichen Perspektiven möchte ich auf den Grund gehen und stoße dabei schnell auf den Begriff &#8222;Ökopsychosomatik&#8220;.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h2>Was ist eigentlich Ökopsychosomatik?</h2>
<p>Bei einem Waldspaziergang im Frühjahr lerne ich den Autoren und Biologen Clemens Arvay kennen. Clemens beschäftigt sich mit der Beziehung zwischen Mensch und Natur. Er fokussiert sich dabei auf den Effekt den der Kontakt mit Pflanzen und Tieren auf den Menschen hat. Wir steigen über Stöcker und Steine und begutachten die Bäume um uns herum. Er erzählt mir von der heilenden Wirkung des Waldes und zaubert einen Job der Zukunft aus der Tasche: Facharzt für Ökopsychosomatik.<br />
<figure id="attachment_1607" aria-describedby="caption-attachment-1607" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-1607 size-large" src="https://jannikestoehr.com/wp-content/uploads/2019/11/IMG_2102-1024x769.jpg" alt="Ökopsychosomatik" width="1024" height="769" srcset="https://jannikestoehr.com/wp-content/uploads/2019/11/IMG_2102-1024x769.jpg 1024w, https://jannikestoehr.com/wp-content/uploads/2019/11/IMG_2102-300x225.jpg 300w, https://jannikestoehr.com/wp-content/uploads/2019/11/IMG_2102-768x577.jpg 768w, https://jannikestoehr.com/wp-content/uploads/2019/11/IMG_2102-1536x1154.jpg 1536w, https://jannikestoehr.com/wp-content/uploads/2019/11/IMG_2102-2048x1539.jpg 2048w, https://jannikestoehr.com/wp-content/uploads/2019/11/IMG_2102-scaled.jpg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-1607" class="wp-caption-text">Clemens und ich bei einer Lesung aus seinem Buch &#8222;Biophilia in der Stadt&#8220;</figcaption></figure><br />
Ökopsychosomatik meint, dass nicht nur Körper und Geist miteinander verbunden sind, sondern wir über unsere Haut, dem größten Organ des Menschen, auch mit der Umwelt. Bevor ihr euch wundert &#8211; diesen Job gibt es noch nicht. Aber Clemens findet, dass es ihn geben sollte. „Ich bin überzeugt davon, dass wir viel anfälliger für Krankheiten sind, wenn wir keinen Kontakt mehr mit der Natur haben. Die Wissenschaft belegt mittlerweile, dass die Natur eine heilende Wirkung hat“, erklärt mir Clemens, während wir weiter durch den Wald wandern.<br />
Er erzählt mir vom heilsamen Trio des Waldes. Da sind die Terpene, das sind gasförmige Abwehrstoffe von Bäumen, die auch beim Menschen die körpereigenen Killerzellen aktivieren, die die Basis für die menschliche Immunabwehr bilden. Negativ geladene Sauerstoffteilchen nennen sich Anionen. Auch sie unterstützen unser Immunsystem. Anionen entstehen überall dort, wo Wasser noch wild sein darf und auf natürliche Weise elektrische Kräfte entstehen. Atmen wir diese Luft voller Anionen ein, geben sie elektrische Energie an die Flimmerhärchen in unserer Nase ab und bewahren uns so vor Schadstoffen und Krankheitserregern. Und dann ist da noch das „Biophilia-Bakterium“, das in humusreichen Waldböden zuhause ist. Es schützt vor Tuberkulose und stärkt wie die Anionen und Terpene unser Immunsystem. Und die Medizin könnte sich genau das zu Nutze machen.</p>
<h2>Die Gartentherapie &#8211; Ein Vorläufer der Ökopsychosomatik</h2>
<p>Fachärztin für Ökopsychosomatik, das will ich machen! Nur wie soll das funktionieren, wenn der Job noch gar nicht existiert? Clemens hat eine Idee. Das Feld der Gartentherapie existiere bereits und man könne es als Vorläufer der Ökopsychosomatik begreifen. An der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik in Wien gibt es dazu sogar einen eigenen Studiengang. „Dr. Fritz Neuhauser arbeitet bereits in der Gartentherapie“, erzählt mir Clemens. „Seine Arbeitsweise kommt meiner Vorstellung vom Facharzt für Ökopsychosomatik schon ziemlich nah.“<span class="Apple-converted-space">     </span><br />
Clemens connected uns digital und ein paar Mails später steht fest: Ich darf für eine Woche im Krankenhaus Hietzing in Wien im Feld der Gartentherapie arbeiten. Fritz und ich verabreden uns für eine Woche im Mai. „Lass uns zum Frühstück bei mir Zuhause treffen“, schlägt Fritz vor, der aus einer Woche Nachtschicht kommt und an meinem ersten Arbeitstag eigentlich frei hat. „Nach der Nachtschicht kann ich Gartenarbeit gut vertragen.“ Auch an seinen freien Tagen verbringt Fritz viele Stunden im Krankenhaus. Die ökopsychosomatische Arbeit findet aktuell noch zu weiten Teilen außerhalb seiner regulären Arbeitszeiten statt, die er als Allgemeinmediziner und als Psychotherapeut leistet.<br />
<figure id="attachment_1611" aria-describedby="caption-attachment-1611" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-1611 size-large" src="https://jannikestoehr.com/wp-content/uploads/2019/11/DSC_0099-1024x683.jpg" alt="Gartentherapie" width="1024" height="683" /><figcaption id="caption-attachment-1611" class="wp-caption-text">Fritz bei der Arbeit</figcaption></figure></p>
<h2>Die Natur als Ort der Heilung</h2>
<p>Mit dem Blick in einen wilden Garten sitzen wir auf Fritz Terrasse und planen die Woche. „Die gartentherapeutische Arbeit findet hauptsächlich hier in Hietzing statt. Da bin ich noch involviert bei <a href="https://igor-wien.at" target="_blank" rel="noopener noreferrer">IGOR</a>, einem Verein, der sich um geflüchtete Menschen kümmert. Ein paar leerstehende Klinikgebäude werden aktuell als Flüchtlingsunterkunft genutzt. Menschen, die fliehen mussten, leiden häufig unter Traumata. Es ist gut, im Garten mit ihnen daran zu arbeiten“, erzählt mir Fritz. Früher sei dort die Geriatrie gewesen. Für die geriatrischen Patienten wäre die Zeit im Garten auch besonders wertvoll gewesen. Ich erfahre, dass Gartentherapie viele verschiedene positive Effekte auf die Patienten hat. Die therapeutische Arbeit könne das Wohlbefinden steigern bei psychosomatischen oder psychiatrischen Erkrankungen.</p>
