Data Scientist

Data Scientist – Job 1

Hätte ich im Mathe-Unterricht nur aufgepasst

Ich vermute, dass mein neues Projekt etwas herausfordernder werden wird als mein erstes. Dieses Mal kommt zum Testen und Schreiben eine umfangreiche Recherche hinzu, Jobs mit Zukunft zu identifizieren und die zugehörigen Pioniere zu finden, die diese Jobs schon in irgendeiner Form ausführen. Viele Herangehensweisen kann ich aber übernehmen. Zum Beispiel mit einem einfachen Job in das Projekt zu starten und zwar als Data Scientist.

Während ich 2014 vor einer KITA an der kindergesicherten Tür verzweifelte, betrete ich dieses Mal geübten und leichten Fußes das Büro der Firma ONE LOGIC in Passau. Wenn das mal kein Selbstläufer wird. ONE LOGIC betreibt Data Science und wird mich in den nächsten zwei Wochen zum Data Scientist ausbilden. Read More

Zukunftsjobs

Jetzt – Ein Blick auf die Zukunftsjobs

Ein Jahr habe ich gebraucht, um nun in Passau zu sitzen und diesen Artikel über mein Projekt der Zukunftsjobs schreiben zu können. Ein Jahr von dem Entschluss bis zum Umsetzungsstart. 2017 war also mein Transitjahr. Mein Flurjahr, in dem ich versucht habe, mein Vorhaben auf Weise A zu realisieren, und als die scheiterte, auf Weise B und als die scheiterte, auf Weise C und als die scheiterte, auf Weise D. Read More

Berufsberatung – Ein Teil meines Traumjobs

Dreihunderteinundzwanzig Tage sind seit der Geburt des kleinen Mattis an meinem letzten Tag in meinem dreißigsten Job als Hebamme vergangen. Seitdem habe ich Elton John live in Leipzig gesehen, habe mein Buch geschrieben und einen TEDx-Talk gehalten. Ich habe die erste meiner Freundinnen unter südafrikanischer Sonne heiraten sehen, habe mich viel mit Berufsberatung beschäftigt und an vier Orten gewohnt. Ich habe fünf Monate im Europäischen Parlament in Brüssel gearbeitet,  habe die Attentate aus fünfhundert Metern Entfernung miterlebt. Währenddessen wurde mein Buch veröffentlicht und landete im April auf Platz 35 der Wirtschaftsbestseller im Manager Magazin. Die Zeit vergeht. Read More

Autorin

Und jetzt? Jetzt bin ich Autorin.

Ich hab´nen neuen Job, ich bin jetzt Autorin. Zumindest vorübergehend. Den Job anzunehmen, war ein großes Risiko für mich, denn ich hatte ihn zuvor ja nicht getestet. Trotzdem habe ich mich getraut und mich direkt nach dem dreißigsten Job auf die neue Aufgabe gestürzt. Das erwartete Loch, in das ich nach den ganzen Abenteuern zu fallen glaubte, konnte ich also mit reichlich Arbeit stopfen. Denn, oh Wunder, ein Buch schreibt sich nicht von alleine. Dabei habe ich in den letzten Wochen geheult, war frustriert, kurz darauf überglücklich. Es ist also wahr: Beim Schreiben durchlebt man alles ein zweites Mal.

Ein paar Wochen werde ich noch als Autorin beschäftigt sein. Und danach? Fahre ich in den Urlaub. Das liegt mir. „Aber was ist denn nun bei der Traumjob-Suche herausgekommen? Hat sie ihren Traumjob gefunden?“, werdet ihr euch vielleicht fragen. Die Antwort lautet: Nein. Read More

Hebamme

Job 30 – Hebamme

Knapp fünfzig Wochen nachdem ich mir meinen Weg durch kindersichere Türen zu meinem ersten Job als Erzieherin bahnte, finde ich mich in einer ähnlichen Situation in Bayreuth wieder. Ich finde den Eingang nicht zu meinem letzten Job, der einen Schritt vor dem der Erzieherin ansetzt. Durch eine Gartenpforte betrete ich das Grundstück der in der E-Mail angegebenen Adresse, die mir Hebamme Stefanie einen Tag zuvor geschickt hatte. Links von mir befindet sich eine weitere Pforte, die zu einer Terrasse führt. Rechts von mir ein Gartenhäuschen, vor mir der Garten. Ich entscheide mich für den Garten und finde hinter dem Haus tatsächlich die Eingangstür mit Klingel und Namensschild. Wer sie heute wohl öffnen wird? Read More

Job 29 – Politikerin

„Politiker sind der letzte Dreck“, kommt es mir fast jedes Mal entgegen, wenn ich erzähle, wohin mich meine letzten Jobs bringen werden. Dabei gucke ich in missbilligende Gesichter. „Den Job brauchst du gar nicht erst testen!“. Ich fühle mich schuldig und tue es trotzdem.