<blockquote><p>„Der Anblick der Natur aktiviert einen wichtigen Teil unseres Nervensystems, der für psychische Ruhe und körperliche Regeneration zuständig ist. Es handelt sich um den Parasympathikus“, schreibt Clemens in seinem Buch (Biophilia in der Stadt, S. 141 f).</p></blockquote>
<p>Das deckt sich mit dem, was die Menschen in meiner Berufsberatung sagen. Ein Aufenthalt in der Natur regeneriert und erdet.<br />
Bei der Gartentherapie kommen noch körperliche Aktivitäten hinzu. Eine ausgebildete Fachkraft leitet die Patienten in der Gartenarbeit an. Die sensorische Wahrnehmung wird bei dem Kontakt mit der Natur geschult, die motorischen Fähigkeiten gefordert sowie die soziale Interaktion zwischen den Patienten gefördert. „Auch therapeutische Gespräche lassen sich bei der Gartenarbeit ganz anders führen“, sagt Fritz. „Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich die Patienten viel schneller öffnen, als in der Praxis.“<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h2>Mein Arbeitsplatz ist ein Blütenmeer</h2>
<p>Wir decken den Frühstückstisch ab und machen uns auf den Weg in die Klinik. Ein eindrucksvolles Gelände wartet auf mich. Auf zehn Hektar finden sich ursprünglich in dreizehn Pavillons die verschiedenen Disziplinen des Krankenhauses wieder. Mittlerweile stehen einige Häuser leer. Wir biegen rechts ab, dann links, laufen an einer Kirche vorbei, den Hügel hoch, biegen wieder links ab, überqueren einen kleinen Platz bis wir schließlich vor einem Gartentor stehen. Fritz greift in seine Hosentasche und zieht einen Schlüssel heraus. „Das hier ist unser Garten“, sagt Fritz und schubst das Tor auf. Ich betrete die kleine Grünfläche hinter einem der Häuser auf dem Klinikgelände. Schnell stehe ich kniehoch mitten in wilden Gräsern und Blumen in einem Blütenmeer. Noch kann ich mir die Gartentherapie nicht konkret vorstellen. Unkraut jäten und Blumen ziehen, das soll es sein? Fritz steuert auf ein zweites Tor am hinteren Ende des Gartens zu und deutet mir an, mitzukommen.<br />
Wir laufen die Straßen des Klinikgeländes entlang und steuern auf ein großes und offensichtlich belebtes Gebäude zu. Durch einen PVC Streifenvorhang, wie man ihn sonst auch im Lager findet, betreten wir Wiens größte Flüchtlingsunterkunft. Bis zu 1.400 Menschen haben hier zeitgleich bereits gelebt. „Grüß dich“, ruft Fritz dem jungen Mann zu, der uns entgegen kommt, und streckt ihm die Hand entgegen. „Wie geht es dir?“ „Der Bescheid ist noch nicht durch. Immer warten, warten“, antwortet er und stellt sich mir als Ahmed vor. Sein Asylantrag läuft noch. Bis der entschieden ist, muss er warten. Arbeiten darf er nicht. Wir treffen noch weitere Bewohner des Heims. Kinder toben über den Flur. Mit dem Fahrstuhl geht es ins Kellergeschoss.<br />
<img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-1612 size-large" src="https://jannikestoehr.com/wp-content/uploads/2019/11/DSC_0114-1024x683.jpg" alt="Gartentherapie" width="1024" height="683" srcset="https://jannikestoehr.com/wp-content/uploads/2019/11/DSC_0114-1024x683.jpg 1024w, https://jannikestoehr.com/wp-content/uploads/2019/11/DSC_0114-300x200.jpg 300w, https://jannikestoehr.com/wp-content/uploads/2019/11/DSC_0114-768x512.jpg 768w, https://jannikestoehr.com/wp-content/uploads/2019/11/DSC_0114-1536x1024.jpg 1536w, https://jannikestoehr.com/wp-content/uploads/2019/11/DSC_0114-2048x1365.jpg 2048w, https://jannikestoehr.com/wp-content/uploads/2019/11/DSC_0114-scaled.jpg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><br />
Im Keller befinden sich die Räume von IGOR. IGOR steht für Integrationsarbeit und Gesundheitsförderung im öffentlichen Raum und ist eine Einrichtung des psychosozialen Gesundheitsdienst. Der Verein unterstützt geflüchtete Menschen bei der Integration und Inklusion. Menschen, die hier her kommen, sollten die Möglichkeit bekommen, ihr Selbstwertgefühl wieder zu steigern, sich psychisch zu stabilisieren, Selbstwirksamkeit zu erfahren und Resilienz zu entwickeln, findet Fritz. Finde ich gut.<br />
Ich trete ein in einen großen Gemeinschaftsraum mit einer kleinen Bibliothek und zwei Arbeitsplätzen. Dahinter schließen sich ein Computerraum und eine Küche an. IGOR hat bereits mehrere Auszeichnungen bekommen. 2016 wurde dem Flüchtlingsprojekt der Preis „Bildung für nachhaltige Entwicklung &#8211; Best of Austria“ verliehen. Ich finde schön, dass die Arbeit hier gesehen wird. Fritz beendet die Führung mit einer Einladung für den nächsten Tag. Um zehn Uhr wollen wir uns am nächsten Tag hier in den Gemeinschaftsräumen wieder treffen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h2>Blumenernte und Gesprächstherapie</h2>
<p>Wenn das so einfach wäre. Der nächste Tag beginnt mit einer ordentlichen Verirrung. Das Flüchtlingsheim finde ich auf dem 10 Hektar großen Gelände beim besten Willen nicht wieder. Irgendwann sehe ich ihn dann doch wieder: Den PVC-Vorhang. Unten im Gemeinschaftsraum treffe ich neben Fritz heute auch auf meine dieswöchigen Kolleginnen Monika, Dorothea und Brigitte, drei sehr herzliche Frauen. Nach einem ersten Kaffee machen wir uns an die Arbeit. Auf den Fluren des Heims suchen wir nach Willigen für die Gartenarbeit.<br />
Schließlich findet sich jemand: Madhi heißt er und ich werde ihm in dieser Woche noch öfter über den Weg laufen. Madhi, Fritz und ich machen uns auf in den Therapie-Garten. Ausgestattet mit Eimer und Scheren ernten wir Blumen. Die meisten von ihnen blühen bereits. Bunte Sträuße wollen wir heute in der Klinik verteilen und so die Natur auch in die Krankenhaus-Flure bringen. Genau wie Fritz es gesagt hatte &#8211; während der Gartenarbeit kommt ganz leicht ein Gespräch zustande. Madhi erzählt mir von seiner Flucht. Sechs Mal habe er versucht mit dem Boot nach Europa zu gelangen. Fünf Mal sei er gescheitert. Das sechste Mal war erfolgreich. Jetzt warte er auf seine Aufenthaltsgenehmigung und die Möglichkeit, in seinem Beruf als Stuckateur und Handwerker arbeiten zu können. Wir pflücken Blumen und reden und reden und pflücken Blumen. Der Eimer wird immer voller und bald schon haben wir einen riesigen Wildblumenstrauß zusammen.<br />
<img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-1613 size-large" src="https://jannikestoehr.com/wp-content/uploads/2019/11/DSC_0119-1024x683.jpg" alt="" width="1024" height="683" /></p>
<h2>Werben für die Ökopsychosomatik</h2>
<p>Mit dem Eimer ziehen wir durch das Krankenhaus und verteilen Blumensträuße auf den einzelnen Stationen. „Den Kollegen tut so ein bisschen Natur im Büro ja auch gut. Wer freut sich nicht über einen Blumenstrauß?“, will Fritz von mir wissen. Und tatsächlich schauen wir in strahlende Gesichter, als wir mit den Blumen in der Hand an die Bürotüren klopfen. Vielleicht geht es bei unserem Besuch auch ein Stückweit darum, für die Gartentherapie zu werben. „Gerade zu Beginn ist oft der Anschein entstanden, dass wir uns draußen nur vergnügen, während drinnen gearbeitet wird“, erzählt Fritz. „Aber wem geht es in der Natur nicht gut? Und darum, dass es den Menschen wieder gut geht, ob körperlich oder psychisch, darum geht es ja.“<br />
Je nach Patient und Anliegen bekommen die Menschen in der Gartentherapie unterschiedliche Aufgaben. Nicht jeder erntet zu jedem Zeitpunkt Blumen. Für manche Menschen ist es heilend, Blumen zu pflanzen und ihr Wachstum über die Zeit hinweg zu erleben. Selbstwirksamkeit ist es, die dabei gefördert wird. Andere wiederum schätzen den meditativen Vorgang beim Unkraut jäten und können so beispielsweise an ihrem Perfektionsanspruch an sich selbst arbeiten. Der Garten bietet unzählige Möglichkeiten zur <a href="https://jannikestoehr.com/on-the-road-ein-zwischenfazit/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Selbsterkenntnis</a>. Ich selbst ertappe mich bei der Gartenarbeit dabei, meine Aufgaben ordentlich und gut machen zu wollen und sie dennoch schnell zu erledigen, um möglichst viel zu schaffen. Diese Erkenntnis nehme ich mir mit.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h2>Sich Freiräume für zukunftsfähige Tätigkeiten zu schaffen, erfordert Eigeninitiative</h2>
<p>Fritz und ich machen in dieser Woche neben der Gartenarbeit und der Interaktion mit den geflüchteten Menschen noch einen Ausflug in die Gerontopsychatrie und an die Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik Wien. Die Arbeit in der Gerontopsychatrie ist Fritz eigentlicher Job. Den Freiraum in der Gartentherapie musste und muss er sich erarbeiten. Er macht es wie viele Menschen in Zukunftsberufen: Er schafft sich innerhalb eines Systems Freiräume für die Dinge, die ihm wichtig sind und die für andere einen Mehrwert stiften. Einfach ist das nicht. Es geht dabei nicht nur um die Doppelbelastung, sondern auch um die Akzeptanz dessen unter den Kollegen. Aber es ist möglich. Fritz Beispiel zeigt es. Und das der Menschen, denen die Gartentherapie hilft.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Wenn es nach Clemens Arvay gibt, dann ist nicht nur die Gartentherapie irgendwann an Krankenhäusern etabliert, sondern auch die Ökopsychosomatik. Die Ökopsychosomatik geht in der Medizin nämlich noch einen Schritt weiter und nutzt die Natur gezielt zur Förderung der Genesung, als auch zur Wahrung der Gesundheit. „Viele Wirkungsweisen sind mittlerweile wissenschaftlich belegt. Warum sollten diese Erkenntnisse nicht von unserem Gesundheitssystem genutzt werden?“, findet der Biologe. Logisch nachvollziehbar ist das alles für mich. Sollte ich einmal schwerwiegender krank sein, dann wünsche ich mir auch einen Ort in der Natur, an dem ich ins Grüne schauen, Terpene und Anionen einatmen und die Ruhe genießen kann, die im Stadtlärm oft nur schwer zu finden ist.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Ich denke noch einmal darüber nach. Warum eigentlich warten bis ich krank werde? <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://jannikestoehr.com/ich-bin-dann-mal-fachaerztin-fuer-oekopsychosomatik/">Ich bin dann mal Fachärztin für Ökopsychosomatik</a> erschien zuerst auf <a href="https://jannikestoehr.com">Jannike Stöhr</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://jannikestoehr.com/ich-bin-dann-mal-fachaerztin-fuer-oekopsychosomatik/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Fairstainability Manager &#8211; Job 6</title>
		<link>https://jannikestoehr.com/fairstainability-manager/</link>