In Brüssel treffe ich auf Matthias Groote, SPD Mitglied und EU Abgeordneten. Im vergangenen Jahr hatte er noch als jüngster Vorsitzender aller Zeiten den Vorsitz des Umweltausschusses, kurz ENVI, inne. Seit 2014 ist Matthias Sprecher der sozialdemokratischen Fraktion im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. „Wir teilen uns Matthias in einer Dreier-Beziehung mit dem deutschen Wahlkreis und seiner Familie“, erzählt mir Tara, eine Mitarbeiterin des Brüsseler Büros. „Matthias arbeitet sieben Tage die Woche. Die einzige Regel ist, keine Termine am Sonntag nach 14 Uhr zu vereinbaren.“

Bei einem Abendessen lerne ich Matthias am Montag dann persönlich kennen. Er ist frisch aus dem Wahlkreis gekommen. Schnell wird klar, dass Matthias sagt, was er denkt und viele unserer Ansichten übereinstimmen. Ich kann dem Zufall wieder einmal gratulieren, dass er mich zum 29. Mal zur richtigen Adresse gebracht hat. So gefällt mir das.

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Tischlerin

Job 28 – Tischlerin

Der Countdown läuft: In dieser Woche starte ich in meinen drittletzten Job. Zeit sich noch einmal die Hände schmutzig zu machen und „richtig“ zu arbeiten. Dazu statte ich der ostfriesischen Tischlerei Dock Zwo einen Besuch ab. Nicht ganz ohne Bedenken betrete ich Dienstagmorgen die Werkstatt von Tischlermeister Daniel und Betriebswirt Jens. Ob ich nach meinem Praktikum noch genauso viele Finger wie vorher haben werde? Als ich Daniel meine Bedenken mitteile, streckt er mir als Antwort seinen verkürzten Daumen entgegen und lächelt. „Ein bisschen Schwund ist immer.“  Für mich werden die ganz gefährlichen Maschinen in den nächsten Tagen also Tabu sein. Read More

Job 27 – Pastorin

Wir leben auf einem blauen Planet
Der sich um einen Feuerball dreht
Mit ´nem Mond, der die Meere bewegt
Und du glaubst nicht an Wunder

Marteria

Glauben. Heißt etwas nicht zu wissen, es aber dennoch für wahr zu halten. Als sachlicher Mensch mit einer Vorliebe für harte Fakten liegt mir „glauben“ nicht besonders gut. Genauso wie Gefühle. Umso schlimmer eigentlich, dass mich ausgerechnet die Kombination aus Gefühl und Glauben in meine Traumjobsuche drängten. Das Gefühl des Mangels, obwohl ich objektiv betrachtet alles habe und der Glaube an einen Zustand, in dem alles gut und genug ist. Ich konterte mit einem Plan: 30 Jobs in 12 Monaten. Genügend Jobs, dass schon einer dabei sein wird und genügend Zeit, um eine ausgewogene Entscheidung treffen zu können. Read More

Job 26 – Journalistin Print

„Lasst die Literaturfestspiele beginnen!“, ruft mir mein Couchsurfer am Frühstückstisch entgegen und grinst mich an. Im Hintergrund dudelt Hare Krishna Musik, die Kerze auf dem Tisch brennt. Meinen Job im morgendlichen Ritual kenne ich bereits und öffne das Buch mit den buddhistischen Kurzgeschichten auf der Seite, auf der ich es tags zuvor zugeklappt hatte. Ich beginne vorzulesen. Unsere heutige Geschichte handelt von einem Junior-Mönch, der die Senior-Mönche beneidet, bis er selbst Senior-Mönch wird und plötzlich lieber wieder ein Junior-Mönch wäre. Sinngemäß: Das Gras auf der anderen Seite ist immer grüner.

Kurze Zeit später stehe ich mit der elektrischen Zahnbürste im Mund vor dem Badezimmerspiegel. Mittlerweile schallt auf voller Lautstärke „The Crown and the Ring“ der Heavy Metal Band Manowar durch die Wohnung und lässt selbst den letzten Winkel nicht unbewohnt. Eine Orgel und ein vollmundiger Männerchor leiten den Refrain des Liedes ein, mein Couchsurfer singt mit. Mein Grinsen wird immer breiter. Read More