					<comments>https://jannikestoehr.com/fairstainability-manager/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jannike Stoehr]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Sep 2018 15:10:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Jobs der Zukunft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://jannikestoehr.com/?p=559</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mama, was ist ein Kondom? „Mama, was ist eigentlich ein Kondom?“, fragte ich meine Mutter vor 23 Jahren beim Mittagessen. Ich erinnere mich gut daran. Markus, ein Mitschüler von mir, hatte in der Schule erzählt, dass er auf dem Deich ein benutztes Kondom gefunden hätte. Und alle haben gelacht. Außer mir. „Das erzähle ich dir [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://jannikestoehr.com/fairstainability-manager/">Fairstainability Manager &#8211; Job 6</a> erschien zuerst auf <a href="https://jannikestoehr.com">Jannike Stöhr</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h1>Mama, was ist ein Kondom?</h1>
<p>„Mama, was ist eigentlich ein Kondom?“, fragte ich meine Mutter vor 23 Jahren beim Mittagessen. Ich erinnere mich gut daran. Markus, ein Mitschüler von mir, hatte in der Schule erzählt, dass er auf dem Deich ein benutztes Kondom gefunden hätte. Und alle haben gelacht. Außer mir. „Das erzähle ich dir später“, antwortete meine Mutter nach einer betretenen Schweigeminute. Die Neugier verging mir bei ihrer Reaktion schlagartig. Um die Erklärung kam ich jetzt aber nicht mehr herum. Wie widerlich, dachte ich, während ich mich um einen abgeklärten Gesichtsausdruck bemühte.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h2>Es ist wieder soweit</h2>
<p>Neulich, als ich meiner Mutter am Telefon von meinem nächsten Job erzählte, musste ich erneut auf das Thema zu sprechen kommen. <span id="more-559"></span>Kondome! OMG! Nein &#8211; ich werde keinen Ausflug ins Milieu machen. Nicht so richtig zumindest. Es geht zu <a href="https://einhorn.my" target="_blank" rel="noopener noreferrer">einhorn products</a>, Mama. Die machen Kondome und bald wahrscheinlich auch was für die Periode. Warum ich da hin will? Die machen da auch was mit Nachhaltigkeit. Ja, genau, wie diese Corporate Social Responsibility Menschen, nur ernsthafter, denke ich. Warum das ein Zukunftsjob sein soll? Na, ist doch logisch. Wir haben eine Erde mit begrenzten Ressourcen. Wir können nicht so weiter wirtschaften, wie bisher. Es muss sich etwas ändern. Und daran werden Menschen in Unternehmen arbeiten müssen. Ja, ich werde dann mal erzählen.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
In meiner Woche als Fairstainability Managerin begleite ich Elisa Naranjo, Head of Fairstainability bei einhorn. Ich hatte sie über den Award von edition f gefunden, bei dem sie als eine von fünfundzwanzig Frauen ausgezeichnet wurde, die unsere Wirtschaft verändern. Und das tut sie, wie ich in meiner Woche bei einhorn herausfinde.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
<br />
Aber lasst uns von vorne starten. Vorne heißt in diesem Fall bei meinem ersten Arbeitstag. Wenig überraschend ist das ein Montag, der aber nicht um 8, nicht um 9, nein, nicht um 10 &#8211; sondern um 14.00 Uhr beginnt! Yes, das sind Arbeitszeiten, wie ich sie liebe. Als ich im Kreuzberger Büro aufschlage, haben die Einhörner allerdings schon einen halben Tag hinter sich. Es gab eine Teambesprechung, die bei einem Mitarbeiter zuhause stattfand und für meinen Job als Fairstainability Managerin nicht relevant war. Mir soll es Recht sein. Wir starten mit einem Kaffee. Auch gut. „Diese Woche stehen das Kickoff-Meeting einer Recycling-Initiative auf dem Programm, unsere wöchentliche Perioden- und Kondom-Meetings und dann wollen wir noch einen Porno von <a href="https://erikalust.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Erika Lust</a> mit Nachhaltigkeitsgerede vertonen“, erzählt mir Elisa. Eine ganz normale Woche also.</p>
<h3><b>Nur weil Nachhaltigkeit drauf steht, muss noch keine Nachhaltigkeit drin sein</b></h3>
<p>Meine anfänglich gute Laune rutscht schnell in den Keller, als mir Elisa mehr von ihrem Job erzählt. Den ersten Schock zum Thema Nachhaltigkeit hatte ich bereits während meines ersten Projektes, als ich <a href="https://jannikestoehr.com/job-18-programm-managerin-entwicklungszusammenarbeit/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eine Woche bei der Austrian Development Agency </a>arbeitete. Damals begriff ich, was ich insgeheim schon immer wusste: Für meinen günstigen Konsum zahlen Mensch und Umwelt in anderen Teilen der Welt den Preis. Seitdem habe ich vieles in meinem Leben verändert. Ich kaufe sehr wenig Kleidung, esse sehr wenig Fleisch und fahre mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, wo immer ich kann. Von einem nachhaltigen Lebensstil bin ich dennoch weit entfernt. Das wird mir in meinen Tagen bei einhorn deutlich.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Nur, weil auf einem Produkt ein Nachhaltigkeitssiegel klebt, heißt es noch nicht, dass es wirklich nachhaltig und fair produziert wurde“, erzählt Elisa, als sie mir erklärt, was einhorn beim Thema Nachhaltigkeit anders macht als andere. „Bei so einem Siegel kannst du zwar davon ausgehen, dass es besser und nachhaltiger als ein Produkt ohne Siegel ist, aber wie die Umstände am Produktionsort sind, ist damit noch nicht geklärt“, ergänzt sie. Viele Firmen überprüfen anhand von Kriterienkatalogen für die jeweiligen Nachhaltigkeitssiegel, wie die Produktionsbedingungen sind. Das bedeutet allerdings noch nicht, dass alles rund läuft, geschweige denn, dass eine Wirtschaftsbeziehung auf Augenhöhe besteht.<br />
In China, erzählt mir Elisa, gestatte der Staat nicht, dass Arbeiter ihre Sozialversicherung über die Kantonsgrenzen hinaus mitnehmen. Für all die Wanderarbeiter in China bedeute eine von einem Nachhaltigkeitssiegel zertifizierte Produktion deswegen eine Einbuße im Einkommen. Denn das Geld, das nun von ihrem Einkommen in die Sozialversicherung fließe, bekämen sie nie zu Gesicht. Um fair und nachhaltig zu produzieren, müssen die Gegebenheiten vor Ort also wirklich bekannt sein. Es muss Gespräche geben, Vertrauen gefasst werden und ein gemeinsames Verständnis von Fairstainability vorhanden sein.</p>
<h3><b>I bims, die Ökobilanz</b></h3>
<p>„Aber wo fange ich an, wenn ich mit meinem Unternehmen nachhaltig werden will?“, will ich wissen. „Wir haben mit einer <a href="https://einhorn.my/unser-co2-fussabdruck/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ökobilanz</a> angefangen“, sagt Elisa. „Wir haben nicht den Anspruch, perfekt zu sein und machen unsere Bemühungen transparent. Wir setzen dort an, wo wir den größten Einfluss in der Lieferkette haben.“ Die Ökobilanz hat Kollege Maik erstellt. Er ist studierter Umweltingenieur. Eine Ökobilanz bildet alle Umweltwirkungen eines Produktes von der Entstehung bis zur Verwertung ab. Bei einem Kondom geht es los mit der Kautschukproduktion. Ist das Kautschuk geerntet, muss es verarbeitet werden. Anschließend kommt es in die Fabrik, wo dann aus dem Gummi Kondome werden. Von dort kommt es zu einhorn und von dort in die Läden oder direkt zum Kunden. Beim Kunden wird es benutzt und anschließend entsorgt. Jeder einzelne Schritt hat kleinere oder größere Auswirkungen auf die Umwelt. Noch nicht berücksichtigt ist in dieser Analyse der soziale Impact.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h3>Vor Ort in Malaysia</h3>
<p>„Den größten negativen Umwelteinfluss haben wir in der Produktion der Kondome“, erklärt mir Maik, als ich genaueres von ihm wissen will. Umgerechnet entstehen im Leben eines Kondoms 34g CO2-Äquivalente, in etwa so viel, als würde ich 250 Meter mit einem Benziner fahren. Um wirklich herauszufinden, wie die Umwelt- und Arbeitsbedingungen im Produktionsland Malaysia<span class="Apple-converted-space">  </span>sind, waren die Mitarbeiter von einhorn einige Monate vor Ort.<br />
„Wir mussten das Vertrauen von den Menschen vor Ort gewinnen“, erzählt Linda, die dritte feste Mitarbeiterin im Nachhaltigkeitsteam. Sie spricht Indonesisch und hat während ihrer Zeit in Malaysia die sehr ähnliche Landessprache gelernt. „Nachhaltig zu produzieren, bedeutet für die Menschen vor Ort zusätzliche Arbeit“, setzt sie fort. „Wir als kleines Startup können noch nicht diese riesigen Mengen an Kautschuk abnehmen, sodass sich der Aufwand aus rein wirtschaftlichen Gründen lohnen würde. Wir mussten Partner finden, die ein ähnliches Verständnis von Nachhaltigkeit haben und mit ihnen immer wieder die Herausforderungen vor Ort anschauen und Lösungen suchen.“<br />
Linda erzählt von einem ihrer Besuche, als ihr der Plantagenbetreiber erzählte, er hätte wieder die Plantage gespritzt, um das Unkraut zu vernichten. Sie fragte nach dem Warum und erfuhr, dass die Tapper, also die Arbeiterinnen und Arbeiter auf der Plantage, Angst vor Schlangen hätten, die sich im Pflanzendickicht verbergen würden. Bei dem gleichen Besuch tauchte plötzlich ein vierzehnjähriger Junge auf der Plantage auf, den sein Vater zum Arbeiten mitgebracht hatte. Kinderarbeit! Auch hier fragte Linda nach dem Warum. Die Tapper erzählten, dass der Junge Schulabbrecher sei und sein Vater ihn lieber mit zur Arbeit bringe, anstatt ihn Zuhause auf der Couch rumlungern zu lassen. Für beide Problemstellungen suchte Linda gemeinsam mit den Menschen vor Ort eine Lösung. Der Unkrautvernichter wurde gegen einen Rasenmäher getauscht und für den Vierzehnjährigen organisierte Linda einen Ausbildungsplatz für Schulabbrecher.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Wir meinen die Zusammenarbeit ernst und kicken unsere Zulieferer nicht raus, nur weil der Kautschuk vielleicht ein paar Cent teurer wird. Uns geht es darum, eine Beziehung auf Augenhöhe mit allen Beteiligten in unserer Lieferkette zu haben“, sagt Linda. Ebenfalls etabliert hat einhorn eine leistungsorientierte Lohnerhöhung für die Erntehelfer von durchschnittliche fünfzehn Prozent, die über den Kondom-Produzenten weitergegeben wird.<span class="Apple-converted-space">   </span></p>
<h3><b>XXX &#8211; Porno Synchronisation fällt ins Wasser</b></h3>
<p>Ich bekomme langsam ein Gefühl davon, was die Arbeit einer Fairstainability Managerin ausmacht. Es geht um Beziehungsarbeit und darum, genau hinzusehen und nach Lösungen zu suchen, wo sonst schnell gesagt wird: Der nächste bitte &#8211; oder: Ich habe nichts gesehen. Von achtzehn Mitarbeitern sind bei einhorn drei für die Nachhaltigkeit zuständig. Fünfzig Prozent aller Gewinne werden in soziale und nachhaltige Projekte reinvestiert. Zusätzlich setzt sich auch Janis für Fairness in der Lieferkette ein, der als Student über die Organisation <a href="https://asa.engagement-global.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ASA</a> bald für einhorn nach Malaysia fahren wird, um dort eine neue Plantage zu suchen. Die jetzige ist leider so alt, dass sie in den nächsten Jahren die Produktion von Kautschuk einstellen wird.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
In meiner Woche bei einhorn machen wir ein Stakeholder-Mapping, recherchieren zu Fördermitteln für Nachhaltigkeitsprojekte, sprechen über Kondome in Pizzaverpackung, Bio-Baumwolle für Tampons und machen aus unseren Aktivitäten Content für den einhorn-Blog, frei nach dem Motto „Tue Gutes und rede darüber“. Die Nachsynchronisation des Pornos muss krankheitsbedingt leider ausfallen. Wie immer könnte ich noch viele Geschichten erzählen. Mitgenommen habe ich, dass Wirtschaften auch ohne Ausbeutung gewinnbringend funktionieren kann. Nein, eigentlich sogar funktionieren muss. Hunger und Armut in anderen Teilen der Welt können wir vielleicht ignorieren. Die Augen zu verschließen ist leicht. Mit dem Klimawandel und der Migration fällt das schon schwerer. Sie finden nicht nur in den Entwicklungsländern statt, sondern vor unserer eigenen Haustür. Fairstainability Manager ist deswegen ein absoluter und elementarer Job der Zukunft.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Mein bester Dank für diese Einblick geht an Elisa, Linda, Janis und Maik sowie das gesamte einhorn Team!</p>
<hr />
<p>Für alle, die sich mehr mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigen wollen, hier ein paar Empfehlungen:<br />
Apps:</p>
<ul>
<li>Treeday</li>
<li>FairFashionFinder</li>
<li>ReplacePlastic</li>
</ul>
<p>Für Frauen:<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<ul>
<li><a href="https://www.organicup.com/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Menstruationstasse</a> statt Tampons</li>
</ul>
<p>Mehr Tipps auf:<br />
<a href="https://www.utopia.de">https://www.utopia.de</a><span class="Apple-converted-space"> </span><br />
<a href="https://www.smarticular.net">https://www.smarticular.net</a><span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<hr />
<p>Und hier noch ein paar Lesetipp für die Hartgesottenen unter euch von meinem Freund Martin:<br />
<a href="https://amzn.to/2NrSgbN" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bruno Latour &#8211; Das terrestrische Manifest</a><br />
<a href="https://amzn.to/2NlhBnw" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stephan Lessenich &#8211; Neben uns die Sintflut </a><br />
Gregory Fuller &#8211; Das Ende<br />
<a href="https://amzn.to/2xtHgjc" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hans-Peter Dürr &#8211; Warum es ums Ganze geht </a><br />
<a href="https://amzn.to/2xGxWZB" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jared Diamond &#8211; Kollaps</a><br />
Oder, wer lieber etwas gucken mag: <a href="https://www.welcome-to-sodom.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Welcome to Sodom</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://jannikestoehr.com/fairstainability-manager/">Fairstainability Manager &#8211; Job 6</a> erschien zuerst auf <a href="https://jannikestoehr.com">Jannike Stöhr</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://jannikestoehr.com/fairstainability-manager/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>VR Experience Designer &#8211; Job 3</title>
		<link>https://jannikestoehr.com/vr-experience-designer/</link>
					<comments>https://jannikestoehr.com/vr-experience-designer/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jannike Stoehr]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 May 2018 08:11:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Jobs der Zukunft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://jannikestoehr.com/?p=470</guid>

					<description><![CDATA[<p>Geschichten erzählen in 3D Ich weiß nicht, wem es noch so geht, aber die Worte „Virtual Reality“ kriege ich einfach nicht flüssig über die Lippen. Virtual Reality &#8211; virtuelle Realitäten. Bislang habe ich nur theoretische Erfahrungen mit VR gemacht. Auf meiner Liste meiner Zukunftsberufe darf ein Job im Bereich VR  trotz aller Sprachschwierigkeiten aber nicht [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://jannikestoehr.com/vr-experience-designer/">VR Experience Designer &#8211; Job 3</a> erschien zuerst auf <a href="https://jannikestoehr.com">Jannike Stöhr</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h1>Geschichten erzählen in 3D</h1>
<p>Ich weiß nicht, wem es noch so geht, aber die Worte „Virtual Reality“ kriege ich einfach nicht flüssig über die Lippen. Virtual Reality &#8211; virtuelle Realitäten. Bislang habe ich nur theoretische Erfahrungen mit VR gemacht. Auf meiner Liste meiner Zukunftsberufe darf ein Job im Bereich VR  trotz aller Sprachschwierigkeiten aber nicht fehlen, finde ich. Deswegen arbeite ich in dieser Woche als VR Experience Designer.<br />
Über Jonathan, den ich für sein Buch <a href="https://www.amazon.de/Junge-%C3%9Cberflieger-Millennials-Generation-Erfolgsspur/dp/3868816836" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Junge Überflieger“</a> kennengelernt habe, bekomme ich den Kontakt zu Dr. Rolf Illenberger. Rolf ist Geschäftsführer von <a href="https://www.vrdirect.com/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Viond (neu: VRdirect)</a>, einem Münchner Startup, das eine Plattform für 360°/VR Experiences anbietet. Sie würden mein Projekt gern unterstützen, schreibt Rolf. Und hätten VR Experience Designer, die ich begleiten könnte. Wir tauschen ein paar Mails aus und einigen uns auf einen spontanen Einsatz eineinhalb Wochen später.<span id="more-3594"></span></p>
<h2><b>Arbeiten im internationalen Software-Entwicklungsteam als VR Experience Designer</b></h2>
<p>Zwei Montage später treffe ich Rolf persönlich. Er hat sich einiges für meine Woche bei Viond ausgedacht. Nach einem Überblick über die Firma und das Produkt sowie dem Kennenlernen der Kollegen, soll ich am zweiten Tag bereits meine erste VR Experience bauen. So könnte ich mich gut auf den Family &amp; Friends Hackathon vorbereiten, der am Ende der Woche stattfindet und bei dem Content Creator in einem Battle virtuelle Welten und Erlebnisse mit der firmeneignen VR Plattform erstellen. Zuerst geht es aber ins „All Hands-Meeting“, bei dem alle Mitarbeiter der Firma sich über aktuelle Vorgänge und Themen informieren.</p>
<h3>Hier wird nach Scrum gearbeitet</h3>
<p>Um den Tisch sitzen die Kinder dieser Welt, an die ich mich aus meiner Kindergartenzeit noch gut erinnere. Damals waren sie kleiner und gaben sich um den Globus stehend die Hand. Heute sind sie erwachsen und arbeiten als Software Ingenieure oder VR Experience Designer bei Viond. Da ist Orlando aus Argentinien, Max aus der Ukraine, Rémi aus Frankreich, Perla und Diego aus Mexiko, Theo aus Südafrika, Danny aus Indonesien und Lisa, Lea und Rolf aus Deutschland. Toll! Nach dem All Hands-Meeting geht es ins Stand Up-Meeting. Das Stand Up-Meeting auch Daily Scrum genannt, ist Teil von <a href="https://www.youtube.com/watch?v=0Nuj-GgEW6o" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Scrum</a>, einer agilen Projektmanagement Methode, die häufig in der Software-Entwicklung verwendet wird. Jeder erzählt, woran er seit dem Tag zuvor gearbeitet hat, woran er bis zum nächsten Meeting arbeiten wird und welche Gefahren er sieht, die ihn vom Erreichen seines Zieles abhalten könnten.<br />
Als ich Lisa fragend anschaue, beruhigt sie mich. „Das hier hat mit deinem Job als VR Experience Designer nichts zu tun“, sagt sie. „Bei uns bist du auch Teil des Viond-Entwicklerteams. Das wärst du aber nicht, wenn du dich in einem anderen Unternehmen um deren VR Experiences kümmern würdest.“ Nach dem Stand Up-Meeting folge ich Lisa mit in den Gemeinschaftsbereich der Firma. „Wir haben lange überlegt, wie wir den Job nennen sollen, den du bei uns testest. Am passendsten erschien uns der Begriff VR Experience Designer zu sein. Es ist ein Teil der Tätigkeiten, die ich bei Viond mache“, erklärt Lisa mir. Viond, erzählt sie mir, existiere erst seit März diesen Jahres und sei vorher ein Produkt der Firma <a href="https://www.re-flekt.com/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Re´flekt</a> gewesen. Nach Ausgründung sei das komplette Team, das bei Re´flekt für das Produkt Viond zuständig gewesen ist, in die neue Firma gewechselt.<br />
<figure id="attachment_484" aria-describedby="caption-attachment-484" style="width: 4608px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-484 size-full" src="https://jannike.files.wordpress.com/2018/05/viond-in-white.jpg" alt="Viond in Weiß - VR Experience Designer" width="4608" height="3456" /><figcaption id="caption-attachment-484" class="wp-caption-text">Viond in Weiß</figcaption></figure></p>
<h2><b>Der Unterschied zwischen VR und 360°</b></h2>
<p>Viond biete Unternehmen eine Plattform, mit der sie innerhalb kurzer Zeit eigene interaktive 360° und VR Angebote erstellen können. Mit Nutzung der Plattform müssen sie diese nicht mehr selbst programmieren. „360°?“, frage ich Lisa. „Was ist der Unterschied zu VR?“. „Die Begriffe werden oft vertauscht“, antwortet sie mir. Für Verwirrung sorge die VR Brille, die oft mit VR gleichgesetzt wird. Dabei ist sie lediglich ein Ausgabegerät, auf dem man sich VR, aber auch 360° Content anschauen kann.</p>
<h4>360°</h4>
<p>Zum 360° Content zählen Fotos oder Videos, die mit 360°-Kameras aufgenommen werden und einen Rundblick gewähren, nach oben und unten kann man natürlich auch schauen. Der Nutzer schaut dabei immer aus Sicht der Kamera, die die Bilder vorher aufgenommen hat. Er kann die Blickrichtung ändern, alle anderen seiner Bewegungen werden nicht berücksichtigt. Mit seinem Blick kann er Interaktionen auslösen oder sich im 360° Raum bewegen. Bewegen heißt dabei von einer Kameraeinstellung zur nächsten zu springen. 360°-Aufnahmen kann man sich auf einem Gerät ansehen, das man in der Hand hält, zum Beispiel auf einem Tablet oder Smartphone. Man kann sie sich aber im VR Modus auch mit einer VR Brille ansehen.</p>
<h4>VR</h4>
<p><a href="https://www.gartner.com/it-glossary/vr-virtual-reality/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">VR</a> ist dagegen eine computergenerierte 3D-Umgebung, die sich nur mittels der VR Brille ausgeben lässt. Der Nutzer kann sich im Raum bewegen und zum Beispiel mit speziellen Handschuhen Interaktionen auslösen. Der Computer berechnet aufgrund der getrackten Bewegungen den Standort und stellt die Umgebung entsprechend dar oder löst die Interaktionen aus. Bei VR und bei 360° kann der Nutzer selbst entscheiden, in welche Richtung er blickt oder welche Interaktion er auslöst. Die VR Pionierin Nonny de la Peña erzählt in ihrem 10-minütigen <a href="https://www.ted.com/talks/nonny_de_la_pena_the_future_of_news_virtual_reality" target="_blank" rel="noopener noreferrer">TED Talk</a> sehr anschaulich, was VR ist und wozu es sich nutzen lässt. Wer mehr Zeit hat, sei der Science-Fiction-Thriller <a href="https://readyplayeronemovie.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ready Player One</a> von Steven Spielberg empfohlen, in dem die Menschheit 2045 mehrheitlich in einer virtuellen Welt lebt. Coole <a href="https://www.youtube.com/watch?v=G1cVbfyFdf0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">360°-Videos</a> gibt es von Disney zum Dschungel-Buch. VR und 360° ermöglichen das Erleben und Eintauchen in einen Inhalt. Eingesetzt werden sie bereits in vielfältigen Bereichen, zum Beispiel in der Therapie, im Marketing und in der Bildung.</p>
<h2><b>Wie man eine 360° Experience baut</b></h2>
<p>Nach den theoretischen Grundlagen bekomme ich eine Einführung in die Plattform Viond. Software Ingenieurin Perla gibt mir einen Überblick über das System. Im oberen Teil des Programms kann ich mir 360° Bilder oder Videos ansehen und interaktive Elemente einsetzen. Im unteren Teil kann ich Anzahl und Reihenfolge von Szenen festlegen. Jede Szene enthält ein 360°-Foto oder -Video. Außerdem kann ich Übergänge von einer Szene in die andere gestalten. Soll der Nutzer einer virtuellen Wohnungsbesichtigung beispielsweise in der Lage sein vom Wohnzimmer in die Küche zu gehen? Oder zurück in den Flur? Im Job als VR Experience Designerin mache ich genau das: Ich entscheide, welche Aufnahmen ich für die Experience nehme, wie ich sie anordne und den Nutzer hindurch leite und welche Interaktionen es geben soll. Um mich vertrauter mit dem System zu machen, baue ich die Experience einer Büro-Besichtigung nach. Das ist gar nicht so schwierig. Aber die konzeptionelle Arbeit hat dabei ja auch schon jemand anderes gemacht. „Jannike, kommst du mit zur Verabschiedung von zwei Kollegen?“, ruft Lisa mir zu. Ich klappe meinen Laptop zu und folge meinen Kollegen auf die Dachterrasse. Bei Bier und Hotdog klingt mein Tag aus. So darf es weitergehen.</p>
<h3>Meine erste eigene VR Experience</h3>
<p>Am Tag darauf darf ich meine erste eigene Experience bauen. Wir haben 360°-Aufnahmen von einem potentiellen Kunden bekommen, die ich mir ansehen und mir überlegen soll, welche Zusammenstellung, Reihenfolge und Interaktionen eine gute Story ergeben könnten. Ich schaue mir die 360°-Videos in 2D an und habe Schwierigkeiten die Aufnahmen gedanklich in 3D zu übersetzen. Wie sehen die Räume aus und wie hängen sie zusammen? Welche Tür führt in welchen Raum? Wo geht es auf den Balkon? Wie ordne ich den Content an, sodass er Sinn ergibt und zwar sowohl inhaltlich, als auch räumlich? Ich zeichne den Grundriss und bekomme langsam eine Vorstellung. An meinem Laptop zerschneide ich die Videos dann in einzelne Sequenzen. Meine Erfahrungen im Job als <a href="https://jannikestoehr.com/job-14-videoproduzentin/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Videoproduzentin</a> helfen mir jetzt. Ich entscheide mich für die Szenen, die ich verwenden will und mit welcher ich starten möchte. Die einzelnen Videoschnipsel lade ich in Viond hoch. Das Gebläse meines Laptops macht sich bemerkbar. Die Kapazitäten eines MacBook Airs reichen scheinbar nicht für die Datenmengen.</p>
<h3>Wie will ich die Nutzer durch den virtuellen Raum schicken?</h3>
<p>Ich füge Grafiken ein, die man anklicken kann, um in den nächsten Raum oder zum nächsten Video zu kommen. Ich loope einige der Videos oder fordere den Nutzer auf, für den nächsten Schritt aktiv zu werden. Als grobe Struktur und Geschichte stehen, exportiere ich meine Experience, um sie mir mit VR Brille auf meinem Handy anzusehen. Fehlermeldung. Ich prüfe jeden einzelnen Baustein meiner Experience, setze neue Übergänge ein und checke die Verknüpfungen der Grafiken. Nach einer Stunde entdecke ich die Fehlerquelle: Ich habe ein Sonderzeichen in einem Dateinamen verwendet. Manchmal sind die Dinge so simpel. Stolz zeige ich Lisa mein Ergebnis und habe den Eindruck, dass sie schon zufrieden damit ist. „Viele Möglichkeiten, Interaktionen einzubauen, bietet dieses Videomaterial leider nicht“, sagt sie. „Interaktionsmöglichkeiten sollte man bei der Aufzeichnung des Contents direkt einplanen. Sie sind nämlich total gut, um den Nutzer mit einzubeziehen. Ich persönlich würde jetzt noch ein Menü erstellen, über das man die Experience starten kann und die Grafiken ein wenig klarer gestalten.“ Gesagt, getan.<br />
<figure id="attachment_485" aria-describedby="caption-attachment-485" style="width: 3088px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-485" src="https://jannike.files.wordpress.com/2018/05/img_1933.jpg" alt="Hackathon" width="3088" height="2320" /><figcaption id="caption-attachment-485" class="wp-caption-text">Fast Feierabend &#8211; Abschluss des Hackathons</figcaption></figure></p>
<h3>Mein erster Hackathon</h3>
<p>Meine zweite Experience baue ich als Teil von Team 2 beim Hackathon am Freitag. Der Viond-Besprechungsraum ist voller VR Experience Designer, IT-Nerds, Content Creator und Game Design-Studenten, die zum Teil ihre eigenen Rechner und Bildschirme mitgebracht haben. In acht Stunden sollen wir eine Experience zum Thema „Space Colonization“ bauen. In Team 2 entscheiden wir uns für eine nutzerfreundliche Version des Eignungstests für die <a href="https://www.mars-one.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mars One Mission </a>. Lisa ist Teil meines Teams und zeigt mir, was man als VR Experience Designer noch alles an Interaktionen in eine Experience einbauen kann. Cool. Leider gewinnen wir den Hackathon nicht. Die Konkurrenz war aber auch gut. Spaß gemacht hat es trotzdem. Warum VR Experience Designer ein Beruf der Zukunft ist und was man dafür braucht, spare ich mir wie gehabt für mein Buch auf. Ich fahre jetzt mit dem Nachtzug nach Hause und nutze die Zeit,  um an meiner Aussprache zu arbeiten. Virtual Reality, Virtual Reality, Virtual Reality.<br />
Vielen Dank an Jonathan, Rolf, Lisa, Lea, Perla, Diego, Rémi, Orlando, Max, Danny und Theo!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://jannikestoehr.com/vr-experience-designer/">VR Experience Designer &#8211; Job 3</a> erschien zuerst auf <a href="https://jannikestoehr.com">Jannike Stöhr</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://jannikestoehr.com/vr-experience-designer/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
